Schecccccecc, DHie deutsche Seele Escheosckcicih 43
hören. Ich besonders würde wünschen, daß wir Zhrem
Vorbilde schon bisher mehr gefolgt wären, als wir es
getan haben. Aber ich bin heute nicht zu Zhnen gekommen,
um meine persönlichen Wünsche auszudrücken,
sondern um bistorisch darüber zu reden, was bisher das
Deutschtum im ganzen in einer und in anderer Nichtung
geleistet hat. Soweit die Frauenfrage eine politische
und staatsrechtliche Angelegenheit ist, so gilt von ihr
in erhöhtem Grade, was ich vorher von den Fragen
des Wahlrechts und parlamentarischen Regimes im allgemeinen
gesagt habe. Da wir auf diesem Gebiete
eine spätergekommene Nation sind, so bleiben Reformen
für die Zukunft nötig, und ich zweifle nicht, daß auch
die politische Wertschätzung der Frau hinter dem Kriege
eine andere und viel größere sein wird, als sie es vorher
gewesen. Ubrigens soll man nicht vergessen, daß das
Heimatland der modernen Demotkratie Frankreich gerade
in bezug auf weibliche Rechte gar nichts Besonderes
geleistet hat.
Wenn wir nun aber auch staatsrechtlich die Frau
nur sehr wenig als Trägerin öffentlicher Gewalten
angesehen haben, so hat Deutschland sozialpolitisch besser
für die Frau gesorgt als nach meiner Meinung irgendein
anderes Land. Auch dort sind natürlich noch Wünsche
übrig, wie in aller Sozialpolitik, aber die Lage der
arbeitenden Frau in England ist bei weitem nicht so
gesichert wie die Lage der selbsterwerbenden Frau in
Deutschland. Die Frau ist in das große staatssozialistische
System der Unfallversicherungen, Invalidenversicherung
und Krankenkasse vollständig aufsgenommen und wird