ist der Moment, Freiheit, Unabhängigkeit und Größe wieder
zu erlangen, ohne zu große und zu blutige Opfer bringen zu
müssen. In dem Zusspruch Ew. Moajestät liegt das Schicksal der
Welt. Die NUegociations, so Ew. Moajestät Weisheit vielleicht
schon angeknüpft, werden mehr Kraft erhalten, wenn Ew.
Majestät einen kraftvollen und entscheidenden Schritt tun.
Der Surchtsame will ein Beispiel, und östreich wird dem
Wege folgen, den Ew. Majestät bahnen. Ew. Königl. Majestät
kennen mich als einen ruhigen, kalten, sich in die Holitik
nicht mischenden Mann. So lange alles im gewöhnlichen
Gang ging, mußte jeder treue Diener den Seitumständen
folgen, das war seine Pflicht. Die Seitumstände aber haden
ein ganz anderes Derhältnis herbeigeführt, und es ist ebenfalls
Pflicht, diese nie wieder zurückkehrenden Derhältnisse zu
benutzen. Ich spreche hier die Sprache eines alten treuen
Dieners; und diese Sprache ist die fast allgemeine der Nation.
Der Kusspruch Ew. Moajestät wird alles neu beleben und
enthusiasmieren; wir werden uns wie alte echte Hreußen
schlagen, und der Thron Ew. Majestät wird für die Sukunft
felsenfest und unerschütterlich dastehen.
Ich erwarte nun sehnsuchtsvoll den Kusspruch Ew. Maj.,
ob ich gegen den wirklichen Feind vorrücke, oder ob die politischen
Derhältnisse erheischen, daß Ew. Majestät mich verurteilen.
Beides werde ich mit treuer hingebung erwarten,
und ich schwöre Ew. UKönigl. Majestät, daß ich auf dem
Sandhaufen ebenso ruhig wie auf dem Schlachtfelde, auf
dem ich grau geworden bin, die Kugel erwarten werde. Ich
bitte daher Ew. Majestät um die Gnade, bei dem Unrteil,
das gefällt werden muß, auf meine Herson keine Rücksicht
nehmen zu lassen. Zuf welche Krt ich sterbe, ich sterbe
immer wie Ew. Majestät alleruntertänigster und getreuester
Untertan Dorck.
Die öffentliche Stellungnahme des Königs Friedrich
Milhelms III. zum „QGbfalle“ des Generals Dorck.
Spenersche Seitung Ur. 8 vom 19. Januar 1815.
.. . Se. Maj. haben bei dieser unerwarteten Nachricht
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