Metadata : Deutsche Schulfibel. Zweiter Teil. (2)

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233.  Gottes  Nähe.

Thu'  nichts  Böses,  thu'  es  nicht!
Weißt  du,  Gottes  Angesicht
schaut  vom  Himmel  auf  die  Seinen,
auf  die  Großen,  auf  die  Kleinen,
und  die  Nacht  ist  vor  ihm  Licht.

Sind  auch  Vater,  Mutter  weit,
er  ist  bei  dir  allezeit,
daß  du  ja  kein  Unrecht  übest
und  sein  Vaterherz  betrübest.
Ach,  das  wär'  dir  künftig  leid!

234.  Gottes  Allwissenheit.

1.  Weißt  du,  wieviel  Sternlein  stehen  an  dem  blauen
Himmelszelt?  Weißt  du,  wieviel  Wolken  gehen  weithin  über
alle  Welt?  Gott  der  Herr  hat  sie  gezählet,  daß  ihm  auch  nicht
eines  fehlet  an  der  ganzen  großen  Zahl.

2.  Weißt  du,  wieviel  Mücklein  spielen  in  der  heißen
Sonnenglut?  Wieviel  Fischlein  auch  sich  kühlen  in  der  hellen
Wasserflut?  Gott  der  Herr  rief  sie  mit  Namen,  daß  sie  all
ins  Leben  kamen,  daß  sie  nun  so  fröhlich  sind.

3.  Weißt  du,  wieviel  Kinder  frühe  steh'n  aus  ihrem  Bettlein
  auf,  daß  sie  ohne  Sorg  und  Mühe  fröhlich  sind  im  Tageslauf?
  Gott  im  Himmel  hat  an  allen  seine  Lust,  sein  Wohlgefallen,
  kennt  auch  dich  und  hat  dich  lieb.

235.  Unschuld  und  ein  rein  Gewissen
ist  das  beste  Ruhekissen.

Es  lag  ein  Mann  auf  seid'nem  Pfühl;
doch  schlug  sein  Herz  ihm  bang'und  schwül.
Er  warf  sich  hin,  er  warf  sich  her,
als  wenn  sein  Bett  von  Dornen  wär.