Zweites Buch
Hinter den Festungswällen
Erstes Kapitel
Anstürme und Ausfälle im Westen
war doch mehr gewesen als ein Aktschluß im Trauerspiel. Es war ein
Wendepunkt — der Wendepunkt. Ein Neues hatte begonnen, eln nie
Erbörtes. Ohne es zu ahnen, standen wlr schon „am Anfang vom Ende“.
Wohl war der Krieg für die Mittelmächte von Andeginn ein Verteidigungskrieg
gewesen. Und der Angriff war ulcht nur aus einer Himmelegegend gekommen
ober aus zweien oder dreien — er drohte vom Anbeginn „aus allen Richtungen
der Windrose“. Aber bleher hatte das dußere Bild der Ereignisse dlese Lage noch
verschlelert. Die Mittelmächte hatten nach Osten und nach Westen polltlsch durch
die Kriegserklärung, milltärisch durch dle offensive Führung der Verteidigung
den Schein auf sich genommen, als seien in Wahrheit sie die Angrelfer.
Aun hatte auch das dußere Blld ln jähem Umschwung eine Form angenommen,
welche dem Inneren Sinn des ungeheuren Geschebens entsprach. Die
angriffsweise geführten Verteidigungehandlungen der Mittelmächte waren
in Ost und West zum Stehen gekommen. Im Westen zwar blelten dle deutschen
Heere noch immer gewaltige Gebiete feindlichen Landes — und nur lm Süden
batte der Feind ein winziges Stück deutschen Bodens erfaßt. Im Osten aber
war der kecke Vorstoß der österreichisch-ungarischen Truppen dald über dle Landesgrenze
zurückgeworsen worden. Die braune Russenflut war hinter ihnen drein
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