Full text : Der Weltkrieg. III. Band. (3)

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Wenn  Jemand  dies  von  seinem  Jagdgewehr  behaupten  kann,  so  mag
er  mit  demselben  zufrieden  sein.

Die  Pürschbüchse  und  Büchsflinte.

Zum  Erlegen  des  Hochwildes  soll  sich  der  gute  Jäger  nur  der
Pürschbüchse  bedienen,  weil  beim  Schießen  mit  Schrot  oder  mit  Posten
das  Hochwild  sehr  oft  zu  Holze  geschossen  wird;  man  überlasse  dies
den  Aasjägern.  Die  Pürschbüchse  muß  eine  gröbere  Visirung  und  ein
blankes  Korn  (von  Elfenbein  oder  Silber!)  haben,  damit  man  damit
auch  bei  schlechterem  Büchsenlicht  visiren  kann;  sie  muß  deshalb  auch
stets  mit  gestrichenem  oder  vollem  Korn  eingeschossen  sein.  Die  Pürsch—
büchse  soll  nicht  zu  lang  und  zu  leicht  sein,  so  daß  man  aus  freier
Hand  gut  damit  schießen  kann.  Der  Lauf  muß  gerade  sein,  genügend
starke  Wände  haben  und  bis  zur  Mitte  kugelgleich  sein  (d.  h.  der
Durchmesser  der  Seele  ist  überall  gleich),  um  das  Flattern  des  Geschosses
  zu  verhüten;  letzteres  tritt  übrigens  auch  bei  sehr  ausgeschossenen
Büchsen  oder  bei  solchen  mit  zu  scharfem  Drall  ein.  Der  Lauf  ist
sorgfältig  von  Rostflecken  oder  Beulen  2c.  namentlich  in  der  Nähe  der
Mündung  und  bei  Hinterladern  in  dem  unteren  konischen  Uebergang
aus  dem  Patronenlager  in  den  gezogenen  Theil  zu  bewahren.  Die
Büchse  soll  bis  auf  120  Schritt  auf  alle  Distancen  eingeschossen  sein,
d.  h.  der  Schütze  muß  genau  wissen,  wohin  er  auf  alle  Distancen  zu
halten  hat;  bei  guten  Büchsen  mit  genügend  starker  Pulverladung  muß
er  auf  je  20  Schritt  nähere  Distance  etwa  2—3  cm  kürzer  halten,
bis  zu  50  Schritt  herunter.

Neben  der  Pürschbüchse  werden  auch  noch  die  sog.  Büchsflinten
geführt,  an  welchen  ein  Rohr  mit  spiralförmigen  Zügen  für  die  Kugel,
das  andere  glatt  oder  mit  geraden  Zügen  für  Schrot  bestimmt  ist,  oder
die  sog.  „Drillinge“,  Gewehre  mit  2  Schrotläufen  und  darunter  einem
Büchsenlauf  oder  mit  2  Büchsenläufen  und  darunter  einem  Schrotlauf.

Die  Flinte.

Damit  mit  den  Schrotgewehren  das  Wild  nicht  nur  krank  geschossen,
  sondern  getödtet  wird  oder  „im  Feuer  liegt“,  so  ist  darauf
zu  achten,  daß  dieselben  ein  nicht  zu  schwaches  Kaliber  haben  und  so
stark  im  Bau  sind,  daß  sie  eine  möglichst  starke  Ladung  vertragen,  ohne
ein  Zerspringen  befürchten  zu  lassen.  Damit  das  Schrot  zusammen-