Full text : Der Mündliche Vortrag. Zweiter Teil. Die richtige Betonung und die Rhythmik der deutschen Sprache. (2)

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Der  Satzton.

Ich  gebe  scheidend  die  Befehle,
Und  schwinge  mich  behend  aufs  Roß
Und  Gott  empfehl'  ich  meine  Seele.  —.

Flugs  schlagen  meine  Doggen  an,
Und  bang  beginnt  das  Roß  zu  keuchen
Und  bäumet  sich  und  will  nicht  weichen.  —

Da  stellt  er  jedes  wiederum
In  Ordnung  säuberlich,
Erst  reinigt  er  das  Heiligtum,
Und  dann  entfernt  er  sich
Und  eilt,  in  des  Gewissens  Ruh,
Den  Eisenhütten  heiter  zu.  —

Kochend,  wie  aus  Ofens  Rachen,
Glüh'n  die  Lüfte,  Balken  krachen,
Pfoften  stürzen,  Fenster  klirren,
Kinder  jammern,  Mütter  irren,
Tiere  wimmern
Unter  Trümmern;

Alles  rennet,  rettet,  flüchtet,
Taghell  ist  die  Nacht  gelichtet;
Durch  der  Hände  lange  Kette
Um  die  Wette

Fliegt  der  Eimer;  hoch  im  Bogen
Spritzen  Quellen,  Wasserwogen.

Und  drinnen  waltet
Die  züchtige  Hausfrau,
Die  Mutter  der  Kinder,
Und  herrschet  weise
Im  häuslichen  Kreise,
Und  lehret  die  Mädchen
Und  wehret  den  Knaben
Und  reget  ohn'  Ende
Die  fleißigen  Hände
Und  mehrt  den  Gewinn
Mit  ordnendem  Sinn,
Und  füllet  mit  Schätzen  die  duftenden  Laden
Und  dreht  um  die  schnurrende  Spindel  den  Faden,