unmer 180“
adlenheimer Angeiger
blenstäg, #. Aunust 1910
aufregendes Wettrennen veranfkalteten. Der
Kapitän des Tauchpootes sagte, daß er nach
Venen fahre und dort in einem Monat ankommen
werde. Auch kündigte er an, daß ein
anderes Tauchboot in den nächsten Tagen
in den Vereinigten Staaten ankommen werde.
Die Schiffspapiere wiesen aus, daß das Tauchbovt
Gummi, Nickel und 3000 Flaschen Bier
für die Mannschaft enthält, die 28 Köpfe
zähn. (3.)
Russen in Frankreich.
Basel, 5. August. Nach einer Havasmeldung
aus Brest wurden dort am 2. August
weitere russische Truppen gelandet und mit grohiem
Enthusigsmus empfangen.
Dierussische Offensive.
Lugano, 7. August. Der Petersburger
Korrespondent des „Secolo“ meldet, daß man
in unterrichteten militärischen Kreisen Rußlands
mit der schärfsten Weiterentwicklung der russisch.
Ofkensive rechnet. Die russische Angriffsfront
sei noch nucht auf die geplante Ausdehnung gebracht.
Die russischen Kräfte seien zahlenmäßig
bedeutend größer als angegeben wurde. Genecral
Brussilow sorge beständig für Herbeischaffung
von s#werer Artillerie und Munition.
Der Korrespcnocut fügt seinen Aueführungen
liinzu, daß trotz der nahezu zweimonatlichen
Dauer der russischen Offensive Munition und
Artillerie noch immer intalt secien. (3.)
Die Brandbomben zur Wernichtung
der Ernte.
BZürich, 5. August. Nach Mitteilungen italienischer
Blätier nimmt man in Italien das
Verdienst in Anspruch, Brandbomben, die zur
Vernichlung der Ernie der Gegner bestimmt sind.
erfunden zu haben. Diese Bomben entwickeln
beim Niederfallen ein rasch um lich greisande-Feuer,
das eine Viertelstunde andauert und
weder durch Wasser noch durch Erde gelöscht werden
kann. In den leten Wochen wurden 2ausende
solcher Brandbomben hergesiellt, die jetzt
auf dem europäischen Kriegeschauplatze verwendet
werden sollten. (Z.)
Offensive Sarrails?
Amsterdam, 7. August. In London erwartet
man, daß die Saloniki-Armee in der
nachsten Woche zur Offensive übergehen wird.
In Saloniki sind große Munitionsmengen eingetrofsen.
General Sarrail hält allerdings den
negenwärtigen Augenblick noch für wenig gecignet
und hat nach Paris gemeldet, daß er
erst das Ergebnis der griechischen Wahlen
abwarten wolle. General Joffre hat ihm jedoch
mitgeteilt, daß nach den Plänen der Alliierten
der Vormarsch in Mazedonien unverzüglich
stattfinden müsse.
Hinrichtung von Arabern.
Lugano, 7. August. Mailänder Blätter
melden aqaus Rom, daß Aneglio nach seiner
Ruckehr nach Tripolis dort ein Schreckensgericht
begann. Er ließ eine ganze Menge Araber
wegen Spionageverdachtes festnehmen und
ohne jedes Verfahren hinrichten. So wurden
auf einmal 32, später 25 Araber erschossen,
darunter viele bekannte und vornehme Beamte
und Kaufleute. (3.)
In Aegypten.
Konstantinopel, 7. Aug. Das Hauptquartier
meldet vom 5. August: An der ägypke
n — besetzten am 5 August morgens
5
langer Man
mit #ee- 1 aus oerdentli
milie, der gutes Zeug-
Präulein
mit allen Kontorarbeilen vertraut
in ein hiesiges Geschäft gesucht
Offert. unter O. a. d. Exp. (6058
benen Truppen die Lin####-Rabih-Katis-Abutelle
und schickken ihre
tlärungskolonnen bis Rumani, 8 km nordöstlich
von Katia vor. Oestlich der Ortschaft Suez
sand ein unbedeutender Zusammenstoß zwischen
einer unserer vorgeschobenen Abteilungen und
einer feindlichen Kavallerieabteilung stalt. El
Rabih Hegt. mehrere Kilometer nördlich Katia
und Abutelle 512 Kilometer Andwestlich dieser
Ortschaft.
Die Gefangenen von Kutel-Amara.
Konstantinopel, 7. August. Die Engländer
melden, daß sie bei Kut-zel-Amara insgesamt
8970 Mann, darunter 600 Offiziere, verloren
hätten. Entgegen dieser Behauptung, ist
die „Agence Milli“ zu der Erllärung ecs
tigt. daß die Angahl der von den Türken bei
Kut-el-Amara gemachten Gefangenen 12 597 beträgt,
darunter 615 Offiziere.
Russische Schandtaten.
Konslantinopel, 7. August. Aus amtl.
Queile erfährt die Agence Milli, daß die Ruslen
in den von ihnen besetzten Gebieten an der
Schwarmmeeküste alle jungen Männer ermordet
und die Frauen in Moscheen zusammengetrieben
haten, um an ihnen nicht wiederzugebende
Handlungen zu begehen.
Let Telegramme.
Der amerikanische
Eisenbahner-Streik.
Eenf, 7. August. Nach einer Havasmeldung
droht der amerikanische Eisenbahnerstreik einen
anarchistischen Charakter angunehmen. Wilsons
bisherige Vermittlungsversuche blieben ergebnislos.
unsere vorgest
Neue Unruhen in China.
Genf, #. August. Depeschen aus Tientsin
besaten, daß es in der Umgebung von
Kanton zu Kämpfen gekommen ist. Tausende
kon Flüch lingen kommen in Hongkong an. Die
Lage in Hankan ist sehr ernit. In Hanlan
sind japanische. Truppen eingetroffen.
Ans dem Bejirisemisblene!:
Belre f: Ansschankzeilcn für Bier.
Auf Grund der Bekanntmachung der Stello.
Generalkommandos I., II. und III. Armeekorps
vom 23. Juni 1916 Anmtsbl. Nr. 62 — wurden
die Ausschankzeiten für Bier unter tunlichster
Berücksichtigung der von den Gemeindebehörden
gestelllen Anträge festgesetzt.
Gemäß Bekanntmachung der Stellv. Generalkommandos
I., II. und III. Armeekorps vom 13.
Mai 1916 Amtsbl. Nr. 47 — darf außerhalb
der festgesetzten Ausschanlzeiten Bier nur abgegeben
werden:
a) an Arbeiter während der Arbeitspausen
(Beotzeiten),
b) an landwirtschaftliche Arbeiter einschliehlich
der Unternehmer zu den Erntearbeiten,
ßc) an Reisende in Bahnhofwirtschaften.
Hiezu hat das Stellv. Generalkommando l.
Armeelorps folgende Erläuterungen gegeben:
Ju a. Für die Festsetzung bestimmter Zeiten
als Brotzeiten erscheint ein Bedürfnis nicht gegeben,
es läßt sich auch eine allen Fällen R
nung tragende Zeit als Brotzeit nicht leig
festsetzen.
Der Begriff „Urbelter“ wird im allgemeinen
mht zu eng auszulegen sein. Ms Arbeiter
sind auch alle in der Landwirtschaft tätigen Personen
anzusehen, ferner jene gewerblichen Unternebmer,
die in ihren Betrieben auch selbst
lörperlich arbeiten.
Die Arbeiter müssen das Bier nicht in der
Wirtschaft zu sich nehmen, es darf an sie auch
über die Gasse abgegeben werden.
Als Arbeitspause kann auch ein Schichtwechsel
in Frage kommen.
Zu b. Außerhalb der Ausschankzeiten darf
Bier an landwirtschaftliche Arbeiter einschließlich
der Unternehmer während der Erntezeit nur
abgegeben werden, soweit sie mit Erntearbeiten
und sonstigen Verrichtungen, die mit der Ernte
zusammenhängen, tatsächlich beschäftigt sind.
Zu c. Als Bahnhofwirtschaften sind nur die
in den Bahnhöfen selbst befindlichen Wirtschaften
anzusehen.
Zu den Wirtschaftsgattungen, für die andere
Ausschaulzeiten festgesetzt werden lonnen, zählen
insbesondere die Ausflugswirtschaften, Fla-z
schenbiergeschäfte dagegen sind nicht als bestimmie
Wirtschaftsgattungen zu behandeln. Im
übrigen gelten auch für sie die auf Grund des
852 festgesetzten allgemeinen Ausschantzeiten.
Die Bestimmungen der Gewerbeordnung über
Ladenschluß, Sonntagsruhe usw. hinsichtlich der
Flaschenbiergeschäfte bleiben unberührt. Hievon
sind die Wirtschaftsinhaber alsbald zu verftändigen.
r 4 1
Belrest: Sicherstellung der Lolksemährung.
1. Gemäß Ministerialentschließung vom 14.
Juli 1916 ist die vorübergehend für die zeit
vom 15. Juli bis 15. September 1916 erfolgte
Bewilligung einer erhöhten Brotration
nur dadurch möglich, daß die vorhandenen Brotgetreidevorräte
durch Heranzichung der Gerste
aus der Ernte 1916 gestreckt werden. Zur Beschaffung
der biefür nolwendigen Gerstemengen
sind die Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe
durch die Bekanntmachung der Stello.
Generalkommandos 1., 2z. uno J. Armeetorps
vom 14. Juli 1916 Amtsblatt Nr. 65•—
verpflichtet worden, die vor dem 15. August
1916 eingebrach te Ernte an Gerste
sofort zu dreschen und an den Kommnnalverband
abzuliefern. Den Gerstenbesitzern werden
vom Kommunalverband zunächst 30 v. H. der
Gerste belassen.
Da Höchstpreise für das Getreide aus der
Ernte 1816 noch nicht f setzt S wirb für
die an den Kommunal- d abgelieserte
Gerste zunächst vorschußweise ein Preis von 11
Marl für den Zentner bezahlt. Der Preisunterschied,
welcher sich nach Festestzung der
Höchflpreife ergibt, wird nachträglich ausbezahlt
werden.
Der Antauf der Gerste für den Kommunalverband
ist der Landwirtschaftlichen Zemralgenossenschaft
in Negensburg übertragen. Die
Anlieferung hat an nachfslehend bezeichnete Mühlen
und Lagerhäuser zu erfolgen:
Stadtlagerha#us Nosenheim,
Bauernvereinelagerhaus? in Endorf
Kunstmühle von Finfterwalder in Landl
Lagerhaus von Geier in Halfing.
Die beim Ausmahlen der Oerste anfallende
Kleie wird den Landwirten, welche ihre Gerste
an dein Kommunalverbano abgeliesert haben,
nach Verkaltnis der abgelieferten Mengen auf
Wunich zurückgegeben werden.
2. Damit in der Versorgung der Bevölkerung
mi Micl und Brot keine Stockung
einlritt, mird auf Grund der Bekannmmachung
der Sielln. Generaltemmandos I., 2. und 3.
Armeelorpe bvem 13. Zuli 1916 ongeordnet,
daß die Unterrehmer landwirtichaftlicher Betriebe
die vor 15. August 1916 eingebrachte
Ernie an Weizen (Dinkel,
Speizinnd Roggensosort zudreschen
habe #.
3. Um einen Uleberblick über die Einbringung
der Ernte zu geminnen, haben die Ge
meindebehorden bis zur Beendigung der Ernte
alewochkentlich am Sonntag, erstmals am 6.
Auguf ! zu berichten, wieviele Tagwerl a) Gerste.
ü) Weizen, c) Noggen abgeerntet worden find.
4. Gemaß der Belanntmachung der Stello.
Generalkommandos 1., 2. und 3. Armeekorps
vom 11. Juli 1910) sind die Dreschmaschinenbesitzer
Lohndrescher oder (benossensckaftlen) verpflichtel,
sich mit ihren Maschinen an den vom
Kommunalverband bezeichneten Orte zur Berfügung
iu siellen.
Wetierberidt ##er Dienstag, 3. August 1916.
Veränderliche Bewölkung.
Restaurafion Harthausen.
Schönster Ausftlugsort.
1 Std. v. Bad Alblina# Std. v. Kolbermor.
Kassce mit Kuchen, Apfelwein, eigene Kelterei.
F-emndenzimmer, Moorbeder.
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Schö## rr#
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Fo HBetreff: Preis des Kunsteises.
Duich die Beschlüsse der bei den städtischen Kollegien vom
21. Juli und 2. August 1016 ist
cdlädtischen Eixerzen gungkarlege#hergestellte Kunste'is wie jalst
ekanntmachung.
der Preis für das in der
eotl. r iri vermiesn.
ssm——— festgesetzt: 2
1 1 r den einzelren Block ca. 25 Pfund) 35 *
IIE —8 . bei gleichzeitiger Abrayme von 1 Vlock und
mehr für den #leck 30 Pig.
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