Die geographische Eintheilung des Landes. 241
zum Jahr 1840 im gemeinschaftlichen Besitz der Gemeinden Marbach,
Pleidelsheim, Steinheim, Erdmannhausen, Murr, Benningen und Beih-
ingen war, die zusammen die „Hardtgenossenschaft“ bildeten; die Mün-
singer Hardt, ein großer Wald= und Weidebezirk im Oberamt Mün-
singen, wozu die Hardtorte Münsingen, Auingen, Böttingen, Gruorn
und Trailfingen gehören, deren Vorsteher das Heidgericht bildeten; die
Schramberger Hardt zwischen Schramberg und Mariazell.
Der Hardthäuser Wald (von einem abgegangenen Weiler Hardt-
hausen) zwischen dem Unterlauf von Kocher und Jagst, da wo beide Flüsse
am weitesten von einander entfernt sind.
Das Härdtsfeld (s. Hardt), die hohe Albgegend östlich vom oberen
Kocherthal.
Die Härdter (zu Hardt? oder als einstiges Lehen der Familie
Herter? Beschr. d. O. A. Tübingen 437), die zwischen Neckar und Echaz
gelegene Liashochebene.
Der Heuberg (wohl von hauen, „die alte Waldwirthschaft theilte
den Wald in 4, 8, 12, 16 2c. Haue“ Buck 103), die rauhe Albhochebene
nordöstlich vom Primthal.
Der kleine Heuberg, liegt niedriger, nordwestlich vom eigentlichen
Heuberg und westlich von Balingen.
Das Hochsträß, ein von der Alb durch die Blau, Ach und
Schmiechen einerseits abgeschnittener, andererseits von der Donau begrenzter
Gebirgsstock, der seinen Namen von einer römischen Hochstraße hat.
Die Holzstöcke („dort ist es Sitte, die stehenden Waldstämme 4 Fuß
über dem Stock abzulösen“ Buck 114), ein waldreicher Bezirk, zwischen den
Thälern der Iller und Roth gelegen und von der Weihung durchflossen.
Die krumme Ebene (ironisch von dem Bergauf-Bergab, Beschr.
des O.A. Neckarsulm 25), auch deutsche Ebene (von der Deutschordens-
Herrschaft), auf dem rechten Ufer der untersten Jagst.
Das Landgericht (von alten Gerichtsstätten — Baumann, Gau-
grafsch. im wirt. Schwaben 73), zwischen Ehingen a. d. Donau und
dem unteren großen Lauterthal.
Die Landwehr (von der theilweise noch wohlerkennbaren Befesti-
gung und Grenze), die ehemals der Reichsstadt Rothenburg gehörigen
Theile der Oberamtsbezirke Gerabronn und Mergentheim.
Das lange Feld, südwestlich von Ludwigsburg.
Die Leutkircher Heide bei Leutkirch, bekannt durch das alte
„Landgericht“ und die „freien Leute“.
Die lutherischen Berge, auf der Alb im Oberamt Ehingen,
südlich vom oberen Thal der Schmiechen, so genannt nach den pro-
testantischen Bewohnern der ehemaligen Herrschaft Steußlingen.
Das Königreich Württemberg. 16