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ordnet, daß der Klaͤger gleich mit der Klagschrift,
und der Beklagte mit der Antwort
bei drei Reichsthaler Strafe einen Anwalt zu
den Akten bestellen solle, damit ihm die Aus
sertigungen insinuirt werden mögen.
Da indessen wahrzunehmen, daß dieses
Gesez einige Zeit her nicht durchgehends beob,
achtet werde, indem
a) mehrere Siegelmäßige besonders auswärtige
Parteien öfters entweder gar keinen
Mandatar, oder solche Personen hiezu
aufstellen, die von der Uebernahme der Nesolutionen
theils zuvor nicht unterrichtet,
theils mit keinem Geld-Vorschuße zur
Bezahlung der Expeditions -Taren versehen
sind. — Ferner
b) einige vom Size des Appellazionsgerichts
entsernte Rechtsanwälte in den eingereichten
Schriften zwar einen Mandatar ad
insinnandum anzeigen, wovon aber derselbe
zuvor eben so wenig unterrichtet,
als mit GeldFVorschuß zur Auslösung
versehen ist; endlich
JP#)sogar einige hier aufgestellte Advokaten,
welche als Verfasser der Schrift unterzeichnet
sind, kein Bedenken tragen, die ihnen
zukommenden Dekrete dem königlichen Expeditionsamte
mit der Aeusserung zurückzusenden,
daß sie nicht als Mandatarü
ad insinuandum aufgestellt, auch mit
keinem Tax: Vorschuße versehen seyen,
durch diesen Unfug aber theils der schnelle
Justiz= Gang gehemmt, theils die Expeditions"
Taxen dem Aerar erschweret werden:
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so wird obige Gesezstelle nach erfolgter allerhöchster
Genehmigung unter oͤffentlicher Bekanntmachung
und mit dem Anhange erneuert,
daß alle Parteien ohne Ausnahme, so wie
auch von hier enrfernte Rechtsanwälte, wenn
sie keinen zuvor instruirten, oder zu Auslösung
der Expeditions, Taxen mit bensthigten Geld-Vorschuße
versehenen Auwalt ad insinnanckum
hier am Size des königlichen Appellazionsgerichts
aufstellen, ohne Nachsicht mit der
gesezlichen Strase werden belegt werden; der
nämliche Pönfall wird besonders auch gegen
die hiesigen königlichen Advokaten behauptet
werden, die als Schrift, Verfasser unterzeichnet
sind, und daher wenn kein besonderer
Insinuationsanwalt ernannt ist, für die Insinuation,
so, wie für den königlichen Expeditions.
Tax zu haften haben, und deswegen
von ihren Kllenten einen mäßigen, den wahr
scheinlichen Expeditions Tax nicht überschreit
tenden Vorschuß einzubringen ermächtiget wen
den. Amberg den 31. Juli 1812.
Königliches Appellazions-Gericht
für den Regenkreis.
Freiherr von Eckher.
Wisinger.
(Die dießjäbrige Herbstprüfung der Studien-Lehramts-Kandidaten
in Nürnberg betreffend.)
Im Namen Seiner Majestät des Königs.
Durch ein allerhöchstes Reskript vom zi.
Juli dieses Jahrs wurde festgesezt, daß die
künftig allfährlich nur einmal im Herkste zu
haltende allgemeine Prüfung der sich anmel