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reich, wenn es das Deutschthum über dem Rhein nicht schützen
wollte, es im Osten wenigstens hätte ausdehnen sollen.
Der Besitz nichtdeutscher Kronländer konnte ihm niemals,
wie alt derselbe auch schon seyn mochte, volle Sicherheit für die
Zukunft gewähren, davon hätten es die wiederholten blutigen
Empörungen in Böhmen und Ungarn längst überzeugen sollen.
Es hätte wenigstens Böhmen und Mähren, wenigstens Steiermark,
Kärnthen und Krain vollständig germanisiren sollen, wozu
es Jahrhunderte Zeit hatte. Auch die schmale, aber wichtige Küste
Dalmatiens hätte es um so leichter germanisiren können, als
ihre Bevölkerung wenig zahlreich ist. Wenn es zur rechten Zeit
durch Ungarn große Verkehrswege nach den untern Donauländern
geöffnet, die Naturschätze dieser Länder dem europäischen Markt
zugänglich gemacht hätte, so würde es sich diese Länder befreundet
haben und mit einer deutschen Colonisation eher am schwarzen
Meer angekommen seyn, als Rußland mit der seinigen. Die
Germanisirung würde auch ohne Eroberung der Civilisation und
den materiellen Interessen auf ihrem natürlichen Wege gefolgt
seyn. Was vom nördlichen Deutschland aus den Niedersachsen,
der Hansa, dem deutschen Orden, später den Kurfürsten von
Sachsen und Brandenburg im Geschäft der-Germanisirung gelungen
ist, warum hätte es nicht auch Oesterreich, wenn es nur
gewollt hätte, von Süddeutschland aus gelingen können? Wurden
nicht alle Slavenländer ostwärts von der Saale und Elbe bis
weit über die Oder hinaus, wurden nicht alle Südküsten der
Ostsee bis tief in den finnischen Meerbusen hinein germanisirt?
Oesterreich hätte sich ähnlicher Erfolge im Süden erfreuen können,
wenn es keine romanische, sondern eine deutsche Politik getrieben
hätte. Hätte es da germanisirt, so würden dem Prinzen
Eugenius seine Siege an der untern Donau noch ungemein
erleichtert worden seyn, und jedenfalls würden sie bessere Früchte
getragen haben.