— 56 —
schaftliche Vereinswesen, an die Flurbereinigungen,
an die mannigfachen Unternehmungen für Boden—
kultur, für Entwässerung und Bewässerung —
der darauf verwendete jährliche Betrag hat sich
1902 gegenüber den fünfziger und sechziger
Jahren um das Vierfache gehoben — man denke
an die Getreidezölle. Wie sehr durch die Steuern—
verteilung der Lage des Bauernstandes Rechnung
getragen wird, zeigt ein Blick auf die Erträgnisse
der direkten Steuern. Während 1837/38 auf die
Grundsteuer noch 69,52% aller direkten Steuern
entfielen, trafen auf sie 1902 nur mehr: 20,0900,
dagegen fielen auf die Gewerbesteuer 1837/38:
11,50, 1902: 28,58% auf die Kapitalrentensteuer
1837/38: 5,24, 1902: 14,62%.
Für die Staatsfinanzen bedeuteten die letzten
Jahrzehnte bis vor kurzem eine Periode außerordentlicher
Blüte. Von 1892—1899 ergaben sich
Mehreinnahmen gegenüber den Voranschlägen im
Gesamtbetrage von mehr als 325 Millionen
Mark. 1825/26 betrugen die Staatsbruttoeinnahmen:
68796000 Mk.; 1899: 424516000 Mk.
Natürlich sind auch die Steuern, entsprechend dem
Wohlstand, gestiegen. 1837/38 trafen auf 1 Einwohner:
2,61 Mk. jährliche direkte Steuern, 1902: