Inhaltsverzeichnis : Leitfaden für das Preußische Jäger- und Förster-Examen.

—  188  —

3.  Hainbuchen:  Vollsaat  50  kg,  Streifensaat  von  50  cm  Breite
und  1,5  m  Entfernung  35  kg  pro  ha.  I  hl  abgeflügelter  Same
wiegt  50  kg.“)

4.  Eschen:  Vollsaat  35—60  kg,  Streifensaat  in  obigem  Verband
  20  kg  pro  ha.  1  hl  wiegt  16  kg.

5.  Ahorn:  Vollsaat  50  kg,  Streifensaat  in  obigem  Verband
30  kg  pro  ha.  1  bl  wiegt  14  kg.

6.  Rüstern:  Vollsaat  30—40  kg,  Streifensaat  in  obigem  Verband
  20  kg  pro  ha.  1  hl  wiegt  6  kg.

7.  Erlen:  Vollsaat  20  kg,  Streifensaat  in  obigem  Verband  14  kg
pro  ha.  1  hl  wiegt  30  kg.

8.  Birken:  Vollsaat  35—50  kg,  Streifensaat  in  obigem  Verband
20  kg  pro  ha.  1  bl  wiegt  10  kg.

9.  Kiefern:  Vollsaat  6—7  kg  abgeflügelter  Samen,  Zapfensaat
9  hl,  bei  Streifen=  und  Plattensaat  in  obigem  Verband  4  kg  pro  ha.
1  hl  Zapfen  giebt  0,8  kg  Samen.  Samenjahre  alle  3—6  Jahre.
1  kg  kostet  etwa  3—5  M.

10.  Fichten:  Vollsaat  15  kg,  Streifen=  und  Plätzesaat  in  obigem
Verband  12  kg  pro  ha.  1  hl  Zapfen  =  1,5  kg  Samen.  Samenjahre
  etwa  alle  6  Jahre,  kostet  pro  kg  etwa  1,20  M.

11.  Tannen:  Vollsaat  50—75  kg,  Streifensaat  in  obigem  Verband
  35  kg  pro  ha.  1  hl  Zapfen  giebt  3  kg  Samen.  Samen  fast
jährlich.  Das  kg  Samen  kostet  etwa  60  Pf.

12.  Lärchen:  Vollsaat  15—20  kg,  Streifensaat  in  obigem  Verbande
10  kg  pro  ha.  1  hl  Zapfen  giebt  2,5  kg  Samen;  Samenjahre  häufig.

Man  prägt  sich  die  Samenmengen  der  Nadelhölzer  am  besten
nach  folgendem  Verhältniß  ein:  Kiefer  gebraucht  die  geringste  Samenmenge
  (7  kg),  Fichte  und  Lärche  das  Doppelte  der  Kiefer,  Tanne  das
Fünffache  der  Kiefer.

Bei  streifen=  und  platzweisen  Saaten  vermindert  sich  die  Samenmenge
im  Verhältniß  der  verwundeten  Fläche.  Sind  die  Streifen,  Plätze  rc.  z.  B.
nur  3,  1,  3  2c.  so  groß  als  die  Gesammtfläche,  so  nimmt  man  auch  nur  3,
1,  #  der  für  Vollsaat  bestimmten  Samenmenge,  doch  pflegt  man  zur
Sicherheit  der  so  berechneten  Samenmenge  noch  10—20%  hinzu  zu  geben.

 

*)  Wo  zwei  Zahlen  angegeben  sind,  bezieht  sich  die  erstere  auf  die  günstigen,
die  zweite  auf  die  ungünstigen  Verhältnisse;  die  mittleren  Quantitäten  ergeben  sich
hieraus  von  selbst.