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Zu diesem Plan bemerkte Hr. Fritsche, seine Vorliebe für
das Bifurcationssystem beruhe auf den darüber gemachten Erfahrungen.
Die Hauptfrage bei der Construirung eines solchen Systems
sei für ihn die, wieweit die gemeinschaftliche Grundlage hinaufreichen
könne, wann die Bifurcation beginnen müsse. Die Vereinigung
bereits mit Quinta aufhören zu lassen, gehe deshalb nicht an, weil
da die Entscheidung über den künftigen Lebensberuf des Schülers
noch nicht getroffen werden könne; die Scheidung dagegen noch
weiter hinauszuschieben als bis hinter Quarta, sei deshalb nicht
thunlich, weil der Unterricht im Griechischen, welchen er für die
Realisten nicht obligatorisch zu machen wünsche, mit Tertia beginnen
müsse. Etwanigen Bedenken in dieser Beziehung entgege er, daß
auch die alte Gymnasialbildung das Griechische erst in Tertia begonnen
habe, und daß, wenn man, anstatt daß, wie seither, das
Friechim e von Quarta an 7 Jahre lang in 6 wöchentlichen Stunden
gelehrt werde, künftig dasselbe in 7 wöchentlichen Stunden 6
Jahre lang betreibe, nach seiner Meinung mindestens ebensoviel gelernt
werden könne als bisher, zumal, wenn man in denjenigen
Schulen, welche nur Eine (2 jitrige) Tertia hätten, bezüglich des
Griechischen ausnahmsweise einen 2jährigen getrennten Cursus in
Tertia einführe.
Lateinisch halte er für beide Bildungsrichtungen für absolut
erforderlich und habe es daher auch für beide durch den ganzen Unterricht
durchgeführt; Französisch habe er, auch für das Gymnasium, und
war mit 4 Stunden wöchentlich, von Quarta an beginnen lassen, weil
heutzuhaee ein gebildeter Mann, welcher kein Franzöfisch verstehe,
sich nach seiner Ansicht lächerlich mache; Naturwissenschaften habe
er dem Sertaner abgenommen, um ihn zu entlasten, und weil er
den natuegechichtlichen Unterricht in Sexta für Spielerei halte;
Zeichnen habe er für die Realschule wenigstens facultativ beibehalten
zu müssen geglaubt.
In der für feinen Plan vorausgesetzten Vermehrung der Anahl
der wöchentlichen Lectionen für das Gymnasium glaube er insofern
kein Hinderniß sehen zu dürfen, als erfahrungsmäßig die
rößere Lectionenzahl der Realfthulen den Schülern derselben keinerlei
Rachtheil gebracht habe, namentlich auch nicht in Bezug auf ihre Sehkraft.
Auf Einzelheiten weiter einzugehen zarrieß er, da es ihm
nicht um Feststellung derselben, sondern um die Anerkennung des
Princips seines an das Gegebene anknüpfenden Planes zu zpun sei.
Brincipiell gegen das Bifurcationsspstem als eine bestimmte
Schulorganisation erklärten sich HH. Bonitz, Gallenkamp,
Lucius, und enthielten sich deshalb einer in's einzelne gehenden Beurtheilung.
Die Bifurcation gehe von der Ueberzeugung aus, daß sich
mit den ir den realistischen Weg erforderlichen Lehrgegenständen
der Unterricht in den alten Sprachen in einem Umfange verbinden