Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1811. (6)

1379

h.  102.  Um  allen  Anstaͤnden  vorzubeugen,
die  wegen  zu  geringer  Bespannung  des  Fuhrwerkes
  entstehen  könnten,  sezen  Wir  fest,
daß  die  Berechnung  des  Weggeldes  immer
nach  so  rielen  Pferden  erfolgen  solle,  als
vielmal  zwölf  Zentner  der  Wagen  (seine
eigene  Last  miegerechnet)  haben  wird.

u  loz.  Ist  bei  einer  Postirung  eine
Land-Maut-Waage  nicht  vorhanden,  und
kann  daher  die  Gesamte-Last  des  Wagens,
nicht  durch  Abwägung  bestimme  werden,  so
wird  die  Pferde-Zahl  für  die  Wagen-Lasi
dahin  bestimmt.

Von  1344  bis  los  Zenener  3  Pferde

——  107  —  48  —  2  —

Von  43  Zentner  weiter  abwärts  wird  die

Wagen-Last  durchgehends  für  1  Pferd  berechnet.

F.  t04.  Bei  Güter-Wägen,  welche  nur
eine  Ladung  von  12  Zentner,  oder  darunter
haben,  oder  welche  leer  geführt  werden,
wird  die  Wagenlast  nicht  mehr  berücksichtiget,
  sondern  für  einen  zweirädigen  Wagen
ist  das  Weggeld  nach  einem:,  für  cinen
mit  rier  Rädern  aber  nach  zwei  Txerden  zu
nehmen.

XVII.  Abschnitt.

VBon  der  Weggelds-Entrichtung
des  Wasser-Fuhrwerkes.
Dtlos.  Von  allen  und  jeden  zu  Wasser
verführten  Gegenständen  sezen  wir  das  Weggeld
  von  jedem  Zentner,  und  von  jeder
Stunde  zu  zwei  Pfenninge  fest,  diejenige
  ausgenommen,  welche  der  Taiiss  u#-hee

  ausweiset,  und  anders  bestinme.

 

1380

XVIII.  Abschnitt.
Von  dem  Weggelds-Surrogate,
oder  der  Mähnat-Anlage.

.  #c.  Die  Auflage  des  Weggelds-Surrogats
  bestimmen  Wie  für  jedes  zum  Dienste
  der  Landwirehschaft,  zum  Lurus  oder
zur  Bequemlichkelt  im  Königreiche  vorhandene
  Pferd  zu  vier  und  dteissig
Kreuzer,  für  jedes  Manlthier,  so  wie
für  jeden  Zugochsen  zu  vier  und  zwan?
zig  Kreuzer,  wobei  Wir  zugleich  das
Alter,  mit  welchem  die  Entrichrung  dieser
Auflage  von  den  genannten  Thiergattungen
anfänge,  für  jedes  einzelne  Stück  auf  dese
sen  Eintritt  in  das  vierte  Jahr  festsezen.

I.  10J.  Unsere  Finanz-Direktionen  haben
  zu  veranstalten,  daß  eine  genaue,  die
Richtigkeit  des  Bestandes  vollkommen  bewährende
  Beschreikung  auf  der  Stelle  vorgenemmen
  werde,  und  die  Rentämter  anzuweisen,
  diese  an  Unsere  Zentral=  Mauc-Stelle
  unverzüglich  einzubeförden.

§.  1958.  Die  Bezahlung  des  Weggelds-Surrogates
  mu3ß  alljährlich  zur  ersten  Hilfte
im  Monat  Mirz,  zur  zweiten  im  Menat
September  erfelgen.

 

XIX.  Abschnitt.

Ueber  Befreiung  vom  Weggelde,
und  dem  Weggelds-Surrogate.
G.  109.  A)  Von  der  Weggelds-Entrichtung

mit  oder  ehne  Ueberschreitung  der  Grenze

sind  frei:

1.  alle  Senverains  für  Ihre  Persen,

a.  das  Gefolge,  das  Sie  wirklich  auf  der
Reise  begleitet,