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und dazu wurde paͤbsiliche Begünstigung erfordert. Die Aebte
fraben die Parochien auf. Ein Kloster ließ sich dieselben
incorporiren, so daß die Einkünfte ihm zufielen. Die Klbster
wurden aufgefressen von den Bischöfen. Die Bisthümer litten
wieder durch die sogenannten Uniones, vermöge welcher Einer
zwei, drei Bisthümer zusammen bekam. Das alles konnte
nicht erreicht werden, wenn man sich nicht mit völlig despotischer
Gewalt über alle Kirchengesetze hinwegsetzte. Alle bisher
erzählten Mißbräuche der Päbste in dieser Rücksicht suchten
die Bischöfe für ihr Interesse anzuwenden. Die Pöäbste
forderten von den Erzbischöfen und Bischöfen Annaten; eben
so forderte jeder Bischof und Erzbischof von Allen in seiner
Diöbzese die Annaten, so daß der Erzbischof von Mainz sogar,
im Fall die Baseler Dekrete vom deutschen Reiche acceptirt
werden sollten, vor der Acceptation die Protestation eingab,
die Annaren, die er in seiner Didßzese einziehe, müßten
ihm doch bleiben. Auch war 3) nicht zu hoffen, daß
die weltlichen Fürsten sich der Sache annehmen
würden. Ihre Macht war theils zu geriug, theils erforderte
ihr weltliches Interesse, die Macht des Pabstes recht groß zu
erbalten, und die bisherigen Mißbräuche ungerügt und ungestört
zu lassen. ·
So geschah es durch ungluͤckliche Verflechtung politischer
Umstaͤnde, daß alles Streben nach Reformation in seinen
bezweckten Wirkungen voͤllig vernichtet wurde, daß die Reihe
der Paͤbste nach dieser versuchten Reformation schlimmer
ward, als die vorher; denn von der Baseler Synode an bis
auf den Reformatious-Sturm haben gerade die schaͤndlichsten
Paͤbste existirt. Sie folgten so aufeinander:
Calirt III. (1455—4458), der sich sehr dem Nepotismus
ergab, darum einen großen Krieg anfangen wollte; dann
Piusll. (Aeneas Sylviuspiccolomini, 4459.—4463)0,