Volltext : Spittler’s sämmtliche Werke. Elfter Band. (11)

262

etlicher  Stellen,  wohin  wiederholte  Bemerkungen  mehrerer
meiner  Freunde  trafen,  nur  mit  drei  Worten  Einiges  erinnern,
um  weiteren  Mißverstand  zu  heben.

I.  Ich  habe  in  der  angeführten  Stelle  des  Westphaͤlischen

II.

Friedens  nobiles  patricii  durch  ein  Komma  getrennt,
und  selbst  eine  wichtige  Stelle  in  den  Verhandlungs-Alten
  veranlaßte  mich  dazu.  Mehrere  Gründe  aber
haben  es  mir  nachher  wahrscheinlich  gemacht,  daß  dieses
Komma  nicht  hieher  gehbre,  und  ich  danke  hiemit  auch
oͤffentlich  dem  Herrn  Kanzler  Koch  in  Gießen,  der
mich  unter  Anderem  auch  darauf  aufmerksam  gemacht,
daß  jene  Stelle  in  den  Verhandlungsakten  wahrscheinlich
  ein  Schreibfehler  oder  Druckfehler  sey.  Unterdeß,
  auf  dieser  Interpunktion  beruht  noch  nichts  in
Ansehung  des  Ganzen.  Sie  gibt  keinen  Grund  für
diese  oder  jene  Eregese  des  Ganzen.  Die  Beweisgründe,
die  mir  die  wichtigsten  für  meine  Meinung  zu  seyn
schienen,  stehen  unberührt  fest,  ob  man  auch  nobiles
patricii  als  Bezeichnung  eines  Subjekts  annimmt.

Bloß  Kürze  halber  hatte  ich  häufig  den  Namen  Uradel,
  Unadel  gebraucht.  Ich  konnte  voraussetzen,
daß  den  meisten  Lesern  sogleich  erinnerlich  seyn  werde,

welches  Geschleppe  von  Worten  durch  diese  zwei  kurzen

Bezeichnungen  vermieden  werden  sollte.  Einige  scheinen
sich  daran  gesioßen  zu  haben  und  vermutheten  beinahe,
den  Unterschied  zwischen  hohem  und  niederem  Adel  entweder
  nicht  recht  gefaßt  oder  unrichtig  angewandt  zu
sehen.  Es  ist  wohl  keine  Vertheidigung  hiegegen  noͤ-thig,
  und  überhaupt  hiebei  mehr  nicht  ndthig,  als  daß
ich  bloß  erbläre,  jene  zwei  Worte  seyen  nur  Kürze  halber
  gewählt  worden.  Alles  Unadel  nennen,  was
nicht  Uradel  ist,  gilt  freilich  nur  in  einer  gelehrten