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mindestens ein Wierkel durch Tob oder Verwundung
kampfunfähig geworden sei.
*
auf Verluste hat zwar manchen Erfolg
bei Hegm der Kämpfe gebracht. Aber die
Schlacht kn den Karpathen, wo die Nussen nach
dem gleichen System vorgingen, hat gezeigt.
daß mit derartigen Methoden der endgültige
Sieg nicht zu erringen ist. (3.)
Die „Kreuzzeitung“ meldet aus Wien: Zeuden
der letzten Kämpfe an der Ostfront beslätigen,
daß die russischen Infanterieverluste schon
bisher ungeheuer sind. An verschiedenen Stel.
len der Front wurde beobachtet, daß die russ.
Insanterie von rückwärto durch Kosaken und
andere Kavallerie gegen den Feind getrieben
wurde und daß das Zurückgehen der Infanteriemassen
sofort die Eröffnung russischen Artilleriefeuers
gegen die eigene weichende Infanterie zur
Folge hatte. Sowie sich eine Gelegenheit zelgte,
versuchten die Russen sich zu ergeben. Die Gesamtlage
darf ruhig beurteilt werden, da alle
Maßnahmen zu einer baldigen Aenderung der
Situation nicht nur veranlaßt, sondern bereits
im vollsten Gange sind. (3.)
Dierussischen Verluste.
Berlin, 16. Juni. Der „Nationalzeitung“
wird von der russischen Grenze gemeldet: Besonders
schmerzlich empfinden die Nussen ihre
hohen Offiziersverluste. Im Abschnitt des Ge.
nerals Leschitzti sind allein vier Generalke gesallen,
drei schmer verwundet, darunter zwei
Korpskommandanten. Insgesamt jind 14 Generale
gesallen oder schuer verwundet. Regimentolomma
#deuren befenden sich acht, die mit besonverwundet.
Unter den gesallenen Regimentskommandeuren
befinden sich acht, die mit besone
derer Auszeichnung den ganzen Feldzug als
Kommandeure mitgemacht haben. Der Prozentsatz
der gesallenen Hauptleute und Leutnante ist
beträchtlich höher als in den früheren Schlachten.
Tuffallend ist auch wieder die hohe Zahl der
gefallenen Jähnriche. Bei einem der letzten
Nachhutlämpsfe im Raume von Luck wurde ein
ganzes Regiment Kosaken durch Maschinengewehrfeuer
bis auf den letzten Mann vernichtet.
In Petersburg werden Befüchtungen laut, daß
die Offensive schließlich vor dem erwünschten
Crfolge abgebrochen werden müsse, da möglicher.
wesse die Munitionsvorräte dem unerhörten Verbrauch
nicht gewachsen sein dürften. (3.)
Der amtl. russische Bericht.
Petersburg, 10. Juni. Amtlicher Be.
richt vom 15. Jun. In der Gegend von Barano,
witschi entspann sich ein örlliches Gesecht, in
essen rlauf U#ir zunächst einige seindlicke
Gräben nahmnen. Ein Gegenstoß der deutschen
zwang uns wieder in unsere Ausgangsgräben zu.
rück. Die Offensive des Generals Brufsitom
dauerte gestern an. An verschiedenen Teilen der
Front machten wir von neuem Gefangene und
Beute. Der Feind setzt seine Gegenangriffe an
mehreren Stelien for! und faßt in seinem neuen
Gelände festen Fust. Nach den jetzt ergänzien
Verichten ergab sich folgende genauere Zahr#
an Gesangenen und Kriegstrophäen: Ein General,
drei Regimentskommandeure, 2467 Offi.
ziere, fünf Regimenis- ärzte und ungefähr 150 000
Soldaten, serner 103 Geschühe, 266 Maschinen-Lewehre,
131 Bombenwerfer und 32 Minenwer--fer.
— Und nicviel ist dazu gelogen?
ssichtslese Art des Masseneinsatzes ohne
Minsk bombardiert.
KLopenhagen, 16. Juni. Aus. Minsk wird
geuzeldet, daß ein Zeppelin und zuei Flug.
zeuge Bomben von gewaltiger Sprengkraft eine
Stunde lang auf Minsk herabwarsen und den
Bahnhof der Wilnalinie vollständig vernichteten.
In der Stadt blieb kein Fenster ganz. Die
Zivilbewohner sind sämtliche abgereist. (3.)
Algemeines vom sium.
Die Verdun- Interpellationen in
der französische Kammer. 3
Basel, 16. Juni. Aus Paris wird gemeldet:
Die heute beginnende Geheimsitzung der
französischen Kammer wird voraussichtlich drei
Tage dauern. Man hat strenge Mahnahmen
ergriffen, um das Geheimnis zu wahren. Durch
den Generalsekretär der Kammer, der den
Kammerpräsidenten in der Leitung der Verhandlungen
unterstützen wird, wird ein stenographisches
Protokoll ausgenommen, das versiegelt
in das Archiv der Kammer gelegt wird.
Es wird neun Interpellationen geben, die alle
auf Verdun Bezug haben. An der Spitze steht
die Interpellation Favre: „Welche Gründe haben
zur ungenügenden Verteidigung von Verdun
geführt im 19. Monat des Krieges? Wer
ist dafür verantwortlich? Welche Mahbregelungen
haben staltgejunden?“
Ein russischer Pump in Amerika.
London, 16. Juni. (Neutermeldung). Der
„Daily Telegrapxh“ meldet aus Neopyor#: Die
neuc russisck: Anleihe im Betrage von bchn:
Millionen Pfund Sterling ist abgeschlossen.
Goldberguerke in Serbien. .
Budapest, 16. Juni. Die Serben hatten
vor dem ersten Balkanlriege im Timolgekirge!
auf den Höhen der Pelgruppe, südlich von-Orsoma,
Goldminen entdeckt und mit der Ausbeutung
begonnen. Wegen des Krieges worde?
der Goldbergbau von den Serben dann einge-:
siellt. Jetzt haben die Bulgaren nach der Frobe.,
rung des Gebietes den Goldbergbau nieder
ansgenommen. Bisher sind 112 Millionen an
Golduert zutage gefördert worden. Am Amselseld,
in der Gegend von Ferizovits, wuroen
neue Goldgruben entdeckt, die 25 Gramm reines
Gold pro Tomne W G. )
——
In der Ostsee.
Berlin, 16. Juni. Die Russen melden: „In
der Nacht vom 13. zum 14. Juni griffen unsere
Torpedoboote seindliche Dampfer an, welche
unter militärischer Bedeckung fuhren. Im Laufe
des Gesecht- mit den feindlichen Schiffen versenlten
wir 2 Geleitschisse vom Typ der kleinen
Torpedoboote und einen Hilsslreuzer, dessen Be.
sabung wuir gefangen nahmen.“ Worlffs= Tele-Kraphisches
Bureau erfährt hierzu von zuständiger
Seile, daß in dem obigen russischen Ve.
richte die üblichen russischen Uebertreibungen
eiithalten sino. Kein deutsches, einem Torpedo-Coot
oder einem Torpedobotstyp ähnliches Fahrdeug
oder sonst ein Kriegsschiff bis auf das ge.
meldete Hilfsschiff „Herrmann“ sowie kein Han.
deloschiff int verloren gegangen. Die im Berscht
gemeldeten Ueberlebenden vom Hilfsschiff „Herrmann“
wurden von den eigenen Fahr#eugen
ausgenommen.
Träumende Menlchen.
Roman don Dora Duncker.
(Nachrruck verbsten.)
ar oneo erichrect einen lugenon ne#en.
Konnte er sich überhaupr so, wie er war, vor dem
Professor sehen lassen, in einem Zustand, der
den Begriffen einer Testehsteitel völlig Hohn
Fract Wieder umkehren? Um einer nichtigen
eußerlichkeit balbey vielleicht ein Lebensglück
aufe Spiel setzen? Nein — nur das nicht. Er
hatte keine —* 8 zu verlleren. Er hatte zu
viel gelinten, hatte zu lange im Dunkeln geiappt.
Er mußte endlich wieder Licht sehen
Als ob die Sonne seinem ungelümen
Drängen hätte nachgeben wollen, durchbrach
ge" eben jegt den trüren Morgennebel. Wie
eine Clchiflur ergoß sie sich über die noch kahlen
Baumkronen. Wie flüssiges Gold rann sie an
den seuchten Baumrinden entlang, spiegelte sich
in den kleinen Wasserpfützen, lockte die braunen
Blattspigen an den Sträuchern aus ihren Hüllen.
olf blicb ein paar Augenblicke stehen und
#2 in die hellfunlelnde Wirrnis hinein! Wer
as hätte festhalten, in Farben und Stimmungen
bannen tünnen
er Natur gegenüber wurde ihm plötli
wieder angst um sein Können. *— er such
dagegen auf. Sich nicht Weeririege lassen.
t fgäbe. Es mit dem Porträt, dem
chenbllb. Z Wie olel verborgen,
Reiz, der sich deim ersten nich
aus oab 2 mochte zum Walloid in den
esichtern liegen, die eben
rurepun waren ½ an ihm
1#
In geyn Li, s börn!!. Tur
des Ateliers, das in einiger Entfermuny von
der Villa des Professors tief in einen Lounn -
retchgi Gälarften eingebettet la «
er Anfang war nicht eben vielversprechend.
Der Diener im Vorzimmer wollte Gers enn
hören, Rolf überhaupt nur zu melden. Der
Herr Professor sei bei der Arbeit. Er wolle
nicht W 5 in. T
isall sügte es, daß der Maler im.
Fleien Augenblick nach seinem Diener klingelte.
bat, ihn wenigstens melden zu wollen.
druckewelsse des Mannes zeigten maßloses Erstaune
schlug das Herz bls in die Kehle
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brannte ihm. Lalter Schwell stand ihm im
en. as würde ihm die n
Stunde bringen? ib ãchlte halbe
Der berühmte Ne#- cmpüng den Beklommenen
mit jener ohlwollenden, n
Grunde ganz kühlen be chkelt, die er
alle Menschen übrig hatte, denen er dle E 26
iner velliniichen alehung Uberhaupt zutell
W * e Sle schon ere Zelt exwartet,
in lleb
un Sle seden nlht aui
Rolf nützte Pr t,
knöpften sanch und soe um den zugegi
dessen xfizielle Bekanntgabe in zwei
Tagen
gute Pre
de, der weitere aufsehenerregende Enthullungen
die Engländer auf dem Nordufer des Euphrat,
zwischen Korna und Naßri,
mmuhßten aber nach sechsslündigem Kampf in vol-Die
italienische Kabinsttskrise.
ürich, 16. Juni. Das ne#ue Ministerium
erwartet wird, hat im allgemeinen eine
esse. Boselli wird übexreinstimmend a
die Persönlichkeit geschildert, die das Vertrauen
aller Gruppen der Kammer in hervorragendem
Maße besitze. Sehr herzlich begrüßt ihn auch
die „Stampa“, die freilich fordert, daß auch
die Gruppe der Giolittianer in der neuen Re-i
gierung vertreten sein müsse. Der „Avantispottet
über die neue Regierung, die eigentlich
die alte sei, nur Salandra sei verschwunden.
Dagegen hätten die Demokraten den harten
Brocken Sonnino schlucken müssen, der boch eigentlich
der Urheber der Entfremdung zwischen
Regierung und Kammer und Volk sei. Der
schärfsten Kritik unterzieht der „Apanti“, von
der Zensur ungehindert, den neuen Minister
des Innern, Orlando, mit dem das Land der
Willlür gewisser sizilianischer Klubs ausgeliefert
sei. Alles in aliem müsse man sagen, daß
der italienische Staatslarren durch die neue Regierung
kaum auf die Wege geleitet werde, die
iihn aus dem Sumpf herausführen.
Der bezahlte Ehrenmann.
Berlin, 16. Juni. Dem „Hamb. Fremdenblatt“
wird aus London berichtet, daß in engl.
Regierungslreisen große Empörung über Sonnino
herrsche. Es ist aollmählich aus den der
Regierung nahestehenden Kreisen durchgesitkert,
daß Sonnino durch eine außerordentlich
hohe Summe bestochen worden sei, nachdem er
bei den Verbündeten Regierungen die Ueberzengung
zu erwecken verstanden hatte, dahb er einen
ausschlaggebenden Einfluß im italienischen
Kabinett besitze. Sonnino sei dann Verpflichtungen
eingegangen, die er später nicht einhal-)
ten konnte. In London nimmt man als sicher
an, daß sich aus dieser Angelegenheit noch ein
großer diplomatischer Skandal entwickeln wer-
bringen müsse.
1 7 I
QUMUMIMW
D,ek.tüt.t.iich.eBekicht.
Konstan.tinopel, 16. Juni. Das Hauptquartier
teilt mit: An der Iraksront versuchten
zu landen, sie
ler Auflösung unter Zurücklassung von 180
Toten zurückgehen. Auf den übrigen Teilen
der Front Ruhe.
Nach dreitägigen Kämpfen mit russischen Ab-#teilungen,
die an der persischen Grenze nördlich
von Suleiman erschienen waren, wurde der
Feind in der Richtung auf Bana in Persien
zurückgeschlagen. Unsere Truppen verfolgten den
Feind im Zusammenwirken mit persischen Kriegern,
und verjagten ihn aus Bana, von wo er
nach Norden zurückgedrängt wurde. Wir erbeuteten
in diesen Kämpfen ein Geschütz, ein Maschinengewehr
und eine große Menge Munition
und Ausrüstungsstücke. "
Die türlische Offensive
im Kaukafus.
Petersburg, 16. Juni. Die Petersburger
Militärkritiker stellen fest, daß die Russen auf
dem asiatischen Kriegsschauplatz zur Verteidigung
übergegangen sind. (3.)
zu begründen.
„Eine Ertältung * Prosessor — und
dann gab es viel Arbeit für die Mutter — ich
deutete Ihnen an — wir hab en das Geschäft
des Baters verkaufen müssen.“
Der alte Herr schüttelte mit Bedauern den
„Sie hätten das nicht tun sollen, mein
junger Freund. Unbesonnen — wenn “
— seine Hand griff nach der Mebbe mit Nai -
Studien die der Dlener, während Rolf i
LHorse#er es Hwartet. dem Prosessor bereits zur "
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„Ja — beser ut n „6e * in
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sagen, der alte
jung und modern. — haben
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jemand anderen.
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werde -eemrazden sonst fragen — — ich
auge, 6 nichts.
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jun gen e war nicht dens tste Mal, daß er
O leinem Urteil iebet offnungen 1
nichten mußte, aber deeter- junge Heißspornn
schlen ja die Dins noch Lganz besonders. Wer
n. er aussah mit
i und den brennen sageni
den hochgeschlagenen Kragen
Der alte Maonn. der Ach nicht cumm in leinem