um so heller strahlen wird. Und damit nicht genug. Wo immer
bei unseren Bundesgenossen Not eintrat — deutsches Eingreifen, oft
mit schwachen Truppen, stellte stets die Lage wieder her und brachte
oft namhafte Erfolge. Deutsche fochten auf allen Kampfplätzen des
ausgedehnten Weltkrieges.
Fürwahr, die heldenmütige Tapferkeit des deutschen Volkes hätte
ein besseres Los verdient, als daß sie dem tückischen Dolchstoße von
hinten zum Opfer fiel. Es scheint deutsches Schicksal zu sein, daß
Deutsche immer durch Deutsche besiegt werden. Jüngst las ich das
leider nicht unberechtigte Wort: In Deutschland hat jeder Siegfried
seinen Hödur hinter sich. —
Schließlich noch ein Wort über die deutschen „Kriegsgreuel“
und zwei Beispiele dazu!
Nach dem Einrücken in Nordfrankreich habe ich sofort den Schutz
der Kunstdenkmäler befohlen. Jeder Armee wurden Kunsthistoriker
und Professoren zugeteilt, die umherreisten und die Kirchen,
Schlösser, Burgen usw. besichtigten, aufnahmen und beschrieben.
Unter anderen hat sich besonders der Konservator der Rheinprovinz,
Professor Clemen hervorgetan, der mir im Felde Vortrag über den
Schutz der Kunstdenkmäler zu halten hatte. Alle Sammlungen in
Städten, Museen und Schlössern wurden katalogisiert und numeriert.
Wo sie durch den Kampf bedroht schienen, wurden sie abtransportiert
und in Valenciennes und Maubeuge in zwei prachtvollen großen
Museen zusammengestellt und sorgsam behütet; be jedem Stück war
der Name des Besitzers vermerkt. Die alten Fenster der Kathedrale
von St. Quentin wurden von deutschen Soldaten mit Lebensgefahr
unter englischem Granatfeuer herausgeholt. Die Geschichte
der Zerstörung der Kirche durch die Engländer ist durch einen
deutschen katholischen Priester beschrieben, mit Photographien versehen
veröffentlicht und auf meinen Befehl an den Papst gesandt worden.
In dem Schlosse von Pinon, das der Prinzessin de Poix ge-221