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Der Aosenheilmer
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Amtliches Publikafions-Organ
Samstag. 23. Dezember ##
Nosenheimer Tagblake
F##testantisch Dagobert *?2
Ein Shritt des Prüsidenten Wilson in der Friedeusfrage.
Der Rückzug der Rumänen und ihre keitische Lage am Sereth.
Der Unfal der „Deutschland“ im Hafen von New-London.
— Das neue österreichische Kabinett Clam-Martinitz.
Die vergeblichen rufsischen Anstärme bei Mestecaneszi. — Der Verkauf der dänisch-westindischen Inseln.
————
Abenbbericst.
W-B. Berlin, 21. Dezember.
Außer Artllleriefeuer in einzelnen Abschnitten
auf keiner Front gröhere Kanpftand.
lungen.
’. W.
WIB. Grobßes Hauptguartle:, den
22. Dezember, vormittags. Amtiid.
Westlicher Kriegsschanplos#.
Nahe der Küste, im Somme Gebi#et und auf
dem Ostufer der Maas war die Artillerielöligleit
in den Nachmittagsstunden gesteigert. An
der Mer wurde ein velgischer Poster ausge-Doben.
Oestlicher Kricysschauplat#
Front des Generalfeldmarschalls
Prinzen Leopold von Bayern.
Beiderseite der Düna und am Stochod hieb
Prs vussische Artilleriefeuer längere Zeit an.
der Vorstoß von zwei feinduchen Kompagnien
judöstlich von Riga wurde abgewiesen.
Nordwestlich von Zalocze #rangen deutsche
-toblruppen in die beiden woderen Siellungen
det Russen und in das Dorf Zonzyn ein und
lehrten nach Sprengung von vier Minenwerfern
mit 34 Gefangenen und 2 Maschinengewehren
zurück.
Heereslront des Generasobersten
ruherzog Vosert.
Ein Angriff des Gegners am Cauesemer nördlich
des Trotofultales scheiterte.
Heeresgruppe des General.Feldmarschalks
v. Mackenken.
In der großen Walachei hat sich die Lage
aicht geändert. Die Dobrudscha-Armee machte
Fortschritte und nahm den Russen 900 Gesangene
ab.
Mazedonische Front.
An der Struma Patrouillengeplänkil.
De arti :
* m ee
—.
Reiche U.Boot. Beute.
Berlin, 22. Dez. Nach den bisher eingegangenen
Nachrichten sind in den letzten 24 Stumden
16 Schiffe mit einem Gesamtgehalt von
22 000 Tonnen versenkt worden, darunter 10
seinoliche Schlffe.
Ein deutsches U -Boot versenkt.
Berlin, 22. Dez. Nach englischen Paldangen
#loll dos deutsche U-Voot „U 46“ von
seindlichen Seestreitträften im Meerbusen von
Biska zum Sirken gebracht worden sein.
Eine am siche Mesdurg lieat hierüber noch #üt
bDot.
l
Das neue Wiener Kabinett.
Wien, 22. Dez. Die „Wiener Zeitung“
veröffentlicht die auf die Enthe kung des Kabinetto
Koerber und die Ernennung des Kabinetto
Clam-Martinitz bezüglichen Handschrei.
ben. Darin wird Koerber Anerkennung und
Dank ausgesprochen, ihm werden die Brillanten
zum Großkreuz des Stefansordens verliehen.
Der bisherige Innenminister Frhr. v. Schwarzenau
wird ins Herrenhaus berusen, dem bis
herigen Finanmminister Marek die Würde eines
Geheimrates verliehen. Die „Wiener Zeitung“
schreit über die Ziele der Regicrung: Die Herstellung
voller verfassungsmäßiger Zustände,
die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen
dazu, die Ebnung des Weges zum Parament,
wird das hohe Ziel der Regierung bleiben. In
der Verfolgung dieses Weges wird sic ihre
auf Erfülkung dieser Bestimmung abgeelenden
Anträge stellen. Unter den nächsten Aufgaven der
Negierung befindet sich der Abschuß des Vertrages
narchte über ihr wirtschaftliches Vechärtnis, die
Anbahnung engerer wirtschaftlicher Beniehun-
I die mit anderen
gen zu Deutschland. Dem Parlament werden
diese usammenhängenden Angelegenhesten sowie
zwischen den beiden Staaten de Modelsverträge
seinergzeit zur Genehmigung vorgelegt.
Die Regierung wilt sich nicht heute schon
mit einem ausführlichen Programm an die
Oeffentlichkeit wenden, sie zögert aber nicht,
die allgemeine Richtung eu bezeichnen, die sie.
Gerechtigkeit gegen alle Völker des Staates
übend, einzuschlagen gedenkt, da sie des Verständnisses
und der Mitarbeit aller jener bedarf.
denen die Zukunft Oesterreichs am Herzen liegt.
Das Itledensangebol
Das Schicksal de
Friedens-Any ebotes
Zürich. 21. Deg Die „Neue Züricher Zeitung“
berichtet aus dem Saag: Di neueren
Nachrichten lauten wieder pessimistisch und besagen,
daß die Ententemöchte nur über eine geschicte
Form der Ablehnung verhandeln, um
das Odium von sich abzumenden.
Die Grundlage des
Friedensangebotes?
Basel, 21. Dez. Die hiesige „Nationatzei-
Iin lungen, die,
tung“ bringt Mittellungen über uie Friedensangebote
der kriegführenden Mächte, Mitteiwie
sie schreibt, von einer Persönlickkeit
st: nen. deren Autoril jed: phon.
lastische Behauptung ausschließn: Rumanien
Ztaalen aozuschtießenden Han habe sich freiwillig in den Krie gemischt mit
ges
Nole geben.
der ganz offen ausgesprochenen Ablicht, sein
Landgebiet zu erweitern. MWenrn es nun die
Partie verloren habe, so musse es jetzt. die
Zeche bezahlen. Bezügtich Konitantinopel seien
die Zentralmächte und die Verbundeten sicüber
die Konziss onen ein 9. die Radlend gemacht
werden können. Es iczu Zugeständnisse,
die eine vernünftige Saurk Iepolitik de
Zatrenreides befriedigen lö; unten. Rußland wer
de bei einem Frier S#schun * begunstigt werden
und eine Allianz zen Rußland u. den
Mittelmäckten dürfte sich nach dem Frieden von
seltst ergeb n. Die F.iede so##zhindlungen sollen,
wenn es dazu kommt, im Sinne einer solchen
friedlichen Ausgestaltung der Verhältussse
geführt werden Die Berufung auf eine
„autoritative Persoönlichsef"“"“ tann natürlich
nicht gengen, die Wlaub# ür igl#zit dieser Mitleilungen
außer allen Zwelfel zu stellen. Maon
wird sie also nur als das nehmen dürfen, als
was wir sie wiedergeben: a#s ein Symptom für
die Auffassung, de in neutralen Kreisen über
die möglichen Grundlaxzen für Friedensverhandlungen
vorhanden ins.
Der
Vierberband un:
Arijedensangebot.
EIIII Nas Drahtme
dung der „Voss. #19.“ aus Amiterdam hat die
englische Regierung am 1“ De#m den Kabinetten
der Verbündeten den Culurf der den
Mittelmächten zu eritellenden Antmort über
mittelt. Die Rerbündeten nerden ersucht, ihre
Erklärungen bis zum 22. T3. abzugeden.—
Aie in Zürich veilautet. uird die gemein.
schaftliche Antwortnole der Enteure auf das
Friedensangebot der Müetelmachte den Hinweis
darauf enthalten, daß die Ententc dem Frieden
an sich nicht abgeneigt sei. Sie will aber
5¼
ainot
verhandeln, ohne dag Deuischland mit festen
Vorschlsgen komme. Die Entenienot: wird auch
einen besonderen Abschnitt uber di.: Frage der
Verantwortlichkeit bri deen cin#elnen kriegführenden
Mäckten enthalien.
Eine Dollandis i: Stimmec.
Rotterdam, 21. Dez. „Nieume Rotterdamsche
Couran““ sagt: Das einzig Interessante
in der sehr langen Rede Lloyd Georsind
die Stelten. die Andeutungen über
vermulicken Inhalt der Antuort der
In dieser Hinlicht schneidet die
Rede gemiß nicht alle Hoffnungen ab. A##d-(bcorge
hat sich gewiß einige Hintertürchen
offen gelassen. So sagte er, salle wir uns in
eine Verhandlung mit Deutschiand einlassen,
ohne ctaas von seinen Bedin ungen zu mwis.
sen ufm. Aber er äußerte sich nicht darüber.
was England möglcherwene tun wolle, wenn
#es vorher mehr von den deutschen Bedingungen
wisse. Auch an einigen anderen Steilen wie:
„Wir werden erfahren, mir werden allo abwarten“
usw. madt#e#r Vordehene. Wie kollte
er diese Dinge erfahren, wenn er #ie nicht von
Deutschland erfäh- t, also keine Verhandlungen
eröffnet? Es sieht also darnach aus, oan die
Entente-Antwort, so vicl Tragen und Vordehalte
sie auch enthalten mag, nicht ablolnt die
Möglichkrit weiterer Verhandlungen abschneidet.
men'igsten- aber ene weite e Antwort Deutsch.
lands rorusfeie: w.ö. c duf sich aber
darüber nidt im voraus l ihr freuen, denn
die Möglichleit : tich „ vor#n icn, daß die
i den
—