Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1812. (8)

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Was  den  Bezug  der  Waldstreu  bettifft,
so  ist  der  approximative  jaͤhrliche  Werth  anzugeben,
  und  durch  Zeugniß  des  Revierfoͤrsters
nachzuweisen.

Die  Forstrechte  koͤnnen  aber  nur  dann
unter  der  geeigneten  Rubrik  in  der  Fassion
eingetragen  werden,  wenn  noch  keine  Purifikation,
  oder  Abtheilung  der  treffenden  Waldungen
  vorgenommen  worden  ist.  Im  entgegengesezten
  Falle  aber  werden  die  bei  der
Forstpurifikation  dem  Geistlichen  zugemessenen
Waldrheile  unter  der  Hauptposition  C.  Ertrag
  aus  Realithten  gleich  den  übrigen
demselben  zum  Genusse  überlassenen  Gründen
aufgeführt.

Gleiches  Verhältniß  tritt  auch  in  Ansehung
  der  Weide:  und  Gemeinde-Rechte  bei
den  abgetheilten  und  zugemessenen  Weide:  und
Gemeinde:  Gründen  ein.

EEinnahmen  aus  besonders  bezablten
Dienstverrichtungen.

K  a4.  Die  erste  Stelle  in  dieser  Rubrik
nehmen  g.  die  Bezüge  von  gestifteten  Gottesdiensten
  aller  Art  ein.

Ueber  diese  Bezüge  wird  ein  Verzeichniß
hergestellt,  welches  die  Namen  der  Siifter,
die  Zeit  der  Stiftung,  deren  Zweck  und  Kapital,
  dann  die  verwaltende  Behörde,  und  den
Betrag  der  jährlichen  Einnahme  enthalten  muß.
Dieses  Verzeichniß  ist  durch  die  einschlägige
Stiftungs-Administration  zu  beglaubigen.  —
In  der  Beilage  Zifer  X.  ist  ein  Formular  hiefuͤr
  beigefuͤgt.  Der  Gesammtbetrag  der  jaͤhrlichen
  Einnahme  wird  in  die  Fassion  aufgenommen.


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Diese  Genüsse,  welche  für  bestimmte
Dienstes-Leistungen,  und  durch  andere  Behörden
  bezahlt  werden,  sind  wohl  von  den
unter  der  Hauptpostrion  B.  vorzutragenden
Zinsen  von  solchen  Kapitalten  zu  unterschei:
den,  welche  blos  zum  Unterhalte  des  Pfarrers
  bestimmt  sind,  ohne  für  ihn  ausser  den
allgemeinen  Obliegenheiten  seiner  Srekle  die
Verbindlichkeit  einer  besondern  Funktion  mitzubringen,
  und  deren  Verwaltrung  dem  jedes"
mahligen  Pfarrer  selbst  vorbehalten  ist.

b.  Hierauf  folget  die  Einnahme  an  Gebühren
  für  zufällige  einzelne  Dienstes:  Funktionen:
an  Stolgefällen.

Zur  Ausmittlung  des  reinen  Ertrages  dieser
  Einnahme  muß  die  Zahl  der  in  den  jüngsten
  zehen  Jahren  vorgefallenen  Verrichtungen
dieser  Art,  welche  einer  besondern  Bezahlung
unterliegen,  aus  den  Pfarr:  Matrikeln  und
Einschreibbüchern  ausgezogen,  der  Durchschnitts-Betrag
  eines  Jahres  durch  die  Division
  erhoben,  und  aus  dieser  Durchschnirts-Summe
  die  hierven  fliessende  Einnahme  nach
dem  bestehenden  Stolgebühren=  Regulative
(Scol-Tax-Ordnung)  berechnet  werden.

Jeder  Pfarrer,  oder  Kurat  hat  daher
die  bei  seiner  Pfarrei:,  oder  Seelsorge-Pfründe
eingeführte  Stol:  Tar-Ordnung  auf  dem  Tis
telblatte  der  Durchschnitts=  Berechnung  gehsrig
  zu  bemerken,  und  sodann  bei  der  Berechnung
  des  Geld-Ertrages  anzuwenden.

Werden  dem  Seelsorger  für  gewisse  Verrichtungen
  Naturalien  gereichet,  z.  B.  Wachskerzen,
  Brod  u.  dgl.,  so  muß  der  Geldbecrag
dafür  ausgeworfen  werden.