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dürfnis Preußens. „Die Vorlegung eines solchen direkten
sachkundigen, mit der Autorität des preußischen Finanzministers
ausgestatteten Zeugnisses wird beim Reichstag schwerer
wiegen, als eine mündliche Auseinandersetzung seitens
des Bundeskanzlers oder der Beamten des Bundes-
kanzler-Amts.“ Bismarck empfahl in der Denkschrift den
Steuerzuschlag, welcher bei Ablehnung neuer Steuern in
Preußen nötig werden würde, zur besseren Klarstellung des
Effekts nur nach der Einkommen-Klassen-, Mahl= und Schlacht-
steuer zu bemessen, auch an Beispielen zu erläutern, welche
nützliche Ausgaben-Posten aus dem Budget wegfallen müßten,
wenn weder Steuern noch Steuerzuschläge bewilligt werden.
endlich auch der Unzulänglichkeit des jetzigen Betriebsfond
zu gedenken.
—
Berlin, Mai 1869.
Unterredung mit dem französischen Bot-
schafter Benedetti, betreffend die Kan-
didatur des Prinzen von Hohenzollern für
den spanischen Thron.)
Der französische Botschafter Benedetti besuchte Bismarck
nach der Rückkehr von Paris, lenkte das Gespräch
auf den Zustand der Dinge in Spanien und nahm daraus
Veranlassung ihn über die Gerüchte zu befragen, welche den
Prinzen Leopold von Hohenzollern als einen der Thronkan-
didaten bezeichneten. Bismarck versuchte nicht, einem Gespräch
darüber auszuweichen, er legte dem Botschafter dar, daß die
Souveränität, welche dem Prinzen Leopold angeboten wer-
den könnte, nur von vorübergehender Dauer sein würde, und
daß dieselbe für den Prinzen noch mehr Gefahren als ge-
*) Nach Benedettis Bericht vom 11. Mai 1869. Benedetti:
Ma mission. S. 307. (Das Datum der Unterredung ist nicht
genau angegeben.)