Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1812. (8)

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merkt,  und  dieselben  von  den  betreffenden  Lehrern
  aller  Gymnastal=  und  Lyzeal-Klassen,
so  wie  von  den  Vorständen  des  Gymnasiums
und  eyzeums  mit  pflichtmässiger  Behutsamkeit
  und  Unbefangenheit  ausgestellt,  dann
auch  ein  Zeugniß  beigebracht  werden,  daß
sich  der  Militärpflichtige  wirklich  an
der  Universitt  zur  Fortsezung
der  Seudien  befsinde,  und  mit  anhalten
  dem  Fleiß  gute  Sitten  und
Aufführung  verbinde.

Eben  so  müssen  auch  die,  rücksichtlich  der
Kunstschuler  unter  Buchstab  f.  vorgeschriebenen
  Erfodernisse  in  dem  Zeugnisse,  welches
von  der  Akademie  der  bildenden  Künste  zu
unterschreiben  ist,  auoführlich  angegeben
werden.

Die  Aussteller  haben  für  die
Richtigkeit  solcher  Zeugnisse  uUnter
  der  strengsten  Verantwortlichkeit
  zu  haften.

G.  108.  Nur  die  General=  Kreis,  oder
Lokal=  Kommissariate  oder  Konfkriptions=Räthe

  können  bestatigen  und  entscheiden,  ob
die  Begünstigung  der  vorldufig  ausgesezten
Wirkung  der  Militérpflichtigkeit  nach  den
bezeichneten  Fällen  auf  das,  dieselbe  in  Anspruch
  nebmende  Indioldunm  anwendbar
sey  oder  nicht,  so  wie  dieselben  auch  allein
ihre  gänzliche  Entlassung  aus  der  Militärpflichtigkeit
  dann,  wenn  sie  gemáß  den  im
Act.  §8.  angegebenen  Fällen  gesezlich  statt
haben  darf,  bewilligen  und  ausfertigen.
Diese  Konskribirten  müssen  aber  rücksichtlich
  der  Emlassungs-Gesuche  dacjenige  brob- 



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achten,  was  deshalb  im  Allgemeinen  in  der
Vorsch  rift  zum  7.  Titel  festgesezt  und  schon
oben  O.  107.  erinnert  worden  ist.

§.  100.  Die  betreffenden  Militärpflichtigen,
  ihre  Eltern  oder  Vormünder  werden
hiemit  aufmerksam  gemacht,  ihr  Gesuch
gemäß  der  Vorschrift  im  197.  J.
in  Zeiten  bei  der  Konskriptions=Behörde
  ihres  Bezirkes  zu  übergeben,
  und  am  allerwenigsten,  auf  die
Zeugnisse  sich  verlassend,  bei  der  anbefohlenen
  Konskription  auszubleiben.  Sie  haben
jeden  hieraus  entstehenden  Nachtheil  sich
selbst  zuzuschreiben;  eine  Reklamation  hat,
sobald  einmal  der  Konskribirte
zur  Einreihung  bezeichnet  ist,
nicht  mehr  statt,  indem  von  dem  Konfkriptions=
  und  Rekrutirungs=  Geschaäfte  jede
Umtriebe,  Hindernisse  und  Verzögerung  entsernt
  bleiben  müssen.

Der  zur  Einreihung  bestimmte  Konskeibirte
  ist  ohne  weitere  Rück  sicht  en?
weder  in  Person  zu  dienen,  oder
einen  andern  Mann  zu  stellen  verbunden.


Dritter  Abschnitt.

Von  der  Zurückstellung  an  das
Ende  der  Reserve.

§.  200.  Da  die  unter  den  Buchstaben

a.  b.  c.  und  d.  im  Art.  60.  bewilligte  Zurückstellung
  keineswegs  für  die  Person  und
die  eigenen  Verhälinisse  des  Militärpflichtigen
  selbst,  sondern  vielmehr  auf  die  schoneude
  Rücksicht  wegen  der  nothh-