neue Werte und heben dadurch unfer Nationalvermögen.
.
Zentrum 6900, Haus-Aufgabe
des Kriegsausschusses besteht im allge-Sammel-=
der
Heit Jahren werden von einzelnen Sammelstellen im
Reiche große Mengen verschiedener Abfälle gesammelt und
den für die weitere Verwertung in Frage kommenden
Reschsstellen zugeführt. Aber wir wissen, daß noch
manch weitere den Haushalt nur belastende Gegenstände
aller Art vorhanden sind, die, wenn sie gesammelt werden,
dem wirtschaftlichen Leben des Reiches große Dienste
leisten können. Der Krieg hat Bedingungen geschaffen,
die es uns zur Pflicht machen, alle Vorurteile zu bekämpfen
und möglichst restlos bie vom heimischen Boden erzeugten
eßbaren Güter zu gewinnen; zu diesen rechnen auch die
Wildpflanzen, die in ihrer Mannigfaltigkeit teils eßbare
Frächte und Kräuter darstellen, teils die Ausnützung für
ndustrielle Zwecke zulassen.
Auch diese zu sammeln ist unbedingte Pflicht der
Stellen im Reich, die sich im Sammeldienst betätigen.
Aus diesem Gedanken hexaus hat die zum Kriegsamt
gehörige Abteilung für Volksernährungsfragen den
Kriegsausschuß für Sammel- und Hoelsenz
dienst ins Leben gerufen. In ihm haben sich
folgende Verbände vereins#t:
Zund Deutscher Frauenvereine, Deutsche Zentrale des
Rationalen Frauendienstes, Evangelische Frauenhilfe,
Hauptvorstand des BVaterländischen Frauenvereins, Verband
der Vereine für freiwillige Kriegshilfe, Zentrale für
Kriegshilfe der Schulen, Zentralkomikee der deutschen Vereine
vom Roten Kreuz. » »
Den Vorsitz führt die oben genannte Abteilung des
Kriegsamtes. Die Geschäftsstelle des ,Kriegsausschuß für
Sammel- und Helferdienst“ befindet sich Berlin W.
TCharlottenstraße 71, Fernruf:
anschluß 833.
Die
meinen in
1. Zusammenfassung der Sammeltätigkeit von neben
einander auf demfelben Gebiete arbeitenden Stellen,
Schulen, Verbänden und einzelnen Personen unter
möglichster Wahrung der Selbständigkeit der Verbände
usw. 1
Richtiger Verteilung-der Arbeitskräfte entsprechend
ihrer Leistungsfähigkeit unter besonderer Berücksichtigung
der Landwirtschaft.
Feststellung der Sammlungsarbeit nach ihrer kriegswirtschafuichen
Bedeutung, Anpassung an örtlich
und zeitliche Verhälinssse unter Ausschaltung unge
eigneter und unlohnender Stoffe.
Ausfüllung der Lücken in dem Ne
stellen. ««·» ·
.PreisxhenæssungundBehcmxdjzmgdecSzakysmelftoffe,
Juweisung von Werbeschriften, Aufklärung der
Haushaltungen über zweckmäßige Aufbewahrung
der zur Sammlung geeigneten Gegenstände usw.
Eine soeben erschienene „Denkschrift zur
Sammlung von Abfallstoffen und Wildfrüchten“
gibt außer allgemeinen Anweisungen auch eine
Ülebersicht über die wichtigsten Sammelgüter. Zahlreiche
Anlagen, wie farbige Tafeln von Wildgemüsen und Pilzen
dienen zur Aufklärung und Anleitung. Es werden zunächst
Küchenabsüälle, Kaffeegrund, Obstkerne, Weißdornfrüchte,
Eicheln und Kastanien, Pilze und Wildgemüse und Knochen
bebandelt. Von diesen Dingen, die entweder zumeist die
1
Küche verlassen oder in sie wandern, geht es ins Gebiet des
Gewerbes. Brennesseln, Papier-, Gummi., Kork., Weißblechabfälle,
Metalle, Glühlampensockel und endlich
Frakenhoore werden besprochen. Der Kriegsausschuß stellt
die Denkschrift gerne zur Verfügung.
I-.-.sz«., „
FKörderung der Frbeiterfürsorge durch
freiwillige Beiträge der Industrie.
Im Anschluß an die Mitteilung, daß Seine Majestät
der Kaiser eine Million Mark zur Ausgestaltung der *
sorgemaßnahmen für die in der Kriegswirtschaft tätigen
Frauen gespendet hat, ist aus Braunschweig gemeldet
worden, daß dort ber eits vor einiger Zeit Maßnahmen
eingeleitet worden sind, welche sich in ähnlicher Richtung
bewegen. Es wird darüber berichtet: .
Die Industrie des Herzogtums hat sich zu einer
großzügigen Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen, durch
die die jetzt sich vielfach verzettelnden Spenden zusammengefaßt
werden, damit durch Zentralisierung möglichst
große Einrichtungen durchgeführt werden können. Dabei
beschränkt man sich nicht auf gelegentliche Zuwendungen.
Die Industriellen haben sich vielmehr verpflichtet, durch
feste, nach der Kopfzahl derechnete Wochenbeiträge freiwillig
die Mittel zusammenzuorink en, die zur Durchführung
der Aufgaben erforderlich sind. Die Verwendung
der Mittel erfolgt unter beratender Mitwirkung der
Arbeiterschaft in der Hauptsache durch das Hraunschweigische
Landesfürsorgeamt, das zunächst eine umfassende
Fürsorge für die Arbeiterinnen- und die Arbeiterfamilien
aufgenommen hat. Mit dieser Einrichtung hat
die Brgunschweigssche Indusrie in felbstoer Weise eihe
großzügige Arbeiterfürsorge ins Leben gerufen, die in
Deutschland bahnbrechend sein dürsttte.
Es ist zu hoffen, daß nach diesem erfreulichen Borgang
auch andere Bezirke Deutschlands ähnliche Einrichtungen
treffen werden. In solchen Fällen wäre es
wünschenswert, daß die auf diese Weise gesammelten
Mittel den Kriegsamtstellen zur Verfügung gestellt werden,
da außer in Braunschweig Landesfi rsorgeämter nicht
bestehen. «
in
*,Gemäßigte franzoͤsische Kriege
5%
Kele.
Welche Kriegsziele sogar von der französischen „gemägigten"
Presse vertreten werden, geht aus einem Artikel
hervor, den Oberst Chevalier in dem von der französischen
Nationalistenpresse als pazifis lisch bezeichneten Blatt „Le
Pays“ veröffentlicht hat und in dem er erklärt, daß sämtliche
Allüerten solidarisch für ihre legitimen. Krigegiele
kämpfen müßten. Daraus ergebe sich automatisch die Einheit
der Front und der Aktion. Jeder müsse wissen, wofür
er kämpft. Denfranzölischen Soldatenwürden
die Waffen aus der Hand fallen,
wenn man i ten würde, auf
ihnen zumutetn .
Elsaß-Lothringen zu verzi chten, ebenso wie
den Italienern in bezug auf Trient und Triest und den
übrigen unterdrückten Nationen in bezug auf ihre Anabhängigkeit.
Druck: Linden Dr.
ikerei u. Verlags-Ges. m. b. H., Berlin #W. E.