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gesichts der neuesten Forderungen Frankreichs ist der Krieg
selbst unter den schwierigsten Verhältnissen einer weiteren Nachgiebigkeit
vorzuziehen. Ich meinerseits könnte mein Ehrgefühl
nicht der Politik opfern. Die Veröffentlichung des mit Ihrer
Erlaubnis ohne Beifügung eines Zusatzes von mir redigierten
Abeken'schen Ziffertelegramms aus Ems wird uns — angesichts
der gallischen Erhebung und Reizbarkeit zu den Angegriffenen
machen, was ich taktisch für äußerst wichtig halte.
Ich wiederhole: es bleibt uns nichts übrig, als den öffentlichen
Drohungen Frankreichs gegenüber die Hand an den
Schwertgriff zu legen.
Die militärische Frage habe ich mit diesen beiden Herren
lauf Moltke und Roon deutend) reiflich überlegt. Der Chef
Ihres Generalstabs hat in Bezug auf den Stand unserer
Rüstungen, respektive die Zeit, deren dieselbe bei der überraschend
aufgetauchten Kriegsgefahr noch bedarf, volles Vertrauen,
und er meint, daß wir, wem überhaupt einmal losgeschlagen
werden soll, von einem Aufschub des Aufbruches
uns keinen Vorteil versprechen dürfen. Selbst wenn wir zunächst
nicht stark genug sein sollten, sofort alle linksrheinischen
Landesteile gegen eine französische Invasion zu decken, so würde
unsere Kriegsbereitschaft die französische bald überholen,
während in einer späteren Periode dieser Vorsprung sich abschwächen
würde. Er hält gleich mir den schnellen Abbruch
im Ganzen für uns vorteilhafter, als eine Verschleppung.
Indessen gebe ich besser den Militärs das Wort, um ihre Anträge
zu begründen.“
Nachdem Moltke und Roon gleichfalls die Dringlichkeit
einer sofort zu befehlenden Mobilmachung begründet hatten,
gab der König dazu seine Zustimmung.“)
*) Am 19. Juli 1870 verabschiedete sich der französische
Geschäftsträger Le Sourd, der sich bis dahin der besten Beziehungen
zu Bismarck erfreut hatte, von dem letzteren, nach
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