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einmal vorgetragen. Er ruht nur auf psychologischen Erwä-
gungen, auf der Ueberzeugung, daß die alte Sympathie des
Königs für das augustenburgische Haus, welche nur durch die
Haltung des Herzogs zurückgedrängt worden ist, durch das be-
zeichnete Verfahren wieder geweckt und wirksam gemacht werden
kann. Daß die persönliche Freiheit des Herzogs auf preußischem
Gebiete in keiner Weise beeinträchtigt werden wird, das kann
ich zusichern.“
Im weiteren Verlaufe der Unterhaltung wies Bismarck
in sehr bestimmter Weise auf die Möglichkeit eines Bruches
mit Oesterreich hin und erteilte den deutschen Staaten den
Rat, neutral zu bleiben.
Pfordten: „Das ist unmöglich, weil ein österreichisch-
preußischer Krieg auf deutschem Boden sofort die Auflösung
des Bundes und die Einmischung des Auslandes nach sich
ziehen würde.“
Bismarck: „Vielleicht leiht uns der Kaiser von Ruß-
land Polen, damit wir uns dort mit Oesterreich duellieren
können.““).
*) Nach einem Briefe von der Pfordtens an Samwer d. d.
München 24. Mai 1865. Ueber die obenstehende Unterredung
gibt es noch verschiedene andere Versionen, welche indes mehr
oder minder in das Bereich der Phantasie verwiesen werden
müssen. Ich rechne dahin die Darstellung in „Schultheiß, Euro-
päischer Geschichtskalender“ „Memor I Allemagne Nourelle
S. 213 (derselbe verlegt die Unterredung irrtümlich nach Gastein).
Vgl. auch die „Neue Preußische Zeitung“ Nr. 193 vom 19.
August 1865, Sybel a. a. O. Bd. IV S. 154 und Bismarck
Abgeordnetenhaus-Rede vom 20. Dezember 1866. — Gegenüber
Beust, welcher unmittelbar nach jener Salzburger Zusammenkunft
mit dem bayerischen Minister von der Pfordten zusammenkam,
tat derselbe dieses seines Gesprächs mit Bismarck seltsamerweise
nicht Erwähnung, was in den Augen des sächsischen Ministers
allerdings weder gegen noch für die obenstehende Relation etwas
beweist, „da mein bayerischer Kollege dem Grafen Biomarck Dis-