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die ganze Welt gewonnen hätte und könnte nicht
in gegenseitiger dienender Liebe des Gewonnenen
froh werden! — Der Krieg ist die gewaltigste Predigt
über die zwei Gesetze. Eindringlicher als irgend
etwas anderes bringt er uns zum Bewußtsein, daß
wir hindurchdringen müssen zum Gehorsam gegen
das zweite. Am ersten allein würden wir zugrunde
gehen.
6. Der Krieg macht überwältigend offenbar
das Grundgesetz der sittlichen Weltordnung: „Was
der Mensch sät, das wird er ernten.
Was die Bölker säen, das werden
sie ernten."“ Wenn wir mit gotterleuchteten
Augen die Geschichte der Bölker betrachten und bis
in die Tiefe ergründen könnten, würden wir Wunderbares
und Erschütterndes entdecken über gute Aussaat
und herrliche Ernte, über böse Aussaat und
schlimme Ernte. Welch ein Schauspiel wäre es,
wenn im Lichte dieses Wortes die Geschichte
Frankreichs von der Bartholomäusnacht bis zum
heutigen Tag an unsern Augen vorüberzöge! Und
abermals welch ein Schauspiel, wenn im Lichte
jenes Worts sich uns der eherne Zusammenhang
der Geschichte Englands enthüllte seit dem Tage,
da es seinen Bundesgenossen, Friedrich den Großen,
im Stiche ließ und verriet, — oder nur auch seit dem
Tage, an dem das Oberhaus den Peiniger Indiens,
Warren Hastings, einer bedenklichen Staateraison
zulieb freisprach!
7. Der Krieg erweist sich in hundert Richtungen
als Gericht über das Morsche und Schlechte, und er
ruft dem Gesunden und Tüchtigen. Damit tritt
die heilschaffende, dem Gottesreich bahnmachende