Remonte — Requisition.
RNemonte, die Ergänzung an Pferden,
die den Truppen als Ersatz des Abgangs
an toten und unbrauchbar gewordenen
aus den Remontedepots überwiesen
wird. Für Preußen und die unter preußischer
Verwaltung stehenden Kontingente,
mit Ausnahme Mecklenburgs, welches
seine Remonten durch Ankauf im eignen
Land selbst besorgt, geschieht der Erwerb
der Remonten freihändig durch sechs Remonteankaufs-Kommissionen
aus
inländischen 3— 6jährigen Pferden auf
besonders hierzu von den Staatsbehörden
anberaumten Remontemärkten. Die
angekauften Pferde werden auf 1—2
Jühre den Remontedepots (das sind
Staatsgüter mit eigner Landwirtschaft)
übergeben und von diesen durch die Remontekommandos
der Truppenteile diesen
letztern 4½ —5jährig und in rohem Zustand
zugeführt. Die Dienstzeit der Pferde
bei der Kavallerie beträgt durchschnittlich
10, bei der Artillerie 9 Jahre. Das Ausrangieren
bei den Truppen geschieht durch
Kommissionen. Das ganze Remontewesen
steht unter einem Armeeremonteinspekteur.
Nach dem Etat für 1880—81
werden in den preußischen Remontedepots
an Remontepferden gehalten:
Pferde Pferde
1) Neuhof- Trep- 10) Hunnesrücck 400
tow a. d. R. 400 11) Arendsee i. d.
2) Jurgaitschen 830 Altmark. 420
3) Sperling 450 12) Preußisch-4)
Neuhof-NRagnit 650 Mark. .. 20
5) Kattenau 55013) Ulrichstein. 280
6) Bärenklau. 450 14) Wehrse 300
7) Brakuphonen 450 15) Liesken. 470
8) Wirflis 550 ——
Ferdinandshof 250 Zusammen: 6900
Die Remontedepots stehen unter Verwaltung
von Administratoren. Die Unterhaltungskosten
für ein Pferd betragen
etwa 200 Mark jährlich. In Bayern bestehen
ganz ähnliche Einrichtungen und vier
Remontedepots Steingaden, Schwaiganger,
Benediktbeurn und Fürstenfeld.
Württeneg erhält seine Remonten für
1880—81:329 Stückvon Prrußen: Sachsen
kauft von Händlern undstellt die Pferde
unmittelbar ein.
Rencontre (/pr. rangköngtr), das unerwartete
Aufeinandertreffen gegnerischer
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Abteilungen, das zum Gefecht von nicht
bedeutender Ausdehnung führt. Rencontreschlacht
ist daher eine solche, die,
ohne daß es Absicht der Truppenführer
war, durch zufällige Ereignisse veranlaßt
wird, wie z. B. die Schlacht bei Wörth 1870.
Rendezvons #spr. rangdewüh), Sammelpunkt,
ist der Ort, an dem sich Truppen
vor Beginn eines Marsches oder
einer Unternehmung 2c. versammeln, oder
wo sie während des Marsches eine kurze
Rast machen.
7*— s. Standarte.
NKeunfähn I#. s. Landsknechte.
RKentrant (Ipr. rangträng), einspringender
Winkel (s. d.) von Festungswerken.
Kenvoi (Iprr. rangwöc), Bemerkungen
am Rand eines Plans oder Croquis zur
Erklärung von Ziffern, Truppenzeichnungen,
besondern Signaturen 2c. Das
Wort R. ist im Veralten begriffen, und
wird dafür passend Erklärung, Erläuterung
u. dal. gebraucht.
NRepetiergeschütze, s. v. w. Kartätschgeschütze
(s. d.).
Repetiergewehr nannte man in Frankreich
die Gewehre, die beim Angriff auf
Algier Explosionsgeschosse verwendeten, bei
deren Anschlag an die Mauer durch den
Knall des explodierenden Geschosses der des
Schussesgleichsam wiederholt (erepetiert-)
wurde. Später ging diese Bezeichnung auf
die noch jetzt so benannten Gewehre über;
s. Hendfeuekwassen (S. 184).
epli, ein Unterstützungstrupp, s. v. w.
Pikett (s. d.).
Requabatterien, eine im nordamerikanischen
Bürgerkrieg verwendete Art
Orgelgeschütze, aus 25 auf einem fahrbaren
Gestell wagerecht nebeneinander
liegenden Gewehrläufen bestehend, die
Fleichzeitig geladen und abgefeuert werden
können. Die technische Entwickelung der
R. führte zu den Kartätschgeschützen
Regquisition ist das Herbeischaffen von
Lebensmitteln und militärischen Bedürfnissen
von den Bewohnern in Feindesland.
Die Ausführunggeschieht, soweit wiethunlich,
auf Anordnung der höhern Truppenbefehlshaber
durch die Intendantur, von
der sodann die ordnungsmäßige Veraus-