Full text : Amtliche Kriegsdepeschen Band 1 (1)

       
      

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unsere  Truppen  unverglelchlich  bravourös  gekämpft  und  den  Gegner  aus  mehreren
hintereinander  gelegenen  befestigten  Skellungen  mit  dem  Basonett  wlederholt  geworfen
  haben,  werden  wegen  der  im  Zuge  befindlichen  welteren  Aktionen  der  nächsten
Berichterstattung  vorbehalten.

Dotiorek,  Feldzeugmeister.  (W.  T.  B.)

21  französische  Generale  gefallen.

Bern,  23.  Oktober.  Der  „Berner  Bund“  zitiert  unter  der  Leberschrift:  „Der
Blutzoll  der  sranzösischen  Generale"  die  „Derseveranza“,  welche  die  Melbdung  bringt,
daß  bisher  wenigstens  21  französische  Generale  oder  in  Oeneralsstellungen  befindliche
Offtzlere  gefallen  seien,  darunter  vier  Divislonskommandeure:  Bridoux  (nicht  Eydouz),
§.  Kavalleriedivisson,  Battisti,  37.  Infanteriedivisson,  Raffenel,  Kolonialdivisson,  und
Marcot,  81.  Infanteriedivision  zweiter  Linie,  gesallen  am  5.  Oktober;  ferner
17  Brigadegenerale  oder  Obersten  in  Brigadekommandeurstellungen.  Auch  die
Engländer  hätten  laut  „Daily  Mail“  mehrere  Armeekorpskommandeure  verloren.

Ein  englischer  Bericht  über  die  Kämpfe  in  Nordfrankreich.  —
Drinz  Maximilian  von  Hessen  gefallen.

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9  London,  24.  Oktober.  Das  englische  Pressebureau  veröffentlicht  den  Bericht
*½  eines  Augenzeugen  aus  dem  britischen  Hauptquartier  über  die  Kämpfe  an  der  Aisne

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und  südlich  von  Nicuport.  Darin  heißt  es:  Das  Ergebnis  der  Kämpfe  war  be-  v7•t
*  friedigend,  ohne  entscheidend  zu  sein.  Der  linke  Flügel  der  Verbündeten  rückte  frotz  7*
l  des  Widerstandes  des  Feindes  an  der  Aisne  beträchtlich  vor.  An  dem  rechten  Flügel
war  das  Ziel,  dem  Druck  des  Feindes  Widerskand  zu  leissen.  Die  vom  10.  bis
8  16.  Okltober  befolgte  Taltik  stimmte  mit  der  Taktik  der  lehten  Gefechte  überein,
3  obwohl  die  Artillerie  infolge  des  Nebels  und  Regens  weniger  Anwendung  fand.  *
Die  nächtlichen  Bajonettangriffe  unserer  Patrouillen  waren  steis  von  Erfolg  gekrönt  *
Alle  Gefechte  im  Norden  haben  nur  vorbereitenden  Charalter.  Auf  dem  nördlichen
*  Geblet,  das  ganz  flach  oder  etwas  wellig  ist,  s'ind  die  Berbindungen  schlecht,  da  man  rm

*

*  stets  auf  Moraste  stößt,  durchschnitten  von  unzähligen  Kanälen  und  Deichen.  Der
*  Feind  bestand  meist  aus  Kavallerie,  unterstützt  durch  Jäger  zu  Fuß  mit  vielen
*  Maschinengewehren.  Anderwärts  steht  zahlreiche  Infantc.  2.  Viele  Häuser  sind  in
*  Verteidigungszustand  gesetzt,  indem  Schnellfeuergeschütze  in  den  Zimmern  aufgestellt
wurden.  Wir  haben  dem  Feinde  große  Verluste  beigebracht,  der,  wenn  möglich,
slilch  in  der  Dunkelheit  zurückzieht.  Ein  scharfes  Treffen  fand  an  dem  einzigen  Hügel
*  der  Gegend  bei  Mont  des  Cats  bei  Hazebrouck  statt.  Hier  fiel  Prinz  Max  von
e  Hessen,  er  wurde  mit  drei  englischen  Offizieren  auf  dem  Klosterland  begraben.
*  Südlich  Los  war  unser  Zormarsch  minder  schnell,  da  zahlreiche  Deiche  es  nötig

97  machten,  viel  Material,  wie  Leitern,  mitzuführen.  Hartnäckige  Gefechte  fanden  um
¾7  den  Besitz  der  Dörfer  skatt.  Das  Auffahren  von  Geschüben  bot  auf  diesem  Terrain
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