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Bismarck: „Ich empfehle Ihnen es schleunigst zu tun,
und beklage, daß Graf Barral nicht zur richtigen Zeit mit
entsprechenden Instruktionen versehen worden ist.“
Mit Rücksicht darauf, daß Bismarck mit Frankreich und
Oesterreich vor Herbeiführung eines Einvernehmens mit Italien
verhandelt hatte, erklärte er: „Ich bin ebenso wie Italien
im ersten Augenblicke durch die französische Einmischung einge-
schüchtert (intimidito) worden; die Langsamkeit der preu-
ßbischen Operationen hat es mir zur Notwendigkeit gemacht,
die französische, einen drohenden Charakter tragende Ver-
mittlung, nicht ganz und gar zurückzuweisen; dementsprechend
ist auch meine erste Antwort gefaßt gewesen, worin ich be-
dauerte, mich nicht sofort mit Italien habe in Einverständnis
setzen können; später ist es nicht mehr möglich gewesen,
durch ausweichende Antworten dem Drängen Frankreichs zu
widerstehen.“
Nikolsburg, Ende Juli 1866.
Unterredung mit dem österreichischen Mi-
nisterialrat Hoffmann.
„Ich kann mich um die Einzelheiten der dem Groß-=
herzogtum Hessen für seine Gebietsabtretungen zu leistenden
Kompensationen nicht kümmern. Bayern, Württemberg und
Baden, die gemeinsam dafür aufzukommen haben, müssen dies
zusammen ausmachen.“
Nikolsburg, den 26. Juli 1866.
Zweite Unterredung mit dem italienischen
General Govone, betreffend dic italienische
Kriegsführung; Ansprüche auf das Tren-
nicht erwartet, daß es auch in Bezug auf die Kavallerie so war.“
In dem oben mitgeteilten Werke, nach einer Denkschrift Go-
vones S. 281.
v. Poschinger, „Also sprach Vismarck“. Bund l 15