Full text: Fünfzig Jahre aus Preußens und Deutschlands Geschichte.

Einzug in Karlsruhe. 69 
Bis zum Jahre 1848 galt dieser Ort neben Karlsruhe für eine der fried- 
fertigsten Städte in Baden. Erst die Erschießung des Volksmannes Robert 
Blum hatte auch hier wie in Sachsen die Leidenschaften der Massen entflammt. 
Bei der Bedeutung, die Rastatt als Reichsfestung hatte, lag es auf der Hand, 
daß es nicht in den Händen der Aufständischen gelassen werden durfte. Um 
so größer erschien seitens der letzteren das Wagnis, den Platz gegen die treff- 
lich ausgerüsteten und wohlgeführten preußischen Truppen verteidigen zu wollen. 
  
Der Prinz von Preußen vor Rastatt. 
Gewiß hätten die Einwohner Rastatts den Preußen lieber die Thore geöffnet, 
als den ungleichen Kampf ausgenommen; allein die abtrünnige Soldateska, 
die bestimmt wußte, welches Schicksal ihr bevorstand, war trotz des geringen 
Vorrats an Munition und Proviant zum Widerstand bis aufs änußerste 
entschlossen. 
Am 28. Juni setzten sich die Preußen in drei Kolonnen gegen die Murg- 
linie in Bewegung. General von Peucker hatte durch seinen linken Flügel die
	        
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