Theol. 181-182 407
sommo Pontefice. Bl.279 Diseorso se il beneficio ricerea gratitudine,
quanto ingrati i Barberini e come debba pratticarsi da Cardinali
nell’ elettione del futuro Pontefice .. ‘Fatieai come vasallo
della eorona cattoliea . ..
Bl.340 “ Actuante Sigismundo imperatore super rebus ecelesiae ..
in eivitate Costantia quidam Statista habuit a quodam Arabe quasdam
imagines pontifieum, super quibus erant adnotati sequentes versus”.
Bl.346 “Del non aggiongerc il nome d’altri Santi al Canone della
Messa’, in Form eines Antwortschreibens an einen Prineipe.
Die Hs., in die vorn das Ex-libris von ‘Daniel Comte de Schulenburg
Cheval. Teuton.’ eingeklebt ist, wurde 1812 von dem damaligen Staatsrath
J. Chph. v. Leist in Cassel geschenkt.
The01.182 43Bl. 301/;, cm hoch, 21 breit geschrieben
und gemalt in Böhmen in der 2. Hälfte des 15 Jahrh. Holzdeckel
mit noeh 6 Eisenbuckeln
Zreadlo wsseho kfestianstwa (Spiegel der ganzen Christenheit):
wie dies Werk in der Jenenser Handschrift betitelt ist.
Bis jetzt sind nur 2 Exemplare dieses wichtigen böhmischen
Werkes zum Vorschein gekommen; das eine liegt in. Jena Ms. Elect.
f.50b, wozu gehört Ms. Elect. f.50c, deutsche Übersetzung des
böhmischen Textes von no.50b durch W.M. Wlokka Jena 1821 mit
Randnoten von F. B. Mikowee 1849 und Andern. Über dies Exemplar
haben Viele geschrieben: besonders die Jenenser Bibliothekare Strure
in den Observationes Halenses IV, 1701, S.179—182 und Joh. Christ.
Mylius zuerst 1743 in den Noten zu Wilh. Seyfridi Commentatio de
Hussi vita p.44—47, dann in seinen Memorabilia bibl. Jen. 1746,
S.324—327. Jungmann, literatury Ceske,1849,S.102 n0.732; (8.40
n0.145). Lehfeldt, Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens I S. 144.
Das Göttinger Exemplar ist nur äusserlich beschrieben von Jaroslav
Goll im Casopis Museum 1873 S.207— 209. Eine Beschreibung
dieser Handschrift ist nur möglich bei fortwährender Vergleichung
der Jenenser.
Das Jenenser Exemplar enthält viele nieht zu dem Spiegel gehörige
Stücke; so S.61a—6lq 2 sehr seltene Lagen aus dem Drucke
des Passionals von 1495; vgl. Jungmann 8.40 n0.145; 8.633 —63i
undS. 105—120 andere Traktate hussitischen Inhaltes. Von den übrigen
Blättern sind die Pergament-Doppelblätter S.62 und 63 (Abendmahl
mit dem Kelch; Schlacht zwischen Böhmen und dem Kreuzheer),
5.87 und 88 (nackte Mönche und Bademädcehen; der nackte Laurentius
auf dem Rost), S.10 und 11 (urbs terrena, urbs coelestis) sicher
spätere Zusätze; aber diese Miniatur-Gemälde sind ganz vorzügliche
Erzeugnisse der böhmischen Kunst. Die 2 übrigen Pergamentblätter
9 und 12 bilden den Anfang des böhmischen Textes (des Spiegels;
allein sie sind sicher von anderer Hand gemalt als der auf Papier
ausgeführte übrige Spiegel. Voran geht eine Lage von Papier (S.2—7)
mit demselben Wasserzeichen, welches der ganze Spiegel hat (Krone
mit Kreuz). Diese Bilder haben lateinischen Text und sind sicher
in Böhmen gemalt. Ihr Inhalt ist dem des Spiegels schr verwandt
(S.7 Ziska im Himmel); aber es ist doch nicht wahrscheinlich, dass
sie ursprünglich zum Spiegel gehören. Auch das Blatt (8.8) mit