1813. 1814.
Aistungs-Urkunde vom 3. August 1814.
„Jir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Freußen 2c.
Als die Männer Unserer tapfern Heere für das Vaterland bluteten, fanden
sie in der pflegenden Sorgfalt der Frauen Labsal und Linderung. Glaube und
JHoffnung gab den Müttern und Täöchtern des Landes die Kraft, die Besorgniß
um die Ihrigen, die mit dem Feinde kämpften, und den Schmerz um die Verlornen,
durch ausdauernde Thätigkeit für die Sache des Vaterlandes zu stillen;
und ihre wesentlichen Hülfsleistungen für den großen Zweck wurden nirgends vermißt.
Unmäöglich ist es, diese Handlungen des stillen Verdienstes bei Allen öffentlich zu ehren, die
ihr Leben damit schmückten; aber Wir finden es gerecht, denjenigen unter ihnen eine Auszeichnung
zu verleihen, deren Verdienst besonders anerkannt ist. Wir verordnen daher hierdurch Folgendes:
1.
Die gedachte Auszeichnung soll unter dem bedeutungsvollen Namen:
Luisen-Orden,
den Wir hiermit stiften, in einem kleinen schwarz emaillirten goldenen Kreuz bestehen. Das auf beiden
Seiten himmelblau emaillirte runde Schild in der Mitte des Kreuzes hat auf der Außenseite den
Buchstaben ## und um denselben einen Sternenkranz') (Tafel XIV. 1.); auf der Rückseite die Jahreszahlen
1813/1814. (Tafel XIV. 2.)
*) Die Zahl der Sterne bezieht sich auf die sieben Königlichen Kinder, welche die Mutter überlebten.