Full text : Illustrierte Geschichte der Sächsischen Lande und ihrer Herrscher. I. Band, 2. Abteilung. Von der Landesteilung von 1382 bis zum Übergange der Kurwürde an die Albertiner (1547). (2)

 

 

 

 

Kaiser  Friedrich  III.
Nach  der  Porträtstatue  an  dem  Grabdenkmal  Maximilians  J.  zu  Innsbruck.

Aber  weder  jetzt  noch  nachher  war  von  Friedrich  IIII  etwas  erhältlich
die  Geldverlegenheiten  mehrten  sich  und  wohl  ward  im  Lande  manche
Stimme  laut,  die  die  Fruchtlosigkeit  von  Albrechts  Unternehmungen
verurteilte.  Albrechts  alter  Gegner  im  ernestinischen  Lager,  Hugold
von  Schleinitz,  mit  dem  seit  der  Teilung  niemals  wieder  ein  freundliches
  Verhältnis  hergestellt  wurde,  ließ  sich  auch  in  diesem  Sime
vernehmen,  was  Albrecht  zu  der  Rückäußerung  veranlaßte,  die  wir
ihm  gern  glauben  wollen:  er  habe  die  Hauptmannschaft  übernommen
aus  Gehorsam,  in  guter  Meinung  und  den  Landen  zu  gute,  damit  sie
einstweilen  Frieden  haben  möchten,  als  sie  den  auch  gehabt  hätten.
Es  enthalten  diese  Worte  einen  Hinweis  auf  die  ganz  richtige  Anschauung
  des  Herzogs,  daß  bei  einem  Reichskriege  in  Anbetracht
der  Lage  seiner  Besitzungen  zu  dem  Gebiete  des  Matthias  ein  Au-