Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Kufmer  102  „

—□——

Eine  deutsche  Antwort  aon  Asquith.

"

Berlin,  18.  August.  Die  „Nordd.  Allg.

####“  schreibt:  Asquith  erklärte,  daß  die  eng-Lsche
  Regierung  beschlossen  habe,  die  Wiederaufnahme
  des  diplomatischen  Berkehrs  nicht  zu

du

l#den,  bis  Genugtuung  für  die  „Ermordung“

Fryatts  gegeben  sei.  Der  englische  Ministerpräsident
  scheint  anzunehmen,  daß  nach  Friedensschluß
  deutscherseits  mit  Ungeduld  der  Wiederkehr



wi

eines  engl.  Vertreters  entgegengesehen
rd.  Asquith  irrt.  In  Deutschland  steht  man

der  Wiederaufnahme  diplomatischer  Beziehungen
  mit  einem  Lande  sehr  kühl  entgegen,  dessen
Staatsmänner  und  Presse  in  Beschimpfungen

un

d  Verleumdungen  Deutschlands  wetteifern  u.

cinen  Mangel  an  Anstand  in  Form  und  Gesinnung
  erkennen  lassen,  wie  er  in  der  Geschichte
wohl  beispiellos  dasteht.

Englische  Richtswürdigkeit.

Berlin,  18.  August.  Von  unterrichteter
Seite  wird  dem  WIB.  geschrieben:  Lord  Crewe
soll  auf  eine  anscheinend  bestellte  Anfrage  im
englischen  Oberhause  behauptet  haben,  die  deutschen
  U-Boote  hälten  neuerdings  in  sieben  Fällen
  ohne  Warnung  Handelsschifse  versenkt.  Er
läht  dabei  durchbliclen,  daß  von  den  U-Booten
auf  die  Rettungsboote  mit  den  Ueberlebenden
der  Schiffe  gefeuert  worden  sei.  Damit  behauptet
  er,  daß  die  II.Boote  mehrfach  das  Verspr


gie

echen  gebrochen  hätten,  das  die  deutsche  Rerung
  in  der  letzten  U  Boots-Note  der  amerilanischen

  Regierung  gegeben  hat.  Seine  Absich



t  ist  durchsichtig.  Er  will  erneut  die  Beziehungen

  zwischen  Deutschland  und  den  Vereinigten
  Staaten  vergisten,  um  für  England  eine
weitere  Deckung  hinter  Amerila  zu  finden.  Seine
gewundene  Redeweise  zeigt  auch  schon,  daß  cs

ihn

unmöglich  ist,  den  Beweis  für  seine  Worte

beizubringen.  Besonders  hingewiesen  sei  aber
auf  die  nichtswürdige  Behauptung,  deutsche  U-Boote
  hätten  auf  Flächtlinge  in  Schiffsbooten
geschossen.  Diese  Behauptung  paßt  zu  einer  Regierung,
  die  sich  schützend  vor  die  Baralongund
  King=  Stephen-Mörder  stellt  und  das  „Heldenmädchen
  von  Loos“  für  einen  gemeinen
Mord  mit  einem  Orden  auszeichnet.

Die  Beulenpest  in  England.

Haag,  18.  August.  Die  Londoner  „Times“
berichten  aus  Bristol,  daß  dort  Fälle  von  Beuleupest
  festgestellt  wurden.  Die  Seuche  hätte
schon  verschiedene  Opfer  gefordert.  (3.)

L

Die  Erdrosselung  Schwedens.
kondon,  17.  August.  Das  Reutersche  Bureau

  meldet,  wie  es  erfahre,  steht  die  Verösfentlichung

  einer  Proklamation  des  Königs
bevor,  die  die  Verhinderung  der  Auefuhr  von

alle

il  Gegenständen  des  täglichen  Bedarfs  nach

Schweden  zum  Gegenstand  hat,  deren  Ausfuhr

bis

wendig  gewesen,

jetzt  noch  nicht  verboten  waren.  Es  sei  notdie
  gesamt:  Ausfuhr  nach

Schweden,  von  cirigen  unbedeutenden  Ausnahmen
  abg’'selen,  von  der  Vorlegung  einer  Garan


por
gen

stätigen  ist,  nach  welcher  sowohl  Waren  wie  die

d  Krieg  as  Friedensfenter.

  

tie  abhangig  zu  machen,  die  von  dem  Imteur
  zu  unterzeichnen  und  von  der  zuständi-Abteilung
  der  schwedischen  Regierung  zu  be-Roman

  von  S.  Hillger.

2  (Nachdruck  verbolen.)

her

a#aber  teure  Freundin,  ich  will  doch  keinen
,  was  fragt  echte  Freundschaft  nach  lauen
kommlichen  Gefühlen,  nur  hen#en  moöchte  ich

Ihnen  und  Hans,  denn  mir  ##umt  es  beinah'’

wie  ein  Unrecht  vor,

daß  i##  so  im  sicheren

Wohlleben  schwelge,  währe  o  Sie  und  die  Ihrigen

  darben!
EGd
mangel  daran  verhindert  wird,

çeschmackvoll  zu  gestalten  und  nach

ver

Widersprechen  Sie  nicht!  Ich
dan  Sie  nicht  Nutzger  und  Eunbellpussa
aber  solange  cin  Geondeter  durch  Geldsein
  Leben
Wunsch  zu
schönen,  darbt  und  entbehrt  er  auch  !“

.Sie  haben  recht!“  beflätigte  Dora,  mit

dem  zierlichen  Lossel  spielend,  und  ich  wage

nicht,  Ihnen  zu  widersprechen.

Ich  leide  sehr

unter  dem  Druck  der  Knappheit.  Hans  scheint

das  weniger  zu  empfinden.

Er  fühlt  sich  behaglich

  im  Joch,  arbeitet  gewissenhaft  seine
Stunden  berunter,  ist  besciedigt,  wenn  er  seinen
Magen  fulien,  mit  den  Kindern  herumtoben

bekann.


horrsche  mich.

Hä#

Unfrieden.
Aber  oft  zuckt  es  mir  in  den
müsse  ich  ihn  aufrütteln  aus

ch  ##ll  keinen

nden,  als

seiner  trägen  Selbstzufriedenheil.“  Gewiß,  er  ist

nicht  allein  6
hat  mit  seinen  Stellen  viel  Pech  gehabt.  Aber

bei
—

schuld  an  unserem  Ungemach,  er

einigem  Streben  batte  er  sicher  auch  schon

ehr  er

rei
„Sie  tragen  so  ein  entzuckendes  Hüichen,

Frau  Dora,“  sondierte  Bitiner,  „und  es  kleidet
Sie  einfach  wunderbar.  Es  sieht  nämlich  aus,

dunkles  Haar  niedergelallen.

habe  sich  eine  Möwe  im  Fluge  auf  Ihr
Eine  munder-Kleen#

  Angeenn
Zur  Besenus  von  Wlorin.

 

     

!  Sonnfäg,  20.  Augufk  19#

 

 

 
  

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aus  ihnen  hergestellten  Erzeugnisse  aus  Schwe-Dennicht
  weiter  ausgeführt  werden.

Die  englische  Anleihe  in  Amerika.

Neugyork,  18.  August.  (Reutermeldung.)
Die  neue  englische  Anleihe  in  Höhe  von  50  Mlllionen
  Pfund  Sterling  wird  in  Form  von  Goldnoten
  am  1.  September  ausgegeben.  Es  werden
  dafür  amerikanische,  kanadische  und  andere
Werlpapiere  im  Betrage  von  60  Mill.  Pfund
Sterling  verpfändet.  Ein  Bankensyndikat  übernimmt
  die  Anleihe  zu  98  Prozent.  England  behält
  sich  das  Recht  vor,  die  Anleihe  ganzoder
teilweise  bis  zum  31.  August  1917  zum  Preise
von  101  zurückzuzahlen.  Die  Anleihe  wird  dem
Publikum  zum  Preise  von  99  angeboten  werden.

Die  Lage  in  Bulgarien.

Sofia,  18.  August.  „Dneonik“  zufolge
machte  Ministerprösident  Radoslawomw  im  Miinisterrat
  Mitteilungen  über  die  äußere  Lage.
Bulgarien  sei  gegenwärtig  vor  jeder  äußeren
Ueberraschung  gesichert.  Die  allgemeine  Lage
sei  gut  und  es  beständen  Aussichten,  daß  sie
sick  weiter  bessere.  Auch  bezüglich  der  Versorgung
  von  Armee  und  Bevölkerung  sehle  nichts.
Die  bisherige  Ernte  sei  mehr  als  zufriedenstellend.
  13.)

—  See
100  feindliche  Schiffe  versenkt.

Berlin,  18.  August.  Wie  WB.  hört,  verlieh
  der  Kaiser  dem  Kapitänleutnant  Walter
Forstmann,  Kommandanten  eines  Unterseebootes,
  in  Anerkennung  seiner  hervorragende  Erfolge
  im  Unterseebootskriege  den  Orden  Pour
le  merite.  Kapitänleutnant  Forstmann  hat  wirklich
  ganz  Hervorragendes  geleistet.  Seit  Beginn
des  Krieges  fährt  er  mit  seinem  U.-Boot  durch
die  Meere  und  hat  allein  100  feindliche  Schiffe
mit  einem  Inhalt  von  260  000  To.  versenkt.
Unter  diesen  befinden  sich  Kriegsschiffe,  Bewa-Schiffe,

  uat.  pon.  Kri

halbiepe  Öder.  dieser  Mowenbut.  Suyer  haben
Sie  denselben  aus  eigenen  Mltteln  bestritten,
denn  Hans  würde,  nur  um  seine  Groschen
nicht  herausgeben  zu  müssen,  sicher  nichts  danegen
  davecn,  wenn  Sie  ein  billiges,  unmögli.nes
  Hutgestell  trügen.“

Die  Erinnerung  an  die  abfüällige  Kritik
ihres  Munner,  zeine  unau#sniprochenen  Varwurie,
  die  ihre  Feiniühligleit  jedoch  ebenso
eimounden  hatte  wie  einrn  ausgesprochenen
Vezweis,  trieben  ihr  da;z  Vlut  in  die  Bangen.

„anz  so  schlilnm,  wie  Sie  verinulen,  ist
P.  us  janun  nich“  gestand  jie  ehrlich.  „uber
AHoenzenlos  hedanich.  Er  #iehi  es  gern,  daß
ich  Zut  ange  zogen  bin,  aber  ich  joll  keinen
Vogelstut  tragen.  Als  ob  dadurch  an  der
Mode  etwas  genndert  wäre,  wenn  ich  inich
derseiben  verschlieze!  Sie  b##lenhente  morgen
nur  Dans  seyen  sollen,  am  liebsten  hälte  er
mein  selbleruntes  lleines  Kunstvert  zer-(nullt.
  Aver  er  solite  es  nur  wagen!  Jeh  bin
oit  so  verbittert,  daß  sich  mir  Worte  über  die
Lippen  drängen  wollen,  die  besser  ungesprochen
bleiben.“

Bittner  glaubte  genug  zu  wissen.  Ein
laum  wahrnehmbares  schadenfrobce  Lächein
/amipirlie  seine  Lippen.  „Belliagenowert,  einfach
unerhurt!  Und  der  Mann  behauptete,  Sie  zu
iehen!  ...  Nun,  es  soil  alles  anders  werden,
verehrteste  Freundin;  Sie  haben  in  mir  einen
aufrichtipen  Berater  und  Beschüger  gesunden
und,  wenn  es  sein  muß.  einen  Verteidiger.

Mir  scheint,  das  Schicksal  hat  uns  gerade
zur  rechten  Zeit  zusammengeführt.“

In  Dora  regien  sich,  nochdem  sie  ihrem
linwillen  Lust  gemacht,  Oewissensbisse.  Sie
fand  es  doch  sehr  unrecht  und  argliseig,  daß

  

 

sie  hier  bei  Schokolade  und  Torte  ihren  Mann

 
 

     

chungsdampfer,  Truppentransporldampfer,  und

 

 

rialien  dienen,  Handelsschiffe,  darunter  auch  bewaffnete
  Handelsfahrzeuge.  Mit  diesen  hat  er
mehrere  erfalgreiche  Gefechte  durchgeführt.  Kapitänleutnant
  Forstmann  hat  es  verstanden,  sein
lleines  Schiff  durch  alle  Fährlichkeiten  hindurchzusteuern,
  insbesondere  auch  den  heimtückischen
U-Voots-Fallen  zu  entgehen.  U--Boots-Fallen
sind  Dampfer,  die  äußerlich  Handelsschiffen
ähnlich  sehm;  sobald  sich  aber  ein  Unterseeboot
mit  ihnen  beschäftigt,  bringen  sie  Geschütze
hervor,  indem  sie  plötzlich  eine  Bordwand  herabllappen.
  Man  denke  an  den  Baralongfall
oder  andere  hinterlistige  Mittel  zur  Täuschung
anderer.  Der  Wert  der  von  Kapitänleutnant
Vorstmann  versenkten  Schiffe  beträgt  60  Mill.
Mark.  (J.)  f

Eis:feindliche5U-Bootinder  »
Ostsee  versenkt.

Berlin,  18.  August.  Aus  Kopenhagen  wurde
  den  „Basler  Nachrichten“  geemeldet,  daß  am
Donnerstagmittag  ein  deutsches  Unterseeboot
zmischen  Stockholm  und  dem  Slagerral  vurch
einen  schwedischen  Kreuzer  versenlt  worden  sei.
Schon  vor  einiger  Zeit  harr  die  schwedische  Regierung
  beschlossen,  fremde  Kriegsschiffe,  die  in
die  schwedischen  Hobeitsgewässer  eindringen,
rahne  weiteres  zu  beschießen.  Wie  hiezu  von  zustãndiger
  Stelle  mitgeteilt  wird,  kommt  ein  deutsches
  Unterseeboot  nicht  in  Frage.  Da  nicht  anzunehmen
  ist,  dah  ein  schwedisches  Unterseeboot
durch  einen  eigenen  Kreuzer  versenkt  wurde,
lann  es  sich,  falls  die  Nachricht  zutrifft,  nur  um
ein  russisches  oder  englisches  Unterseeboot  handeln.


Bersentt.

London,  18.  August.  Nach  einer  Aoydsmeldung
  ist  der  spanische  Dompfer  „Pegassari“
(3267  Tonnen)  zum  Sinken  gebracht  worden.
Der  wussische  Dampfer  „Kovka“  und  die  italienisien
  Segier  „Lorenzo“",  „Donato“  und  „Sant

ntonio“  Tind  gesunken.

 

Sie  lonnte  uch  ern  nar  nicht
die  Süßtateiten  in  Angei's  zu

eOWautz#c.
entahtießzen,
hehlnen.
Aber  die  Schokolade  duttete  gar  zu  liebdlich
und  veriaueno.  Und  dann  begehrie  Zuch  ver
„:#  6  in  ihr  u.  Vanz  mar  shnt  d"  Crtahnte
Ha  eiwa  ihren  leitzz  aun?  ##n  (enznteilt
GC.  memit,  mu  zmeihiuner:  Nari  lonne
man  um  ausiommen.  Wenn  Vhorn  az  Geid
ilin  inteilc,  habe  sic  co  nicht  Untin,  init  seinen
Uiindotheiten  ihre  Augen  zu  verderben.  Auch
hie  Zzirtichaft  darunter,  wen  eine  Frau
kemn.n  lange  Smuden  am  ceinem  Nieck  ne  und
ür  fremde  Leute  stichle.  «
Dora  trant  ihre  Shotolade,  aber  in  Zorn
und  Empörung,  das  Viliner  an  ihren
funkelnden  Augen.
mil  Beyagen.  Dora  mwürde  schon  weite  Dern.
Sie  tat  es.  „Bald  nach  un  Verheiratung
  bekam  Hans  eine  großartige  Sielle
als  erster  Buchhalte#1.  Das  wuienn  glütkliche
Jahre.  Wir  hatten  uns  so  furchtbar  urb.  Es
ging  alles  nach  Wunsch,  wir  #ibaren  nicht  tricht-#nig,
  sondern  sparten  uns  hübich  mas  zu-  


 

 

 
 

Er  schlürfte  sein  Münchener

   

ssammen.  Da  mußte  der  Hert  Banker,  Jobannes'
  Chef,  den  Vankerott  erklären.  Es
brach  alles  zusammen.  Wir  hatten  jedoa)

unter  dem  Zusammrbruch  nicht  zu  leiden.
Wenigstens  nicht  gleich.  Hans  fand  eine  Stelle
als  Bureauvorsleher  bei  einem  Rechtdanwalt.
dort  hatte  er  ein  gutes  Einkommen.  Beinay“
noch  einmoal  sonicl  als  vorher.  Aber  nach  laum
einem  Jahre  stellte  der  Chef  einen  Verwandten
in  seinem  Bureau  an.  Dem  war  Hanz  von
voruherein  ein  Dorn  im  Auge,  und  er  hat
auch  nicht  eher  geruht,  als  bis  er  meinen

Mann  verdröngt  hatte.  Ihm  wurde  gekündigt

krondem  er  sich,  davon  bin  ich  übergeugt,  nichte

bedeutende  Truppenmassen  konzenkriert  hät

daten,  die  in  russische  Gefangenschaft  geraw

der  Unternehmungen  zur  Eroberung  der  im  M

 

Oeillicher  Kriegusche####.

I  Lebexgnt  E

Stockholm,  18.  August.  Die  offiziösen?
lischen  Kommentare  berichten,  das  erneute
starren  an  der  galizischen  Front  beweise,  dah
Oesterreicher  auf  dem  Wege  nach  Lemberg

daß  der  Versuch,  den  Widerstand  zu  brech
selbst  bei  erfolgreicher  Einnahme  von  Lemb
wegen  der  damit  verbundenen  Menschen  1
luste  nicht  lohnend  sei.  Lemberg  habe  mehr
litische  Bedeutung,  besitze  aber  keinen  strate
schen  Wert.  .

Die  russischen  Bestien.

Budapest,  18.  August.  Dem  „Mz  #
wird  aus  dem  K.  und  K.  Kriegspressequl
tier  berichtet:  In  dem  zurückeroberten  Bu
winaabschnitt  wurden  viele  Leichen  unserer

waren,  gefunden.  Die  Leichen  sind  schrech

verstümmelt.  Man  fand  solche  mit  durchsch

tener  Kehle,  zerschmettertem  Schädel  und  v

renkten  Gliedern.  Dieser  Umstand  läßt  r

auf  schließen,  daß  unsere  Soldaten  Opfer  #

sischer  Grausamkeit  geworden  sind.
1r  #

Rußland.
Russische  Phantasieziffern.

Berlin,  18.  August.  Der  amtliche  rulsi
Bericht  vom  16.  August  gibt  solgende  Pham
sieziffern:

Nach  abgeschlossener  Zählung  ist  die  Gesan
beute  der  Truppen  des  Generals  Brussiloo
der  Zeit  vom  4.  Juni  bis  13.  Klugust  inn  La

ter  auesgebauten  deutschen  und  österreichiss
Linien  vom  Prypec  bis  zur  rumänischen  Gre
jolgende:  Gefangene  Osigier-  Soldaten  (F#
truppen,  Elappentruppen,  Train,  Sanilateg
sonal  usw.)  Geschütze,  Maschinengewehre:
Armee  des  Generals  Kaledin:  2384  Offiz#
107  225  Soldaten,  147  Geschütze,  450  M
nengewehre,  146  Bomben=  und  Minenwe#
.  Armee  des  Generals  Leschitzki:  2199  0
jiere,  100  578  Soldaten,  127  Geschüe,  2
Maschinengewehre,  34  Bomben=  und  Mirs
werfer  und  mehr  als  35  Munitionswags
3.  Armee  des  Generals  Sacharow:  1967  Oh
hiere,  87249  Soldaten,  76  Geschütze.  232  M
schinengewehre,  119  Bomben=  und  Minenwen
und  mehr  als  128  Munitionswagen.  4.  Aln
des  Generals  Tscherbatschem:  1267  Offizz
55  794  Soldaten,  55  Geschütze,  211  Maschia
gewehre,  29  Bomben=  und  Minenwerferert
129  Munitionswagen.  JInm  Summa:  7757  0
ziere,  350  845  Soldaten,  305  Geschütze,  13
Maschinengewehre,  338  Bomben=  und  Mi--werzer,
  292  Munitionswagen.  Außerdem  w#r
eine  große  Anzahl  Gewehre,  30  Werst  Fr
bahnmaterial,  Telephongerät,  mehrere  Ari#-#
riedepots  und  Pioniergerät  erbeutet.  =

Am  17.  August  berichteten  die  Russen  sern
Nach  ergänzenden  Berichlen  brachten  die  T
pen  des  Generals  Brussilows  bei  den  kürzlis
Operationen  198  Offiziere,  73006  Soldaten,
leichte,  17  schwere  Geschütze,  70  Maschinengeo
re.  29  Bombenwerser  und  mehr  als  14  000#
schosse  cin.  Diese  Ziffern  sind  noch  zu  d#
gestrigen  Nachmittagsbericht  binzuzufügen.

Es  ist  also  der  gleiche  amtliche  rust#l
Schwindel,  der  uns  in  diesen  willkurlich  zuien
mengestellten  Ziffern  entgegentritt.  Dechs
sei  darauf  hingewiesen,  daß  immer  wieder  :#
erst  in  den  letzten  Tagen,  festgestellt  wun

halte  zunhulden  tomme#n  lulslen.
Da  kamen  wir  zmuck.  Duns  war  monz
lang  brotlos.  Unirte  Ertparnisse  schmolzen
jammen.  Al?  er  enbinh  wie  det  eine  10
fjano,  war  es  die  höchsle  Zeil.  Die  Nott
noch  nicht  an  un  ere  m  getllupft,  uber  -n
lilt  bitier  unter  seinem  Mihges#k.  Sien.
los  zu  sein,  inee  er  ofl,  sei  ie  einr  ##
#ehrung  iür  einen  Mam,  der  daraul  engenmen
sei,  jür  Brot  zu  forgen.
Man  siellte  ihn  als  zweiten  Buchhakler  0
einem  grosen  Crportgeschäff  ein.  Da:  m  e
noch.  Aber  wer  wein,  wie  lanne!  Er  #imith
sich  nicht  aus.  Aber  an  seinem  bedruckten  w
merke  ich,  daß  er  Widerwärtigteiten  un  Ee
schaft  hat.“
„Viclleicht  trägt  er  das  Kündiguns
schreiben  schon  wieder  in  der  Tasche  um  3
herum  und  scheut  sich  nur  noch,  sein  Ungemaeinzugosiehen.“
  »
»t-hättenonklicchlswegeninzwisch«
dochwohlzumcrlteithschhaltcrMann-natimüsse-MmeichimsekItatydesstlsrh,-W

summte-1nol)l,daszdugnichtgcichchcsth
«zucktedieAchieln.Achan-m

nicht.  Ich  glaube,  er  zu  schlicht,  "
richug  und  harmlos.  Er  want  keinem  Schleche
Dadurch  haben  die  schlauen,  argkingen
Kollegen  freies  Spiel  umd  konnen  ihn  un
Leichligleit  verdrängen,  „Der  Posten  des  ersten
Buchhalters  ist  inzwischen  zweimal  neu  beich
worden,  mit  Uebergehung  meines  Manuc#
Ueber  Doras  hübsches  Uungmädchenge#nt
ronnen  plötzilch  große  heihe  Trönen.  Nur  #Kün
lam  eritickte  sie  ein  Ausschluchzen  „Er  tut  mt
lo  so  furchtbar  leid,  e:  zerreißt  mir  das  Her#-wenn
  ich  ihn  so  blaß  #md  traurig  dasiszen  sedt.