Deutsche Flieger über Dünkirchen.
London, 7. Januar. Die „Times“ melden: Deutsche Flieger erschienen heute
wiederholt über Dünkirchen. Die Flieger kamen fünfmal in Sicht, aber flogen nicht
sedesmal über der Stadt. Eine Granate einer in Firminh aufgesiellten Kanone
ekplodierte in fünfzig Juß Abstand von einem deutschen Flugzeuge und störte dessen
Gleichgewicht, so daß der Hilot sich durch schnelles Herabgehen in Sicherheit bringen
mußte. Zweimal stiegen Flieger der Verbündeten auf, erst cin Franzose, dann der
englische Kapitän Sampson, und vertrieben die deutschen Flieger. (W. T. B.)
Eine falsche Behauptung General Joffres.
Berlin, 7. Januar. „W. T. B.“ meldet amtlich: Aus einem bei einem französischen
Gefangenen gefundenen Brief und unverdächtigen Aussagen gefangener
Offiziere geht hervor, daß General Joffre diensflich bekanntgegeben haben soll, er
habe Zeweise, daß die Deutschen alle Gefangenen erschießen lassen. Diese Bekanntmachung
läßt darauf schließen, mit welchen Mikteln die Franzosen ihre Kämpfer zusammenhalten
müssen. General Joffre wird nach Zekanntgabe unserer Gefangenenzahlen
nun wohl ein anderes Mittel zu ersinnen haben. (W. T. S.)
Erfolgreiche Angriffeim Kawkaabschnitt. -1000 Kussengefangen.
Großes Hauptquartier, 8. Januar.
Westlicher Kriegsschauplatz. Der andauernde FRegen sumpft das Gelände in
Flandern mehr und mehr an, so daß die Operationen stark behindert werden. Oestlich
RKeims versuchten die Franzosen heute nacht uns einen Vorgraben zu entreißen.
Durch einen sofort angesehten Gegenangriff wurden sie in ihre Stellungen zurückgeworfen
und verloren 50 Gefangene an uns.
In der Mitte und im Ostteil der Argonnen machten unsere Truppen wieder
Fortschritte.
Ein nächtlicher französischer Angriff gegen unsere Stellung am Suchenkopf südlich
Diedolshausen (Vogesen) wurde abgewiesen. Wiederholte Angriffe der Franzosen
auf die Höhe westlich Sennheim brachen in unserem Artilleriefeuer zusammen. Wir
machten 2 Offiziere und 100 Mann zu Gefangenen.
Am die Ortschaft Ober-Burnhaupt füdlich Sennheim wird zurzeit noch gekämpft.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Auch im Osten herrschte ungünslige Witterung.
An der ostpreußischen Grenze und im nördlichen Holen änderte sich nichts. Oesilich
der Kawka schritten unsere Angriffe sort, 1500 RKussen wurden gefangengenommen,
§ Maschinengewehre von uns erbeutet. Auf dem östlichen Hilicaufer fanden nur
Artilleriekämpfe statt.
Oberste Heeresleitung. (W. T. B.)
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