I Summer 155
Steinberg des Königs aus dem fabelhaft alien
Jahrgang 1540. Die Teilnehmer, uneer ihnen
die bekannten „Zungenpröbler“ Thomas Koh,
ler und Wilhelm Weißer, urteilten uber Beschafsenheit
und Erhaltung der Kosiproben. Die
Königsweine von 1728, 1631 und 1540 wanren
wider Erwarten nicht „hochfarbig“, auch war
die Säure nicht aufgezehrt. Ein Behugen jur
die Zunge tonmten sie durch ihr kanoni.
sches Alter nicht mehr hervorrufen. Für den
Weinlenner, wie Geschichtsfreund, war oiese
eigenartige Probe, die ähnlich wohl niemals
stattgefunden haben mag, ein denklürdiges Ereignis,
denn als? Zzum Schluß ei ul ber Deioeheimer
Kränzler als „Ausschwenler“ zeschäukt
wurde, hatten die Teilnehmer „Kinder“ aus fünf
Jahrhunderten gelosilet.
Sweibrücken, 3. Juli. Ueber eine jiensa.
tionelle Wendung in der Mordassäre Löwenthal
wußten Zweibrücker Blätter zu berichten.
Nach dieser Deutung soll die Mordaffäre nichts
weiter als ein Gaunertrick sein. Es war von
einem gefässchten Scheck die Rede, der abzehob##en
worden sei und es wurde die hiermutung ausgelprochen,
daß Löwenihal, um sich der Militurpflicht
zu entziehen, in? Ausland geflüchiel, aiso
gar nicht ermordelt worden sei. Ganz abgesehen
dovon. dann Löwenthal gar teine Verankassung
hotte, zu em'lichen, weil er nur arbeitsverwendungsfähig
warr, entspricht auch die Meldung von
dem gefälschten Scheck gar nicht den Tatsachen.
Die 42 On0 Mart hatte sich Löwenthal von seinen
Angebörigen telegraphisch überweisen lassen.
Da der ganze Betrag nicht der Postlasse ent.
nommen werden lonnte, stilite das Postamt einen
Sched aus, der im Hotel, in dem Löwenthal
wohnte. abgegeben und von der Inhaberin des
Hote.s persönlich Löwenthal übergeben wurde.
Am gleichen Tag, am 2. Juni, noch hob Löwen.
thai das Geld bei der K. Filialbant ab. Daraus
geht hervor, daß es mit der sensationellen Wendun
nichte i#t, fur die auch sonst durd die Untersuchun
nicht die ge eringsten (Hrunolagen erbracht
find; es sieht vielmehr seil, daß Löwenthal das
Opler eines Verbrechens geworden iit, wenn es
auch noch nicht gelang. die Mordafsäre auf.
zuklären. Mit jedem Tag wiro die Hoffnung,
die Leiche zu funden, geringer und die Spuren
verwischen sichi immer mehr. Die beiden unter dem
dringenden Verdacht der Täterschaft Verhaitelen,
Vater und Sohn Gebhard leugnen immer
noch hartnädig.
Bewerisches Oberlans.
Micsbach, 8. Juli. Das katholische Pfair.
amt Miesbach hal ein neues Stlolgebuhrenre
gulativ. aufgestellt, melches gegenüber dem bis.
berigen längit veralteten und unzeitgemäß gewordenen
Niegujativ Crhöhungen von 30 Prezem
vorsieht. Der Magistrat erhob dagegen
keine Einwendunge
arrischzell, 9 Jull. Altbürgermesster Og.
Acher seierte heule seinen 66. Geburtslag.
Wahrend seines eifrigen Wirkens als Bürgermeistet
hat er sich um die Gemeinde und das
Zeller Tal grofe Verdienst: erworben. Vor alm
arbeitete er unermüdlich für o#e Wildbachverbauung
im zelier Tal und für den Bannbau.
Steter Dank ist ihm im ganzen Lande sicher.
wWasserburg, 3. Juli. Eine wertvolle Lr#rchenfigur
wurde aus der Kirch: in Attel, Bll.
Wasserburg. gestohlen. Es handelt sich um eine
hboligeschnitzte Muttergotleotigur aus. der Rak?-lozeit,
die 50 60 Zim. hoch ist. Die Figur
tragt einen Mamel und irägt in der linlen Hand
ein zepter. stützt den rechten Fuß auf einen
Drachen und den linlen auf der Mondsichel auf.
Der Dieb hat an Stelle der gestohlenen Figur,
" bie 4000 Marl werr ist., eine andere Multergotessigur
b ngesielil, werhalb der Diebstahl erst
W einiger Zeit bemerkt wurde.
Mühldorf, 8. Juli. Verhaftet wurde die
21 jährige ledige Kellmerin Elise Thalmeier in
Sapnannslirchen. Sie ist eines Verbrechens der
Kindsabtreibung beschuldigt und scheim mit einer
Münchener Engelmacherin in Verbindung geslanden
zu haben. Die Gendarmerie fand das
Kind. das nach der Geburt gelebt hat, in der
Abortgrube.
Altötting, 8. Juli. Ein schweres Unglüc
sorderte in Alzgern drei Menschenleben. Die
Muhlenbesitzersehefrtau Magd. Schmid wollte
mit ihren zwei jüngeren Töchtern von vier u.
zehn Jahren, von denen die letztere am Samstag
in Neuötting gefirmt werden sollte, mit
der Fähre über den Inn. Ein kriegsgesangener
ranzose leulte das Fahrzeug. Inmitten des
Skusses kippte plößzlich das Fahrzeu um. Die
reißenden Wellen verschlangen die Ueberfahrenden;
die Frau mit ihren zwei Tochtern ertrank,
der triegegefangene Franzose konnte sich durch
Schwimmen ans Ufer retten. Die Firmpati: i.
die am Peracher Ufer die Ankunft der Familie
Schmid erwartete, mufste das entsetzliche Unmück
mit anschen. Der Ehemann der, xnerunni
ch Landshut einberufen. 2 Sohne
lehen um aunsch, n use ist nur noch eine 19-sährige
Tochter. Wie ein kriegsgesangener Franzose
zum Fährmann besteklt wurde, ist nicht ohne
Mesteres zu verstehen.
Kufstein, 8. Jusi. Durch Sianhalterriver.
ordnung wird die Verabreichung von Fleischmeil
## 11 U# Kbh
P
üd) in Gastwirtschaften sowie die Abgabe von
mehr als einem Fleischgericht an jeden Gasl bei
einer Mallzeit verboten.
—————
Rosenheim, 9. Juli.
Auszeichnungen im Felde. Der Vabnwärterssohn
Engelbert Pawaacher aus Hol k.rchin,
der bis zum Kriegsausbrud, etli che Jahre
Bauernlnecht in Sonnenltiten aus dem Zamer--berg
war, ist mit dem Eisernen Kreuz2 Klcise
ausgezeichnet worden jer rückte im Novembe:
vorigen Jahres ins Felo und sieht im Ins.-r. b-Reg.
Der Unteroffizjer Hans Bauer in esn#m
Res.- Ins.-Reg., der schon 1915 das Militäroer
dieustireuz 3. Kl. mit der Krone und mit
Schwertern erhielt, und sein Bruder, der
Pionier Freitz Bauer, wurden m.t dem Eiter###n
Kreu= 2. Klaise ausgezeichnet; sie sind Söhne der
Schleiners Fritz Bauer in Prien.
Diözesannachrid,ien. Anweisung erhiellen:
der Kgadjutor in Prien Pr. J#1. Hohner
al: 2. Kooperater in Ebersberg; der Mus-Uilispriesier
in Prien Korbinian Wildenrolber
als Koadjutor daselbst; am 28. Juni der Kooperat###
in Prien Pr. Max Hertle als 3. Ko#-peratot
an der Domlirche in München; der
Kooperater in Buchbach Pr. Joseph Aicher #1
Kooperator in Prien; der Pfarruvikar in Prulltina
Pr. Georg Elbl als Kooperator in Buchbach;
der Aushilfepriester i in Surberg Pr. Joh.
Schwar;z als Koadjutor in Oberauoorf Gogdin
tor Pr. Joh. Bapt. Greimel rückt auf die K
neraturslelle vor, nachdem Ko#perator r. .
hann Ev. Meier auf Aen ue woi-·
den); der Missorius in Zangberg Pr. Joseph
Schneeweis als Koadjutor in Prbiire
Die Bayerische Handelsbank Filial-Rosenheim
gibt im Anzeigenteil belannt, daß vie
noch nich! ausgehändigten Stücke der 5. Krieg:
auleihe gegen Vorzeigung der Rechnung in
Empfang genommen merden tönnen. Valdige
Abhehung ist erwünscht.
GGlodenabschied. Mit der Abnahme der
Glecken der ltath. Sladipfarrlirche wird em
Mittwoch be Anunen. Infelg: dessen smd# am
Dienslag. abends Uhr.
dacht mit vGleenpredbigs- slail. Dem
läuien geh:n an diesem Tage noch ein **:
flundiger Abschiedegelänte voraus. Das loaigoi
sche Rosenieeim wird an beeser geschichtlichen Absiedseler
secherlich zahlreich teienehmen.
Eine der älteisten Glocen der Dis
zese hängt im Kirchlein zu Füritati. Sie Ird #
am Halte in Majusseln eine J Varift. welche in
deulscher Ueberĩetzung lautet: „O König der
Heirlichleil, loamm mit dem Frieden!“ Diese 1.
schrift enhaf: die Buchflaben, welcke die -
zahl 1272 zusammenzählen laisen. Ein Fachmann.
der lürilich die Glocke besichtiate. balrjedoch
das Alier der Glocke um fait 100 Jahre
zu hoch, hie Abiirfte um 1350 gegossen worden
sein.
Lhüberlauf auf dem Ailtualiem
marki Der Polizeiwache wurde von einer
Bäiucrin, die den Vitstualienmarkt regelmät
mi Ornt * schit, die Mitleilung gemachl, daß
anu dem Land in der Umgebung der St####
sich Obslauflauser bemerlbar machen, die den
Vauern vormachen, das sie an sonfst niema:?
Obsl verlaufen dürfen, als an die Aufkäuf'r u.
raß es verboten ist, in die Stadt, insbe sondere
auf den hie#tigen Viktualienmarkt, Obst zum?
lauf bereinzubringen. Auf Aufrage hat das h'e
sige Bezirl Sami dem Siadimagsstral mitgeieilt,
dan ein berarliges Verbot nicht erlassen i### und
die Lanobevolkerung Obit anilandslos in d. n
hicsigen Stadtbezirk und auf den hiefigen Viltualicnmarkt
zum Verkaufe bringen lann.
Preistreibereien sollen auf dem J#
bennisbeetenmarkt verscht werden. Wenigstens
wird von verschiedener Seite bei uns Klage darüber
gejführ!. Es wurden uns oabei Preise genannt.
die 70 Pfg. für das Pfund übecsleigen.
Das Bezirlsamt Rosenheim hat den Kleinhan.
delspreis auf 34 Pfg. festgesetzt. Die Beröffenlichung
der Höchslpreise für Gemüse und Ohst
für die Stadt Rosenheim steht unmittelbar bevor.
Dadurch ist dann den Preistreihereien ein
Ricgel vorgeschoben.
Gemüselonserven. Eine Bekanntmachung
im Reichskanzler verbietet, wie uns
ein eigener Drahtbericht meldet, die gewerbsmäßige
Verarbeitung reiser Erdsen zu Gemüselomerven,
sowie die gewerbsmäßige Heritellung
von Gemüsekonserven mit Fektzusatz.
Ein Brotersatzmittel? Wie öfslerreichische
Blätier melden, hat der Villenbesitzer
Pugl in Gösting ein Mischmittel erfunden, das
eeignet erscheint, eine durchgreifende Reaem
in der Broterzeugung zu ermöglichen. Die
kur Verfügung stehende Substanz, die lich leicht
wermahben läßt, pringt eine so wesemliche En.
sparnio an Mehl, daß das heutige Bronneh#l
nur bis zur Hälfte verwendet zu werden braucht.
Der neue Zusatz, ein Naturprodukt, ist nicht nur
scmashaft, sondern enthäst auch bedeuie nden
Nährwert und wirtt gesundheilfördernd. Durch
die Mischung soll Gewähr dafür geboten sein,
daß wir über zwei Jahre mit Brot versehen
werden können. Wir wollen lieber noch ab-
Ver-
waiten, wie dieses Ersatzmittel sich bewähren
Ki#d.
.— — 4 ·
Nosenhemer Anzeiger
Der zweite Julisonntag brachte tags.
über schwüles, trübes Wetier, das abende in
(bewilter und ergiebigem Regen seine Fortset
zunn hatte. Von 6 Uhr ab regnete # in 3 #
men Ern#in ipater Nacht ließ der Rig###mider
nach.
Die Ernte ist im Inntal in vollem Cu#n
ge. Auf den Verahohen beim Kloner An end
bei Wasserburg wurde mi dem Kor#hn b.-aunnen.
Der Körnerertrag versprich! „u zu
wüutden.
Cinbruch. An der Nacht vom 7. auf 6.
Juli. zwischen 12 und 1 Uhr. versuchten mei
W'anne bei Bälcereibesitzer Thamner in kter
Münchenerilrafe einzumeigen und hallen bere'1:
ein Feniler ausgehoben. Die Diebe wurden
bemertl. mit einem Hund. verfolgl. urd von hm
veimunch mehrmals gebissen. Se ließen ei ##cn
grönen Rutsack, 1 Paar Schnurschuh: und einen
Schuh zurück.
Feldfrevel. In der Nacht zum 8. Juli
würden einem Vahnbedienileten, wohihast Jür—
jtätt 32. mehrere Aartoifelnote aus qerttfen. Die
Täütein sollen Soldaten sein, die ven der Sanierungsanstalt
über die Wiesen in der Richtung
gegen den Ziegelftadel gehen.
Ein Fahrraddieb. Ein Dienstlnecht von
Bernau wurde wegen Fahrraddiebstahls seil enommen
musik und Thealer.
Operetten Gaitspiel. Bis zu Rriegsbeginn
waren wir mel’rere Jahre in der ange
nelmen Lage. ein elwa einmonatliches Operetten
Gaitspiel in unserem Thealer zu sehen. Es war
das Landshuter Operetien-Ensemble, das uns
damals alljährlich besuchte, Gutcs bot u. schöne
Erfolge erzielte. Der Krieg hat dies geändert;
EEELLIIIEIIE;iII»EDDII
spiel Verstellungen. auf gediegen? Operetten
mußten wir aber in der Hauprfache ver ichlen.
lUmsso erfreulicher il es, daß jen wieder ein An
fong gemacht wurde. Die Landohnter ÖOper
eile. die uns vor wenigen Wochen in so ge
failiger Auffulrung dar „Dreinaderlhaus“ ver
mitteine, iam mit Dr. Ouedtienseldt setzt wieder
zu une, um uns mit der böstlichnen. werivolluen
und zugiräftionen ailer Ovperetten, der „Flederninu“
von Sitrank, iu erfreuen. Keine ikrer
jungeren chweilern lann sich beiüglich der Er
folges auch nur annähernd mit ihr mes'en. Das
fer gut besuchte. j## aus##erlaute Oaus und
die in ihm herrichende Beisallelun ederen ouch
diesmal wieder eine deutliche und die Wakrheit
dieies Ureils heflntigende Spralhe. Je lüch:iger
die Kräfte, die minrmirten, umio besser lann das
Publilum wahrnehmen, welche Perlen Stirauß
4½ dem Schane seiner Erfindungstraft gerade
in der „Fledermaus’ hervorgenoll hut. Das
Landshuter Gaitspiel bo: uns eine voliwertige
Vortktellung. die allgem. Anerker unnng verdienl.
Den Eisennein spielte Dfreiter # Quedienfeldt
mil Meülerschafi, wie u#r fie schon von seinen
Schuberi im „Dreimaderthaus'“ leunen. I
schaufrielerischer Hinischt konm: man sich einen
liebenswurdigeren Schwerenoier und alie Si
lnationen beberrschenden Lebemann laum mun
schen. Daneben iragt eine llangvolle Stimme
—
und musikalische Sicherhei: seine Rolle. Eine
auegezeichnete Rosalinde war Marth.: Oil. Si#
wusiie sowohl durch gute schauspielerische RNusgeistallung
der Partie als auch durch deren brach
lige musikaliiche Ausführung das Interesse fur
sie zu erwecken und zu erhalten. Ibr gesanpliches
Können irat besonders in dem sechnische Schwir
rigkeiten enthaltenden Czarzdas im zweiten Akt
heroor, der ihr Beifall auf offener Bühne ein
brachte. Als Adele lernten wird Elsbell Tannen
berg kennen. Fur die Rolle der „Krone aller
Stubenmadchen“ beijint sie eine frisch und ange.
nelm kungende Slimme, gefällige Spiel und
eines, wus das Fledermaus Stubenmadchen vor
allem braucht: Lemperament, das ihr namentlich
bei der Talentprobe im 3. Akl sohr zu itatten kam.
Sie gab sich immer „voller Lebenslun“, wie es
die dem „Koönig aller Weine“ huldigende Opite.
verlangt. Der Gefängnisdirekior war mit Georg
Brandl ebenfalls vorzüglich besetzt. Er füllte
seinen Platz volllommen aus und brachte namentlich
seine groste Szene im dritten All zu überaus
erheiternder Wirtung. Lob verdiente wuich auch
Elobeth Gugel als Prinz Orlofstn. Die Rolle
des Frosch verleitet leicht zu Uebertreibungen:
Fritz Schober vermittelte sie uns in satten Farben,
er verstand es, die Lacher immer auf seine
Seite zu bringen, und das genügl. Fred Herbert
(Alfred) Bätie mit weniger Geste mehr geboten.
Richard Hori# (Falke) und Gusitav Melch
(Blind) stellten sich gul in das Gesamtspiel und
lrugen zum Gelingen des Ganzen redlich bei.
Dr. Ouedtenseldt hat die Opereite vorzüglich
in Szene gesetzt, Kapellmeister Kurt Grebe blieb
der musikalischen Leilung nichts schuldig und das
Orchester, zu dem noch Kräfte unserer Militär.
kapelle zählten, verhalsen der prickelnden Mulik
von Strauß zu voller Wirkung. Es soll uns
freuen, die Landshuter Operette noch öfters
kier zu hören. Wie wir erfahren, finde ein zweites
Gastspiel bereits am sommenden Freilag
slal!l; es wird uns die neue Opereite „Kriegsmädel“
bringen. Sicherlich wird auch diese Vor.
stellung wieder allgemein Anklang finden.
A. H. R.
Dienstag, 10. Juli 1917
AILI
kr. A. Am Abend des 7. Januar 1917 er.
luhr wahrend des Gesechtes bei P. Ersatzreser
bil! und Kranlsentroger der 3. Kompagnie eines
Jnsanterie Regimentes Peter Eisenberger, Forslarbeiler
von Eitenhaufen, B. A. Traunstein,
cin vor der Front der Nachbartruppe liegender
Schwerverwumeter laeune wegen flarken Raschi
neigeuchr und Infanleriefeners nicht geborgen
merden, und #mmachle sich ohne janges Be
sinnen mil einem Kameraden aus, um Rettung
zu bringen. SObmohi die Russen u mand
hellen Winternacht bei dem geringieen Gerdusch,
da-. der Inarrende Schnee verurfachte, zu schichen
begannen, duro)watete Cüenberger mei Bächt
unv erreichte alucklich den Aerleyten. Äuf da'-#rrabredete
zeichen folzie auch sein Gesjährte:
mu veteinten Kräften gelonz es beiden, den drei
such verwundeten und in der ütengen Källe
schmeriler Lebenegesahr auegesehlen Kameraden
iu Sicherheil zu bringen, ohmohl eie Nu#en sie
hem Ucherschreiten eine Hanges lur vo vor der
eidenen Siellung noch mi: miutendem Feuer uher
schulteten. Ert lurz morr mil dem iiernen
Ktenz ausge geichnet, erbienn Eisenherger Lie Sil,
heine Medailte.
Der Weltkrieg.
[###tbe |1
Beim Reichskaniler.
Beriin. J. Juli. Der Reichskanzler hai nach
der, „Vossischen Zeiiung“ geflern cinige führende
Abgeordneie und am späten Abend den Vorsit
zenden des Haushallsaueschusses. Dr. Spalm,
bel sich gesehen. Am ipaten Abend hat das
preusiische St#aatminiterium eine Sisung abge-#allien.
Erzberger dei Kaiser Karl.
r*-- Ab#gcordielter Erzber zer
weille vor einigen Tagpen in Wien und wurde
wie verlaulet, ven Kaiser Karl in Audienz emp
sangen.
en, #.
Juli.5
Neuce ! Vool-Erfolgc.
ihrn. Beri:#. (. Juli Durch die TLaiigleit
unierer U Booire wurden m Sperrgediet um
Cnglaud w'iederu# 2 5/1/2„ Br. N. Tonnen ver
bischl,. Unter den veriumtien Echiffen befenden
sich D Dampter. e in (Kelcitmgen führe 4
von ilnen wurden ur ein und demselben Ge.
leilug keraugeschonen.
Der Vertei: elricg.
(MAnnnn
Reich. 115
in
Stullzar:i, 9 Juli. Der # #;.
abgcordnete Hillenbrandt ertaide ün einet
sprach daß de Boa im Hau#
Reichetager#um erten m“2“29 -
mkhrltmiuvdicJänfoiiusisrcssEinsichtextscsi«"L-ern-D.91.1s1g.-tl’ic«q«·
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zwingen wol.e Das, de Reg#:-runz
sich jent deren finden werdc. bezweltie er
nicht. Er wisse, warum er es nicht deweisle.
Nor groien rrlaitien
Koln. 9. Juli. Die .. Koin. Boillek E
richic!: Die d.e#malig: agung des l rilir
wirr nach den Auesprachen im Dauprhallzaus#-schun
und den Fraklionen viel eich den Annß
zu Ereignissen von historischer Bedeutung geb.n.
War dert aurgeiirrochen. ####l#um und besch! #-sen
worden in, find nur Auestahlungen ron
Entwicklungen, deren Ende nicht abzuschen #n,
wenn nicht rechtzeit qg mit starler Hand in die
Creigni ie eingegrifsen. dem Voll längst er##nttete
Zugestandnisse gemachl, nad, außen hin eber
mit Zielbewuftsein und mehr Geschich als bishrt
die Möglichleit cines baldigen Friedensschiu'se
ausgenüm würde.
Der Fliegerangriff auf London.
London, 9. Juli. (Reuter). Der Lislengriss
auf London war der großte, der bisher
stallgefunden balte. Die seindlichen Flugzeuge
näherlen sich langsam wie in einem feierlichen
Aufzug und bewegien sich spmmetrisch fort. Sie
schienen den Hagel von (Granaten, die um sie
herum platzten, zu verachten. Sie flogen in geschlossenen
Gliedern und sehr niedrig. Nur die
Flugzeuge in der Mitte warfen Bomben ab, die
an der Außenseile dienten zur Deckung. Der
Feind biieb 12 15 Minuten über der City. Er
legte oußerordentliche Kühnheit an den Tag,
denn bei dem niedrigen Flug war er in großer
Gefahr.
Wetierbericht für Dienstag, den 10. Juli 1917:
Gewitterliche Begoôlkung, lokale Hewitter
g.. [ –pen 4 ..- — 4
aci