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berg. Schwarzwaldkreises, am Fuß der
Achalm, berühmt durch den Sieg des
Schwäbischen Städtebunds über den Grafen
Ulrich von Gürttemberg, den Sohn
Eberhards des Greiners, 21. Mai 1377.
Rezonville (pr. rösongwil), Dorf im
deutschen Bezirk Lothringen, Landkreis
Metz, Kanton Gorze, östlich von Vionville,
an der Straße von Metz nach Verdun,
war 16. Aug. 1870 Mittelpunkt der fran-Büllchen.
Stellung in der Schlacht bei
ionville (s. d.).
RKheinbund, Bündnis deutscher Mittelund
Kleinstaaten unter dem Protektorat
Napoleons I. (1806—13). Der Preßburger
Friede vom 26. Okt 1805 trennte
die bisherigen Kurfürsten von Bayern,
Württemberg und Baden, denen die Souveränität
(den beiden ersten zugleich mit
der Königswürde) erteilt wurde, vom
Reichsverband und legte dem Kaiser die
Verpflichtung auf, ihre Maßregeln zu
irgend einer politischen Organisation in
keiner Weise zu hindern. Schon im
jahr 1806 ließ Napoleon im Einverständnis
mit den genannten Fürsten und unter
Mitwirkung des Kurerzkanzlers v. Dalberß
(s. d.) und des bayrischen Ministers
v. Montgelas (s. d.) durch Talleyrand den
Entwurf zu einem Sonderbund der kleinern
dellischen Staaten ausarbeiten. Am
1. Aug. erklärten 16 deutsche Fürsten (die
Könige von Bayern und Württemberg, der
Kurerzkanzler, der Kurfürst von Baden,
der Herzog von Berg, der Landgraf von
Hessen -Darmstadt, die Fürsten von Nassau-Usingen,
Nassau-Weilburg, Hohenzollern-Hechingen,
Hohenzollern-Sigmaringen,
Salm-Salm und Salm-Kyrburg,
der Herzogvon Arenberg, die Fürsten
von Isenburg-Birstein und von Nechtenstein
und der Graf von und zu der Leyen)
förmlich ihre Trennung vom Reich, nachdem
sie 12. Juli 1806 den R. geschlossen
atten. Nachden Bestimmungen der Rheinundsakte,
die 17. Juli zu Paris untereichnct
wurde, erhielt der Kurfürst von
ainz den Titel eines Fürsten-Primas;
der Kurfürst von Baden, der Landgraf von
Hessen-Darmstadt und der Herzagnanerg
zustten die großherzogliche Würde; der
Fürst von Nassau-Usingen nahm den Titel
E
Rezonville — Rheinbund.
eines Herzogs, der Graf von der Leyen den
Rang eines Härsten an; Napoleon I aber
nannte sich Protektor des Bundes. Durch
die Errichtung des Rheinbunds verloren
Nürnberg, das an Bayern und Frankfurt
a. M., das an den Fürsten-Primas kam,
ihre politische Selbständigkeit; die Fürsten
von Oranien-Fulda, Hohenlohe, Schwarzenberg,
Löwenstein, Leiningen, Thurn
und Taxis, Lobkowitz, Salm, Wied, Ottinen,
Jugzer. Metternich, Truchseß-Waldurg,
Fürstenberg, Solms, der Landgraf
von Hessen-Oomburg, viele reichsgräfliche
und alle noch übrigen reichsritterschaftlichen
Familien wurden mediatisiert und
der Landeshoheit der Rheinbundsfürsten
unterworfen.
Die Mitglieder des Bundes, Frankreich
mit einbegriffen, verpflichteten sich zu bagenseitiger
Unterstützung und hatten im
riegsfall eine bestimmte Anzahl von
Hilfstruppen zu stellen. Üüber Bundesangelegenheiten
waren Beratungen zu Frankurt
a. M. in Aussicht genommen, und
zwar sollte die Bundesversammlung aus
zwei Kollegien, dem königlichen, in welchem
auch die Großhe "er ihren Sitz haben
sollten, und dem 1 lichen, bestehen.
Präsident der ganzen Versammlung und
des königlichen Kollegiums insbesondere
war der Fürst-Primas, Vorsitzender des
fürstlichen Kollegiums der Herzog von
Nassau-Usingen. Doch ist diese Bundesversammlun
nie zusammengetreten. Noch
n demselben Jahr traten dem Bund bei:
der Kurfürst von Würzburg, der neue
König von Sachsen und die fünf sächsischen
Herzöge, ferner 1807 die beiden Fürsten
von Schwarzburg, die drei Heite e von
Anhalt, die Frhen von Lippe-Detmold
und Schaumburg#ippe und die Körsten
von Reuß, dann der König von alen,
endlich 1808 die 5 von beiden
Mecklenburg und von Oldenburg. Als
Napoleon 1810 einen Teil des nordwestlichen
Deutschland seinem Kaiserreich einverleibte,
umfaßte der R. noch 326,000km
(fast soviel als das heutige Preußen) mit
14½ Mill. Einw. und verfügte über eine
Bundesarmee von 119,000 Mann, wozu
von Frankreich 200,000 Mann stoßen
sollten. Der Bund war von Napoleon