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Kontrollgeschäft obliegt, und die direkt den
Infanteriebrigaden unterstellt sind. Kommandeur
eines L. ist ein zur Disposition
estellter Offizier, Bezirksadjutant ein auf
2—3 Jahre kommandierter (Infanterie-)
Leutnant der Linie. Das Unterpersonal besteht
aus Bezirksfeldwebeln an den Kompaniestationsorten
u. Stammmannschaften
der Linienregimenter (rgl. Ersatzwesen).
380 ziere, s. Offiziere.
andwehrordnung
Landwehrpflict H. Landwehr.
Langbaun, s. Wagen.
Laugeseld, s. Geschütze (S. 154).
Langgeschoß, Gattungsname der Geschosse
gezogener Geschütze gegenüber den
Rundkugeln der glatten.
Langgranate, bie mehr als 2 Kaliber
langen Granaten mit dünnem Bleimantel,
im Gegensat zu den ältern (gewöhnlichen)
2 Kaliber langen Granaten mit
dickem Bleimantel (s. Geschoß).
Langkette (Langtau), Schlepptau,
Prolonge, die früher gebräuchliche Kette
oder statt deren ein Tau zur Verbindung
von Protze und Lassete, um auf kurze
Strecken in eine andre Feuerstellung zurückzugehen,
ohne aufzuprotzen.
Langspieß, s. Pike.
Längsschott, s. Kriegsschiff (ogl.
Querschott).
Langtau, s. Langkette.
Lanze, besteht aus dem 26 mm starken
und 3,141 m langen hölzernen Schaft mit
metallner vierkantiger, ca. 15 cm langer
Spitze (Klinge) am einen und mit kurzem
eisernen Schuh am andern Ende.
Die Spitze ist mit einer Tülle und zwei
Lappen auf dem Schaft besestigt und hat
an der Tülle zwei Osen zum Besestigen
eines schwarz-weißen Fähnchens. Die L.
ist die Waffe der Ulanen. Sie war zu
allen Zeiten gebräuchlich und wurde früher
sowohl vom Fußvolk wie der Reiterei
geführt (vgl. Pike). — Im Mittelalter
bildeten 3—8 Mann eine »L.«, mehrere
Lauzen ein Fähnlein-, mehrere Fähnlein
ein „Banner-; s. Kavallerie.
Laternen. In der deutschen Armee
dienen zur Erleuchtung überall da, wo
besondre Vorsichtsmaßregeln nicht geboten
sind, Blendlaternen, früher mit
Landwehroffiziere — Lausschritt.
Horn-, jetzt mit 4 mm dicker Glasscheibe;
in kleinen Geschoßladestellen in Erleuchtungsuischen
aufgestellte Schaffnerlaternen;
in großen Geschoßladestellen,
Kriegslaboratorien, Pulvermagazinen 2c.
zur stehenden Erleuchtung in Erleuchtungsnischen
aufgestellte Lokomotivlaternen;
zum Handgebrauch in Munitionsräumen
und Pulvermagazinen 2c.
Sicherheitslaternen, welche nach dem
Prinzip der Davyschen Sicherheitslampen
konstruiert sind (vgl. Beleuchtung).
Lattenarrest, in der preußischen Armee
an gemeinen Soldaten bis zu sechs
Wochen in einem Zimmer zu verhängende
Strase, dessen Fußboden dicht mit scharfkantigen
Latten benagelt war, deren eine
Kante nach oben lag. Der 2. wurde 1832
auf Festungssträflinge beschränkt, durch
das Ilitärsrafgeserbach seit 1. Okt. 1872
aufgehoben.
11. - Rondengang, s. Festung (S.
Läufer, die mit Armbrust, später mit
Hakenpüchse bewaffneten Tirailleurs der
zandsknechtzeit, welche dem schwerfälligen
Schlachthaufen voraufgingen (s.
Enfants perdus. Landsknechte).
Sisser. . Puloer (G. 289).
Laufgräben (Trancheen)) die bei der
Belagerung einer Festung im Vorterrain
zur gedeckten Annäherung ausgehobenen
Gräben mitder Festung zugekehrter Brustwehr.
Die der Verbindungslinie der ausspringenden
Winkel der Angrisssfront
etwa parallel laufenden L. hießen Parallelen
und die diese in Zickzackform verbindenden
die Approchen. Vor den
Parallelen, mit diesen durch L. verbunden,
werden die Belagerungsbatterien erbaut,
zwischen denen jene ahe die gedeckten
Verbindungswege bilden. Die Approchen
müssen im Iic ack geführt werden, um
sie vor dem illier uer der Festung zu
sichern; jeder Zickzack (Schlag) endet in
eine bogenförmige Erweiterung, den Haken
(Crochett), der meist zur Verteidigung
durch Infanterie oder leichte Geschütze eingerichtet
is (vgl. Festungskrieg, S. 125).
Laufschritt, die schnellste Bewegungsart
geschlossener Infanterieabteilungen,