Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1812. (8)

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Koͤniglich-Baierisches

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Regierungsblatt.

XXXV.  Stück.  München,  Mittwoch  den  17.  Juni  18312.

 

Allgemeine  Verordnung.

(Die  mit  dem  Großherzogthume  Würzburg  geschlossene
  Militär-Kartel-Konvention  betr.)
Wir  Maximilian  Joseyh,

von  Gottes  Gnaden  König  von  Baiern.

Nachdem  Wir  mit  dem  großherzoglich  würzburgschen

  Hofe  unterm  18.  März  l.  J.  die

hier  beifolgende  Militär-Kartel:  Konvention

haben  abschliessen  lassen,  so  wird  dieselbe

jzur  allgemeinen  Wissenschaft  und  genauen

Befolgung  durch  das  Regierungsblatt  bekannt

  gemacht.
München  den  10.  Juni  1812.
Mar  Joseppb.

Graf  von  Montgelas.

Auf  königlichen  allerhbchsten  Befehl

der  General-Sekretär

Baumuller.

Rachdem  Seine  Königliche  Majestät  von
Baiern,  und  Seine  Kalserlich"  Königliche
Hohelt  der  Erzherzog  Großherzog  von  Würzburg
  Sich  bewogen  finden,  zur  Beförderung
des  Militär  Dienstes  und  zur  Befestigung

der  zwischen  Ihnen  bestehenden  freundnachbarlichen
  Verhältnisse,  eine  Militär=  Kartel-Konvention
  über  die  wechselseltige  Auslieferung
  der  Deserteurs  und  Konfkriptionspflichtigen
  abzuschliessen,  so  ist  der  hiezu  bevollmächtigte
  königlich  =  baierische  Kamerherr,
ausserordentliche  Gesandte  und  bevollmächtigte
Minister  am  großherzoglich'  würzburgschen
Hofe,  Friedrich  Freiherr  von  Reding,  mit
dem  hiezu  von  Seiner  Kaiserlich-Königlichen
Hoheit  dem  Erzherzoge  Großherzoge  von
Würzburg  bevollmächtigten  Allerhöchstdero
geheimen  und  Scaatsrath,  des  großherzoglichen
  St.  Joseph=  Ordens  Kommandeur,
Christtan  Johann  Baptist  von  Wagner,
nach  vorgängiger  Auswechslung  der  beiderseitigen
  Vollmachten,  und  mit  Vorbehalt  der
allerhöchsten  Genehmigung  beider  Souverains
über  nachstehende  Punkte  übereingekommen:
G.  1.

Alle  und  jede  Militärpersonen  ohne  Ausnahme
  und  ohne  Unterschied  der  Wassen,
welche  von  den  wechselseitigen  Truppen  desertiren,
  und  in  die  Lande  oder  zu  den  Truppen
des  andern  Souverains,  wenn  diese  auch
auserhas  ihres  Vaterlandes  sich  befinden,

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