142
mit Wasser nach und verdünnt die gesamte Flüssigkeit mit
Wasser auf etwa 100 cem.
Nach Zusatz von so viel Äther, daß dessen Schicht die Höhe
von etwa 1 cm erreicht, und von 10 Tropfen Jodcosinlösung
läßt man alsdann so lange loo-Normal-Kalilange, nach jedem
Zusatz die Mischung kräftig umschüttelnd, zufließen, bis die
untere, wässerige Schicht eine blaßrote färbung angenommen
hat. Hierzu dürfen böchstens 18 cem ½/10-Normal-Kalilange
erforderlich sein, so daß mindestens 22 cem /100-Normal-Salzsäure
zur Sättigung der vorhandenen Alkaloide verbraucht
werden, was einem Mindestgehalte von 0,4 Prozent Granatrindenalkaloiden
entspricht (lcem ½½0-Normal-Salzsäure —
0,00148 g Granatrindenalkaloide, Jodeosin als Indikator).
Cortex Quercus. — Eichenrinde.
Die getrocknete Rinde jüngerer Stämme und Zweige von
Quercus robur Lonnc.
Cichenrinde ist 1 bis 2 mm dick und meist röhrenförmig
zusammengerollt. Die Außenseite ist bräunlich bis silbergrau,
glatt, glänzend, mit spärlichen, etwas quergestreckten, weiß—
lichen Lenticellen besetzt und trägt nur selten Flechten. Die
Innenseite ist braunrot, matt und zeigt starke, unregelmäßige
Längsleisten. Die Rinde bricht, besonders in den inneren
Teilen splitterig-faserig. Der Querschnitt nimmt beim Befeuchten
mit Eisenchloridlösung sofort eine schwarzblaue Farbe
an. Eichenrinde riecht, besonders nach dem Anfeuchten, loheartig
und schmeckt sehwach bitter und stark zusammenziehend.
Wird 1 Teil Eichenrinde mit 100 Teilen Wasser geschüttelt,
so liefert sie einen bräunlichen Auszug, in dem durch verdünnte