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lauten Klage, wie viel sie bisher fuͤr den Herzog gethan
bätten, was er ihnen wiederholt versprochen habe, wie sich
statt Erfüllung dieser Versprechen neue Beschwerden auf alte
häuften. Alle Negociationskünsie sind vergeblich, wenn einmal
in einer solchen Versammlung ein Geist des entschlossenen
Widerspruchs weht, und für das einzige noch übrige
Mittel, durch langsamzaudernde Unterhandlungen endlich
Uneinigkeit und Parthiegeist zu erregen, war Friedrich viel
zu cholerisch, er befahl den Landtagsdeputirten aus einander
zu gehen, die beiden Doctoren der Rechte, welche den Landständen
als Consulenten dienten, mußten ihre Dienste verlassen,
der Herzog schien zum Aeussersten entschlossen.
Man muß sich wundern, daß er sich nach einem solchen
Vorgang doch noch zu cinem neuen Landtag bewegen
ließ, und daß er kein ander Mittel zu haben glaubte
seinen Zweck zu erreichen als eine Landtagsverwilligung.
Wie wenn das gültiger seyn könnte, was ein hochst constitutionswidriger
Landtag gestattet als was mit Gewalt erzwungen
wird. An die vornehmsten Städt' und Aemter schickte
der Herzog vorläufig einige Räthe, die ihnen in seinem
Namen sagen sollten, was seines gnädigsten Wohlgefallens
sey. Wer von den Prälaten etwa so entschlossen schien, wie
der ehemalige Hofprediger Bidembach, der wurde gar nicht
gerufen, und damit auch diese ausgelesenen Landtagsdepntirten
nicht durch das Veispiel ihrer Vorgänger ermuntert
werden mochten, so mußten sie in Gegenwart des Herzogs
votiren, und Enzlin spielte den Direktor der Versammlung.
Schade daß wir nicht recht viele einzelne Züge
der Geschichte dieser Berathschlagung wissen, ob es dann
unter allen keiner gewagt hat, gerade in Gegenwart des
Herzogs, gerade weil jetzt er selbst unmittelbar die Vorstel=