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noch nicht sehr gohaͤssig, selbst da man die Unbrauchhaxkeit
der sogenannten Roß-Dienste, die dem Edelmann damit
belohnt werden sollten, schon wahrzunchmen anfieng, denn
auch der Clerus genoß Frciheiren, die, wenn man einmal
strenge ausgleichen wollte, nicht besiehen konnten. Hier
sprach also ein Theil für den andern, und eine Ungleichheit,
die der Bürger und der Bauer nicht täglich empfand,
und die ihm noch keine Volkspolitiker vorrechneten, schien
damals kein Druck zu seyn, über den man zu klagen Ursache
fand. Rux bei aussexordentlichen= Fällen, wo wirklich
große Noth war, mußte der Adel billig nie von seinen
Vorrchhten sprechen. ·
Es, that weit mehr wehe, wenn man sah, wie die
Gelder, die der Adel als Pächter vieler schonen koniglichen
Domanial-Ländereien zu zahlen hatte, immer mehr abnahmen#),
und oft. so gemäßigt auch der Anschlag war,
doch noch langehin im Reste blieben. Man fühlte es nicht
blos als Härte, sondern als Ungerechtigkeit, wenn man
die Immunitäten ansah, die der Adel bei gewinnvollen
Gewerben, die man billig auch dem dritten Stande frei
hätte lassen sollen, vor Bürgern und Bauern genoß. Es
schien unerträglich, wenn man sah, wie er seine Acciseund
Zoll-Freiheit nützte, wie er für ein geringes Geld
5 iegels Versuch einer Geschichte Christiaus V. C(Coppenb.0
1795.) S. 576. „Sämmtliche königliche Lehne in Seeland
„brachten Christian IV. 35,787 Rehlr. ein, und Friedrich III.
„erhielt vor der Souverainetät kaum 10,080 Rthlr.“ Ungern
entlehne ich Data. aus diesem. Buch, weil der. Verfalser überall
so bitter und oft so ungerecht ist, daß man fast auf den Argwohn
gerathen muß, ob ihm nicht auch schon beim Sammeln
seiner Nachrichten die Leidenschaft mitgespielt habe. Schade
(für den guten Kopf!