Zur Lehre von der Verletzung über die Hälste. 259
nicht auf's neue wieder erworben haben sollte, nichte
mehr möglich und somit auch die Voraussetzung
weggefallen ist, unter welcher er von der ihm ge-Fetlich
gestatteten Wahlbefugniß Gebrauch machen
nte.
Der verletzte Verkäufer ist zwar in dem Falle,
wenn der Käufer die Veräußerung arglistig, um
die Ansprüche desselben zu vereiteln, vorgenommen
hat, allerdings zu einer Klage gegen den Käufer
berechtigt, diese kann aber altdann nicht auf Vertragsreszission,
sondern nur auf vollständige Entschädigung
gerichtet werden 4).
Streitig aber ist die Rechtsfrage, ob eine Entschädigungsforderung
des Verkäufer# auch in dem
Tie begründet sei, wenn die Veräußerung von
eite des Käufers im guten Glauben WWt
Mehrere Rechtslehrer sind der Ansicht, daß in
diesem Falle dem Verkäufer mit Hinsicht auf fr. 14,
fr. 26 §. 12 und fr. 65 8. 8 de cond. indeb.
(12, 6), eine Entschädigungsklage gegen den Käufer
insoweit, als dieser durch die Veräußerung wirklich
bereichert worden ist, zu gestatten sel 5).
Die in Bezug genommenen Gesetesstellen enthalten
jedoch keine dispositive Entscheldung der vorwürsigen
Frage. Das fr. 14 steht mit fr. 13 §.
in Verbindung, worin vorkommt, daß eln Mündel,
welcher ein Darlehen ohne Ermächtigung des Vormundes
erhalten und sich dadurch bereichert hat,
daß nach erreichter Mündigkeit bezahlte Darlehen
4) 1031 S. 112. Seuffert, K. 272 Nr. 7
lit. b.
5) Glück a. a. O. S. 114. v. Wening-Ingen-=#heim,
Lehrb. des Cirvilrechts Bd. Il . 147
199 5. Ausg. v. Holsschuher, Theorie und
Casuistik Bd. II Abth. 2 S. 641 zu 23. v. Vangerow
a. a. O. Nr. V S. 332. Unterholzner,
Schuldverh. Bd. II S. 248 Note m. Eintenis,
prakt. g. Civ.-R. Bb. L S. 640 (Nr. V #. E.).
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