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Neunzehn Monate lang bing's, und zuletzt über vier
Jahre lang hing's (Oktober 1563 bis Februar 1568), bis
beide Theile wechselsweise so sich erklaͤrt hatten, daß beide
Theile sahen, sie seyen sich nie so nahe gewesen, als sie anfangs
geglaubt hatten.
Unter Allem aber, was traktirt worden, unter allen gewechselten
Schriften, die sich erhalten, ist keine lehrreicher,
keine zeigt zuverlaͤßiger den ganzen Gang der Verhandlung,
in keiner stellt sich die Koͤnigin so ganz dar, in keiner sieht
man deutlicher die damalige Negociationsweise in Dingen dieser
Arc, als in der Geschichte der Audienzen, die der Gesandte
erhielt, den Herzog Christoph 1564 nach London schickte.
Ahasverus Alinga hieß der Gesandte. Er war ein
geborener Friese, einer der trefflichsten Räthe Herzog Christophs.
Der Instruktor seiner Prinzen, wozu er auch wegen seiner
Kunde fremder Sprachen und seiner großen Welterfahrung
vorzüglich geschick war. Ein Mann des Rechts, so erfahren,
daß er schon 4564 unter den Oberräthen saß, und doch nicht
einzig nur der romischen Rechte erfahren, was damals oft
einzige Weisheit der hochbetrautesten Männer war. Weil
manche Dinge, die in seiner Relation an Herzog Christoph
enthalten sind, in jedem anderen Munde, als in dem seinigen
sonderbar klingen würden, so führe ich ihn selbst redend ein.
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Wir kamen 15. Januar 1565 zu Winsor an; der Kommissär
Herle empfing uns, wies uns das Quartier an, und
ich bat ihn sogleich, mir sobald moͤglich bei dem Sekretär
Cecil Gehbr zu verschaffen, damit ich durch ihn bei der Königin
Audienz erhalten möchte. Gleich auch den zweiten Tag
ward ich zu Cecil gerufen, und meine erste Anrede an ihn
war: ich hätte den Auftrag, im Namen meines Herrn, der
der wahren Religion zugethau sey, ihm, als einem Freunde