Vorwort,
Wenn ich es schon nur zögernd wage, die vorliegende
Arbeit dem ärztlichen und insbesondere dem militärärztlichen
Publikum vorzulegen, so habe ich doch noch viel mehr und
viel länger Bedenken getragen, die Arbeit zu unternehmen.
Nur der unausgesetzten glitigen Aufmunterung meines hochverehrten
Vorgesetzten, des Herrn General-Arztes Dr. Hasse,
habe ich den Beginn und die Vollendung meiner Arbeit zu
danken und ich erfülle daher nur eine dringende Pflicht, wenn
ich demselben auch an dieser Stelle für seine freundliche Anregung,
sowie für die mir allseitig zu 'Theil gewordene Unterstützung
meinen innigsten Dank auszusprechen mir erlaube.
Wer die Schwierigkeiten eines derartigen Unternelimens
kennt, wird mit mir darin übereinstimmen, dass sie gross genug
sind, um einen jungen Autor zurlckzuschrecken; aber die mir
gewordene Ermunterung und das Vorbild von Helldorf’s,
Horn’, Roth's und Wollenhaupt’'s gaben mir den Muth,
meine Arbeit immer weiter und zu lEinde zu führen. — Ob
eine Nöthigung zu dieser Arbeit vorlag, mögen Andere entscheiden;
mich leitete die Ueberzeugung, dass es in der militärärztlichen
Branche noch an einem vollständigen systematischen
Sammelwerke fehle, wie sie für andere Gebiete vorhanden
und beifällig aufgenommen sind. — Mein oberster
Grundsatz war der der möglichsten Vollständigkeit, ohne doch
das Material bis zur Ermtidung zu häufen, und mein eifrigstes
Bestreben, dem Militär-Arzte alles das an die Hand zu geben,
was er braucht. Ich musste weiter darauf bedacht sein, alles
Antiquirte fern zu halten und auf die Vergangenheit nur dann