—iee
– —
* – 7 —
NHumimer 266
Rosenhheimer Anzelger
Milttwodqh, 18. Nobember 1016
Seit Errichtung des W#egsame schweben
diele Verhandlungen, au aufun- iche Weise die Mobilisierung
der Arbeitskräfte in der Heimat
erfoigen kann. Die Verhandlungen sind noch
nicht abgeschtossen. Auch dem Bundesrat hat
noch kein Entmurf vorgelegen. Das eine steht
aber fest, daß möglichst alle Arbeitslräfte aus
in Volke herausgehelt werden. Man beabden
ttigt, die Arbeitskräfte durch freiwillige Meldungen
zu erfassen. Erst später wird auch eine
Arbeitspflicht nicht ausbleiben. Dabei wird
darau gedacht, die Frauen noch mehr als
bisder zur Arbeit heranzuziehen. Aber auch
den Männern, die sich nicht freiwillig gemeldet
haben, wird die Verpflichtung anuferlegt
Kerden, unter Berücksichtigung ihres Gesundheltezustandes
und ihrer sonstigen Stellung für
das Vaterland zu arbeiten. .
Diese Mobilisierung der Heimatarme: ist im
Intceresse der siegreichen Veendigung des Kree,
ges, im Interesse der Eristenz unseres Volkes,
der Eristenz aller Berufelreise und nicht zulettt
der Existenz unserer Arbeiter durchaus erforderlich.
Wie rersichert wird. wird bei diesen
Maßnahmen auch auf die Inrcressen der Ar.
beiterschaft gebührend Räcliichi genemmen merden.
1
r—i * #
Das Organ der Regierung, die „Norddeutsche
Allgemeine Zeitung“, schreibt zu der Zirildienstpflicht:
Die Anstrengungen, die unsere
Teinde machen, um mit Aufsbielung aller Mit.-tel
ihrer Kriegsindustrie den Wall unserer lapseren
Truppen zu durchbrechen, mat##t es uns
zur Pflicht. diesem Angriff mil gleicheit Mirlteln
zu begegnen. Hieraus ergibt sech die
Notwendigkeit einer“ Ausdehnung unserer
Kriegeindustrie, für die naiürtiit neue Arbeiter
herangezogen werden müssen. Um aber genugend
Hilfekräjte berei lizustellen und zu halten,
wird sich die Einführung einer gewisen Arbeitspflicht
empfehlen. Bei dem hohen Pflichtgefuhl,
das die deutsche Arbeiterichaft während
des bisherigen Kriegsverlaufes bekundet hat,
steht zu erwarten, daß sich freimillig hinrei-Lend
Kräfte zur Verfugung üeilen, sodaß die
Auwendung von Zwangsmahßnahmen sich ererübrigt.
Eine Schmälerung ihres Zinkommens
int selbstverständlich ausgesch. osfen. Hinzugefägt
sei noch, daß alle einich! ägigen Flagen mit
Vertretern der Arbeilnehmer eingehend erörtert
werden. Die Arbeitspflicht auf die Frauen aus-ü
zudehnen oder üuberhaupt einen Zmang nach
diesei Richtung auszunben, wird nicht beabsichligt.
In welcher Form odie Ardbeitspsliicht zur
Cin führung gelangt, darüber können Eir#zelheiten
noch nichl mitgeteilt werden. weil sich zuvor
die zuständigen amtlichen Stellen mit ihnen
befassen müssen. (3.)
* *
Nach diesen Darlegungen ist also einc allgemeine
Mob'lma bung aller Kr krüste der Heinat
für die Kriegsarbeit geplant. Daraus geht hervor,
daß wir vor dem größten Eingriff in
das gesamte Leben der Nation stehen, den
wir sei! der Einführung der allgemeinen militärischen
Dienstpflicht gejehen haben. Dieser
Eingriff bringt so viele schwer wiegende Folgen
mit sich. daß seine Einfuhrung auf dem
zege der Verordnung unmöglich ist, rielmehr
die Gesetzgebung dafür in Anspruch genommen
werden muß. Deshalb wird der Reichstag in
allerlũtzester Frist shon einberufen werden. Er
wird sich eingehend mit dem umfassenden
Kompler der ganzen Frage zu befassen haben.
Denn wir slehen vor einer Umwandlu- ig der genwamten
Arbeitsverhällnisse, wie jie bisher noch
enicht zu verzeichnen war. Am einschneidensten
sind bei der Einführung der Pflicht zur Arbeit
sIDlü-E
Morgenrot!
Roman von wilhelm von Trotha.
19 WLaoched verbeten.)
„In numertin #1cht man ul.: 20 viel „Luf.
Jebens davon. Van ni#um die oder den Tüler
iest, siellt ihn vers Gericht und — — —
„Und spricht 2# aus ir###dwelchen Grun.
den frei oder erlauft die Niichier, denn da
drüben herrsent osn nur eine einzige Groöͤhe
— der Dollar!“ icheliete er lebhalt ein.
„ich, immer, rber — —
,-»Ja,
leider n.c-1«Irgei.
,,.Mmthcoxt.r imdda muctnfcljkhclkelcg
Bebiet in unserer Unterhaltung grlommen.
Wir wollen es lieber sallen lassen,“ setzte er
ihrer Pestätigung #s#hnell hinsu, „denn einmal
ist es bei und Deutschen mit unseren Gastrechtsitten
nicht Vrauch, einem Gast etwas
Unangenehmes zu sagen, und, rei in erlonltch
gesprochen. möchte ich mir au-z durch m
Offenheit Ihre Ungnade wic- usiehen. ee
sind Sie mir zu lieb und w
Miß Ethel sah ihn mit einem zweiselhasen
Lächeln an, das sich sehr schwer deuten ließ,
sagte darauf aber ruhig:
heer, Herr Baron, abite schäten Sie
mich michig au so ein, wie Sie das Rerht
haben, es an Ven meisten meiner Landsleule
Su tun! Ich habe wegen dieser Dollarun.
ghrlisbeiten schon recht o#t ot ceitige Ausnoecset;
unden mit meinenm P0r. „#: habt
3% i5r für 7 voreit und Ehr#inh
" Kurt: dinger- len, ötcn vei
–
die- n WVorten
die Lohn und Arbeitsvekhältnisse. Welche
Möglichkeiten dabeie berücksichligt werden müslen,
geht schon aus dem Kommentar hervor,
den die offizöse „Nordd. Allg. Ztg.“ den ersten
Ankündigungen über die neue Dienstpflichtoorlage
mit auf den Weg gibt. Der Reichstag
steht vor einer großen Aufgabe, die nach,jeder
Hinsicht völlig geklärt werden muß. Ei##tweilen
muß aber erst no die endgültige Vorkage,
welche die Regierung dem Reichstag unkerbreiten
will, abgewärt 1 werden.
Msemeines oom Riie.
Neuer französischer Fliegerangriff
auf das Saargebiet.
WTB. Berlin, 13. Nov. (Amtlich.) In
der Nacht vom 11. zum 12. Nor. wiederholten
die franz. Flugzeuge ihre Angeisfe auf das
Saargebict. Diesmal gelang es nur einem
lleinen Teil davon, bis zur Saar vorzustosten.
Auf Dillingen und Umgegend wurden einige
Bomben abgeworfen, von denen eine einen
Pferdestall, eine andere eine Waschküche
traf. Dabei wurden vier Personen schwer, zwei
leicht verletzt, getötet wurde wiemand; der Sachschaden
war gering. Viele Woben trafen die
den Ort umgebenden Wies . do sie im weichen
Erdboden stecken blieben. Verschiedene Flugzeuge
belegten die Orte Quindorf und Spittel
mit Bomben; doch wurde niemand verlet,
auch entstand kein Aaschaden. Endlich warf
ein Flieger, der seo inend über den Wolken
veritrt hatte ## der Nähe ron Neunkirchen
einige Bomben auf eine Wiese.
Deutschland und Norwegen.
Berlin, 13. Nov. (Nichtamluch.) Dem
Vernehmen nach läßt der Worllaut der nunmehr
überreichten norwegischen Antworknote in
Verbindung mit den von dem norwegischen Gesandten
gegebenen Erklärungen für weitere Verhandlungen
Naum.
Krimtania, 13. Nov. Man erwartet hier
mit Sr ung die deutsche Gegenantwort auf
die letzie norweg . :. In der Presse bewahrt
man zie ri#uchweigen darüber
Die Uerigen Bl.#, äche die Verliner Nachrickt
veröffentlich-33für den Fall der
Unnachgicbigkeit 9. egens der Abbruch der
dirlomattschen Bezie' ungen dmichen den beiden
Läudern in den Bereich der Möglichkeit rücde,
lesen in kr zen Kommentaren dazu deutlich
ielien, daß « 115n derarti ge Lösung der deutschgischen
gannung für Norwegen höchst
Lisränscht we##r.
— —
Scheirtmanns Meinung.
Ogag, 13. #. Der sozialdemokratische
27 ardnete Sche demann wurde von dem nieilundischen
Anti- Orlog-Bad (Bund gegen den
Woiri brieflich befragt, welche Beweise er für
die betannte Stelle in seiner Nede vom 11.
Ollober habe, in der er sagte, Frankreich und
Belgien lönnten schon jetzt ohne weiteres Blutvergießen
und ohne Gebietsverlust Frieden haben,
wenn sie wollten. Die Anfrage kam erst am
30. Oktober in Scheidemanns Besitz, der darauf
antwortete, neun Zehntel aller Deutschen teilten
seine Ansicht, aber auc das Schweigen
des Neichskanzlers, der in der Sitzung anwesend
war, könne er nicht anders auslegen. Der
Reichskanzler hätte ihm M#dersprechen müssen,
wenn er ihm nicht innerlich zustimmte. So habe
es fast der ganze Reichstag empfunden. Außerdem
wisse er, Scheidemann. auc gersenlichen Gesprächen,
wie sehr der Aeichslanzier gerade den
Krieg mit Frankreich bedauere. Scheidemann
sclich mmil der W er werde nichts
— —8 u ils rqssvlll
wsthld uunhr petundcn an. Sie
haiten "§1% wperseen den.
bat er und reichte lhr
AMili#ehen. Elaseisch erhob sie
5:eu Mite vi nun, edes mit seinen
s. ..ncmmdcln
en zInan3h R Vorteni- Bäuschen zu.
Sie semben kein Wort und sahen sich
am Vorkenhäuschen angelangt, nur sehr
eiatuian, denn von da drinnen klangen ihnen
inen entgegen. Wie auf Verabredung
Ul###oen sie slehen und konnten an der Sprache
den Herrn Ladetten und Fräulein Gertrud,
die Schmesier Kurts, erkennen. GEleich daraus
lebrten sie um und wanderten in demzberrlichen
rauschenden Tannenwald mit seiner sonntäglichen
Slie dahin. Hie und da krachzee ein
Häher oder eine Krähe, und spottend überauerten
in i#rem wippenden Fluge cin paar
Elstern den Weg oder rief ein von Baum zu
Baum fliegender Grünsprecht sein Tü-t##
ttü.—t#—t —tüü-üüh. Fasanen huschten in
langen Lauien über die Schneuien, und als
dio beiden einsom Dahinwandernden tiejer in
den Zurt vorgedrungen waren, iIprang schreckend
ein starke: Sechserbock ab und brach duich das
dichte Niederholg
Verlasien wir die beiden, von denen schon
hier verraten werden kann, daß sie sich recht
gut unterheelten und für den folgenden Tag
eine Reilpartie verabredeten. —
Ald der Kadett Walter und Fräulein Trude
in Borkenhäuschen angekommen waren, setzten
sie sich, mie zwei Turteltau **ni auf die Bank.
Schweigen wur zuerft die Perole. Jca ür sie.
„Hier in es sehr schön“, sagse plötzlich
lebr ##uchtern der Kadett, so das Trude ibn
unwversucht lassen, um die Rriegführenden einander
zu nähern.
Der letzte Appelk *
□— t um die Kriegsbegeisterung
in Frankreich hachte un Die Heldentaten der
Pariser sphberselden. die Kühnheit der Kriegsziele,
die schönsten Reden der leitenden Staatsmänner,
nichts verfängt anscheinend mehr, um
die allgemeine Kriegemüdigkeit zu bannen. Da
ist nun die „Arction Francaise“ auf ein großartiges
Reizmitlel gekommen, das geeignet ist,
den Kriegseifer neuaufflammen zu lassen. In
ihrer Nummer vom ber schreibt
Charles Maurras, daß ebenso wie das ganze
Land, so auch jeder kämpfende Franzose das
Recht auf persönliche Beute im Deutschen Reiche
selbft haben wolle. Durch diesen Ausblick werde
sein Eifer angespornt. Tags vorher hatte er
geschrieben: „Ehrende Erwähnung, Kreuze, Medaillen
und Schmuckzlichen iprechen nur Gemüt.
Warum zögert man, nicht auch die wildere
Habsucht zu befriedigen? Man könnte
zum Beispiel festsetzen, daß die wohlhabenden
Dentschen, deren Reichtümer man als Beute
beschlagnahmte, durch die deutsche Negierung
schadlos gehalten würden.“ Dieser Appell an
die niedrigsten Instinkte ist die beste Kennzeichnung
der Höhe französischer „Kultur“. Wie
froh und dankbar muß Deutschland sein, daß
der Einbruch dieser raubenden und plündernden
„Kulturträger“ in die deutschen Gaue durch die
unerschütterliche graue Eisenmauer im Westen
immer und immer wieder vereitelt worden ist.
Der Kampf zar Lee.
Vorstoß in der Ostsee.
WTB. Berlin, 13. Nov. (Amtlich.) In der
Nacht zum 11. November stießen deutsche Torpedostreitkräfte
auf einer Erkundigungsfahrt in
den Finnischen Meerbusen bis Baltischport vor
und beschossen die Hafenanlagen dieses russischen
Stützpunktes wirksam auf geringe Enlfernung.
. .
Handels. U. Boot
„Deutschland“.
Amsterdam, 13. Nov. Wie das „Handelseblad“
meldet, wird der Londoner „Times“
aus Neuyork telegraphiert: Das deutsche Handels-U-Boot
„Deutschland“ ist zur Abreise be.
reit. Nach „Prozidence-Journal“ besteht die
Ladung aus neun Wagenladungen Niäel, die
Wagenladung zu 40 Tonnen durchschnittlich
gerechnet, ferner aus zehn Wagenladungen
Nohgummi, drei Wagenladungen Chrom und
einer Wagenladung Vanadium. 1
Aufgebracht.
Berliin, 13. Nov. Vor der Themse wurde
am 12. November der holländische Dampfer
„Batavier 6“, mit größeren Beständen Bannware
an Bord, von unseren flandrischen Seestreitkräften
angehalten und eingebracht.
U Bootsbeute im Mittelmeer.
Berlin, 13. Nov. Im Mittelmcer Ind nachstehende
italienische Schiffe nersenkt worden:
der Dampfer „Torero““ (7757 Bruttoregister-Tonnen),
der Dampfer „Bernardo“ (1316
Tonnen), die Segelschiffe „Marinaga“ (154
Tonnen), „Gildar“ (100 Tonnen), „Tee Fratelli“
(190 Tonnen), „S. Antonia“ (611 Tonnen),
„San Giorgio“ (258 en
Koßlons.
Rusland und der Friedeusgedanke.
Stockholm, 13. Nov. In einem Leitarlilel
erklärt die Petersburger „Rjetsch“, dah
die englischen Staatsmänner bis heute jede .
Friedensgedanken als noch nicht soruchreif glan
ablehnten. England sollle aber in diesein Falle
ouch die Meinung seiner Verbundeten einholen,
die fortgesetzt die schwersten Opfer bringen
mußten. Gerade Rußland berühre es peinlich,
daß England als Wortführer der Entente auftrele.
Ob die Fortsetzung des Krieges für Ruß.
land wünschenswert erscheint oder schädlich sein
müsse. könne doch nur von Nußfand selbit ent.
schieden werden.
Schwere Unruhen in Rußland.
Stockholm. 13. Nov. Die großen Unruhen,
die Ende Oktober in Petersburg, Moslau
und Charkow stattfanden, hatten nach Mit.
teilung von Augenzeugen einen sehr ernsten
Charakter und machen für die Zukunft eine
Wiederholr: ig wahrscheinlich. Besonders in
Moslau lam es zu schweren Zusammenstößen
zwischen der Polizei und der erregten Volksmenge.
In Petersburg durchzog eine vieltausendköpfige
Menge die Straßen unter dem andauernden
Geschrei: Nieder mit dem englischen
Joche! (3.)
e e
Der stleg gegen Mnmünlen.
Die Kriegslage in Rumänien.
Berlin, 13. Nov. Im nördlichen Sieben
hürgen ist die russische Entlastungsoffer Isive
icheitert. Immer weiter gegen die Prenze zutsgedrängt,
suchen sich die Russen rergedvens
dem Vordringen unserer Truppen entgegenzu
stemmen. Auch an der rumänischen Südfro,4
gebt es immer weiter vorwärts; unsere Truppen
haben namentlich westlich der Straße von
Predeal erfreuliche Erfolge zu verzeichnen. Es
ist begreiflich, daß die Russen in dieser Lage
großc und offenbar übertriebene Haffnungen
auf ihre neue Armee in der Dobruoscha fe
zen. Vorläusig haben sich sedoch die Hegner
dort darauf beschränkt, sich in etwa 6—100 Kr.
lometer Enisernung von unseren Stellungen
einzugraben. Offenbar erwurten sie weitere
Neistärkungen. . Cernavodabrück:, die bereito
von den Rumänen leicht beschädigt mar,
ist inzwischen von uns grundlich gesprengt.
d. h. unbrauchbar gemacht worden. Numänische
Berichte umschrieben diesen Vorgang mit
dem stark euphemistischen Ausdruck, e5 werde
um die Brücke gekämpft. Davon war keine Nede.
Die Rumänen sitzen am Westuser der Donau,
wie am Ostufer, und sie haben uns nicht
hindern können, die wertvolle Brücke zu zerstdten,
deren Unbrauchbarmachung im FInteresse
unserer Kampfhandlung lag. -
DerFüritvonhohcnzollektt
WTB. Berdin, 13. Nov. (Anitlich.) Det ge·
genwärttig bei den gegen Rumänien lämpfenden
deutschen Truppen weilende Furst ron Hohenzollern
brachte gelegentlich eines Estens im Oberkommando
der neunten Armee in einem Trinkspruch
zum Ausdruck, daß er mit seiner persönlichen
Anwesenheit bei der gegen Rum####en kämpsenden
Armee als Deutscher seinem Gefühle der
Empörung gegen den Treubruch Rumaäniens
vor der Armee und dem MVo#f Ausdruc vertei
hen Dolle. — Bekanntlich ist der Furst em
Bruder des Königo von Rumiänien.
Van# eilmuum Soan bverl eie
leise, aber moiant eir
.Ja und cer abgelegen-, sügte er sich
umsehend hin:n.
„Ganz richt, Herr Walter, und sehr abgelegen.
CEiner von uns“, sagte sie nun sehr
resolut, „mumr einmal die Intin#ne ergreisen,
und wir beide, mein Herr, müssen, wie sich
die Welllage nun cinmal gestaliet hat, heute
miteinander ins reine kommen. Es sleht, wie
Ihnen watrscheinlich nicht unbekannt sein dürste.
ein Krieg vor der Tür, und da heißt es:
„Klaren Tisch machen“!“
„Oh, meinen Sie? Aber gewiß, ich stimme
Ihnen vollkommen bei. Zum Donnerweiter!
jawohl, wir müssen ung einmal gründlich anssprechen.
«
„Ja wirklich?" fragte Trude schelmicsch
lächcind und Pratte hierbei ihr molliges Aermchen
vertraulich in den sein
So saßen sie denn zunächst beide mit
bochllopienden Herzen eng aneinandergeschmiegt
u b horchten gegenseitig auf den Schlag deriel
Verde waren, das wußte jedes von dem
anderem furchtbar ineinandei vorliebt, aber
datten sich diese füßte, erste Jugendliebe noch
immer nicht eingestanden.
Als der Oberst vor zwei Jahren das Gut
eines beertober Betteis als Secniorat hatte
übernehmen müssen, lernten sich Walter und
rude als eine achbarskinder kennen.
Sis ging noch im Flügelkleide zur Schule,
er war z stern gerade nach Cichterselde
zekommen. Damals lagten sie noch „Dusuejnander.
Dann kam sie in elrre „surchlbar
aarnelimes Pension. und er war. ie länoer
.
„Finden Sie?“ wori die e Dame eiwas
er in der Haup: annnall war. auch don
zu Tag. asig jemer“ geworden. Bvol truier
sich in den gemeiniamen Ferien hie und
da, aber der anfangs vorherrschende Scherz—
und Uzton haite mehr und mehr o#m „vor.
nel er Leule“ Platg gemacht. Dara#n 8
war nur der, in seinem Benchmen „fur
bar affig gewordene „Herr La- W
' nannten sich spater aul) „Sie
gleich Trude es innerlich als böchst gen
beceid.ncte. Aber es war nun einmal so
wenn es auch im Herzen beiden sehr wehe tat
Jetzt shien ein Wendepnln im Leben diese“
lungen Menscheminder gelommen zu sein. Iu#
hatten das Gesühl, daß sic jenseils eines Toret
shtanden, das, einmal durchichtinen, sie in cu
anderes Leben trelen lossen würde.
„Gertrud,“ begann er. da:z lungere Schmei
gen unterbrechend. „wenn cs nun wirk. il
Erull mird, und der Krieg lomm:, dann —
must ich gleich zum Reyiment und kannst dr
— o. entschuldigen Sie, Fräulein Geritrud, ick
— ich — vergaß bei den ernsten Zeiten den Re-.
elt —
„Aun, Walier, ich werde es tun, sagen wir.
wie einst in jungen Jabren-, du zueinander.“
— wirllich, darf ich, — — — — du
— du liebe Trude)
Er hatte sie an sich gezogen, und obgleich
sich die beiden doch schon früher so gern
mochten, drückte er ihr erst jetzt den ersten Kuß
aul.) den Mund.
1□ 1 — — "1u-