Theo1.143— 147 319
Theol.146 175 Bl. zu 151/; : 101/, em rothe oder roth
unterstrichene Überschriften u. dgl. 1521 vorn und hinten je ein
Pergamentblatt aus einer Hs. des XII Jahrlı., kanonistischen Inhalts
Bl.1 Alphabetum trinitatis habet 24 litteras et 72 virtutes et
tot vicia eis opposita . .: alphabetische Tabelle derselben nebst Erläuterung
an einigen Beispielen, wie für mancherlei Fragen aus der
Tabelle Antwort zu erhalten sei.
Bl.4b Dispositionen und kurze Inhaltsangaben für die Behandlung
einer Reihe von Predigttexten, in lateinischer Sprache.
Anfang “Tres unum sunt, Johannes ultimo’.
Bl.40 Capitula totius bibliae secundum ordinem alphabeti.
In den ersten Worten der Inhaltsaugaben der einzelnen Capitel
kehren innerhalb eines jeden Buches der Reihe nach die Anfangsbuchstaben
A bis U wieder. Voran geht eine kurze Einleitung
“Vas eterne eleetionis, sacrarium divinae sanctificacionis’. Am
Schluss (Bl.66b) “Expliciunt capitula tocius biblie seeundum ordinem
alphabeti per fratrem Gallum Frisch de Campidona a d. 1521 in die
inveneionis sancte erucis ante prandium’. Daran direkt anschliessend
und ohne besondere Überschriften Gebete (zum Theil
deutsch), Predigten, Recepte (Contra morpheam, Contra pestem) u. dgl.
B1.96 Opus trivium perutilium divisionum (für Predigten) de tempore
cum concordanciis biblie: mit Advent beginnend (“Evangelio
hodierno pro nostra instruccione’); Bl.128 opus trivium de sanctis;
Bl.168 commune sanctorum et primo de viduis; am Schluss (Bl.175b)
“Explieit commune sanctorum per fr. Gallum Frisch de Campidona
ord. minorum in conventu Moguntino feria 3 sub octava corporis
Christi anno (die Zahl fehlt)’.
1789 in Speyer gekauft.
The01.147 228Bl. zu 21:15cm von 7 Händen geschrieben:
a) Bl.I—2, 13b—23; b) Bl.3—13a; c) Bl.24--144b;
d) Bl.144b—157; e) 157—159b; f) 160— 181; g) 183 — 228
15 Jahrh.
Bl.1 ‘Die uszfart als Moyses die geslechte von Israhel furt in
das gelobte lant’ (von Marquard von Lindau). Anfang “Noli
timere sed descende in Egiptum . . Also stet geschriben in dem
ersten buech der alten ee’, Schluss Bl.42 “und auch mich blinden
man in dem selben zille findest, das uns das bieden wiederfare.
Das... heilige geist. Amen’. Die Schrift hat die Form eines
Gespräches zwischen Meister und Jünger. Gedruckt ist sie in dem
unter Geiler’s von Kaisersperg Namen gehenden “Buch Granatapfel’,
das 1510 zuerst erschien; vgl. Ch. Schmidt, histoire litt. de P’Alsace II
(1879) 8.379£.; hier ist jedoch die Gesprächform beseitigt und auch
sonst zeigen sich manche Abweichungen. In den Handschriften ist
häufig der Traetat von den zehn Geboten (siehe unten auf BI.42b)
in dieses Werk eingeschoben; so z.B. in den unten angeführten
niederdeutschen. Auch die vorliegende Hs. geht auf eine solche
Recension zurück: B1.16 heisst es nämlich “Der Junger. Nu wist
ich gern, was synnes die zehen gebot in jn selber trügen . . Der
meister. Dar umb .. so wil ich dir die gebotte . . bescheiden . .’;
dann folgt aber nicht diese Auslegung, sondern der Text fährt fort