Full text : Das englische Raubtier.

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sind  um  so  schlimmer,  weil  Christen  sie  gegen  Christen  begehen.
  Aber  über  das  „Christentum“  der  englischen  Bestie
gleich  ein  besonderes  Wort.

So,  d.  h.  so  gewaltig,  so  roh,  so  brutal,  so  gemein,  so
niederträchtig  ist  es  überall  zugegangen,  wohin  immer  das
englische  Raubtier  seine  Tatze  gesetzt  hat;  überall:  Mord,
Raub,  Trümmer.

Wie  schon  gesagt:  in  nichts  stehen  darin  die  englischen
Frevel  den  Gewalttaten  Babyloniens,  Agyptens,  Roms  nach.
Aber  eins  hat  England  vor  diesen  heidnischen  Reichen
des  Altertums  voraus:  schimpflichste  Heuchelei.

Der  alte  Babylonier,  der  alte  Agypter,  der  alte  Römer,
sie  zertraten  Völker  und  Länder  offen,  ohne  Scheu  und
Vorwand.  Der  Engländer  zertritt  „christlich“,  „sittlich",
im  Gewande  des  Menschenfreundes.

Es  gibt  kein  Volk  und  hat  keines  gegeben,  bei  dem
Heuchelei,  Pharisäertum,  frommer  Augenaufschlag  so  eng
verbunden  sind  Gewalttat,  Erpressung  und  blutigem
Dolchstoß  wie  beim  englischen  Volke.  Heuchelei  ist  die
Nationaleigenschaft  des  Engländers.  Natürlich  gibt  es
Ausnahmen.  Wo  und  in  was  gibt  es  nicht  „Ausnahmen“?
Aber  der  Engländer  im  Durchschnitt,  hoch  oder
niedrig,  ist  wesentlich  Heuchler  und  Selbstbetrüger.
  Er  lügt  sich  sein  „Christentum“,  seine
„Sittlichkeit“  so  lange  vor,  bis  er  selbst  daran
glaubt,  auch  wenn  er  gleichzeitig  die  gemeinsten
Schandtaten  begeht.

Während  die  englischen  Kanonen  und  Bajonette  dem
Opium  in  China  den  Weg  bahnten  zur  Vergiftung  des
Volkes,  durchschwärmten  englische  Missionare  die  chinesischen
  Küstenstriche,  verteilten  Bibeln  und  verkündeten  das
„Christentum“.  Während  Indien  von  England  ausgesogen
  und  eine  berechtigte  Volkserhebung  nach  der  andern