der Propaganda im Leben der Völker und der Nationen als weltgeschichtliche Ergebnisse (1)
weithin sichtbar in die äußere Erscheinung.“
Also unkontrollierbare Einflüsse bereiten in der Stille den Boden für äußere
„Anstöße“ und dann im Anschluß an diese Handlungen vor, die das Geschick einzelner
und ganzer Nationen umgestalten, d. h. in diesem Falle Weltgeschichte sind.
Da uns heute das Endziel und die „Arbeit“art der geheimen Gewalten
bekannt sind, so fehlt uns kein Zwischenglied, um an der Hand der geschichtlichen
Ereignisse die Einflüsse, die sich der „Beobachtung entziehen“, ins Tageslicht zu
stellen und „kontrollierbare Einflüsse“ recht sehr zu kontrollieren. Hier ein Beispiel:
Am 2. April 1917 fand in Madrid eine Zusammenkunft von Freimaurern
statt, an deren Spitze der portugiesische Minister Br. Alfonso da Costa, Großmeister
der Großloge von Portugal, und der frühere spanische Ministerpräsident
Br. Romanones teilnahmen. Es wurde dort über die Monarchie in Deutschland zu
Gericht gesessen und über die Mittel zu deren Sturz Beratungen gepflogen, als
Grundlage für Entschließungen, die alsbald in Paris Ende Juni gefaßt werden
sollten. Die Grundlage des allgemeinen Weltfriedens muß die Absetzung des Deutschen
Kaisers sein, wurde als Parole ausgegeben. Die „stille“ Propaganda hierfür
sollten überall, auch in Deutschland, die Logen machen. Da erleben wir nun ein
erstaunliches Wechselspiel. Während dem Volke jeder Attentatsversuch gegen den
Kaiser sogar vor dem Kriege, als keine Kriegszensur bestand, in der gesamten
Presse verschwiegen wurde, z. B. der ungeheuerliche Attentatsversuch gegen sämtliche
Fürsten, Bismarck und Moltke, bei der Enthüllung des Niederwalddenkmals
Anfang der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts, brachte plötzlich die „Kölnische
Volkszeitung“, deren jesuitische Hintermänner jedermann kennt, die auffallende
Nachricht von den freimaurerischen Beratungen in Madrid und ihrem Ergebnis,
und das trotz aller Kriegszensur! Sie lenkte dabei auch die Aufmerksamkeit auf
die Ende Juni stattfindende Freimaurertagung in Paris. Den für sie dadurch
gegebenen Ball nahmen die bekannten Großlogen in Deutschland vorschriftmäßig
auf. Er wurde in das Wolk zurückgeworfen, indem leitende Kreise der Freimaurerei
in der Presse Deutschlands folgende Veröffentlichung verbreiteten, die hier dem
Berliner Tageblatt Nr. 218 vom 30. 4. 1917 entnommen ist, auch wenn sie entsprechend
von „nationalen Zeitungen“, wie der „Deutschen Zeitung“, gebracht
wurde. Sie ist ein Musterbeispiel der List freimaurerischer Politik und ebenso ein
Schulbeispiel der vertarnenden Freimaurergeheimsprache, also eines echten „Freimaurerdokumentes“.
„Aus leitenden Kreisen der Freimaurerei wird uns geschrieben: In einem Teil der Tagespresse
hat eine Notiz der „Kölnischen Volkszeitung“ Aufnahme gefunden, wonach die sogenannte
internationale Freimaurerei, d. h. die romanische') Freimaurerei, die sich mit besonderer
Vorliebe und scheinbar auch mit einigem Erfolg politischen Umtrieben widmet, auf einem Kongreß
in Paris beschlossen habe, in Deutschland eine starke Bewegung gegen die Monarchie)
hervorzurufen und die Absetzung des Deutschen Kaisers in die Wege zu leiten.
Mit diesen und ähnlichen Machenschaften hat die Deutsche Freimaurerei") absolut
nichts zu tun'). Sie lehnt sehr entschieden jede Gemeinschaft mit solcher sogenannter
*) Im Berliner Tageblatt unterstrichen.
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