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— Sie sehn den andern nimmermehr —,
Ins lange, feuchte Klrchhofsgras
7. Und sprichst: „O schau auf mich herab,
Der hier an deinem Grabe weint!
Vergib, daß ich gekrünkt dich habr,
0 Gott, es war nicht bös gemeint!“
8. Er aber sicht und hört dich nicht,
Kommt nicht, daß du ihn froh umfüngst;
Der Mund, der olt dich küßte, spricht
Nie wieder: „Ich vergab dir längst!“
9. Er tat's, vergab dir lange schon,
Doch manche heiße Trüne fiel
Um dich und um dein herbes Wort
Doch still — er ruht, er ist am Ziel!
10. 0 lieb, solang du lichen kannst!
0 lieb, solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt.
Wo du an Grübern stehst und klagst!
125. Sprichwörter und Sinnsprüche.
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
Wer Tränen ernten will, muß Ciebe säen.
Doppelt gibt, wer baid gibt.
Freund in der Not, Freund im Tod, Freund hinterm Rücken:
drei starke Brücken.
Es ist nicht alles Kehricht, was unter dem Besen liegt.
. Mit dem Urtell nicht eile; höre zuvor beide Teile!
Friede ernährt, Unfriede verzehrt.
.Der brave Mann denkt an sch selbst zuletzt;
Vertrau auf Gott und reite den Zedrängten. Schluer.
Greif an mit Gott! Dem Nächsten muß man helfen
Es kann uns allen Gleiches ja begegnen. schiller.
. Wohltaten, still und rein gegeben,
Sind Tote, die im Grabe leben,
Sind Blumen, die im Sturm bestehn,
Sind Sterne, die nicht untergehn. Claudius
. Mann mit zugeknöpflen Taschen, dir tut niemand was zulieb;
Hand wird nur von Hand gewaschen; wenn du nehmen willst,
so gib! dernt,
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